Investor Samra: Aktien-Guru entdeckt den Charme von Bargeld

Lesezeit: 1 min
20.12.2016 01:31
Der bekannte Aktien-Experte David Samra sieht kaum noch günstige Aktien an den Märkten. Stattdessen hält er ungewöhnlich viel Bargeld.
Investor Samra: Aktien-Guru entdeckt den Charme von Bargeld

Der bekannte Aktien Experte David Samra von der Investmentfirma Artisan Partners setzt auf Bargeld. Rund 13 Prozent der von ihm verwalteten Vermögenswerte im Gesamtumfang von 55 Milliarden Dollar hält Samra in Cash. Damit hat Samra die von Artisan Partners gesetzte Obergrenze von 15 Prozent fast erreicht, berichtet Bloomberg.

Ursächlich für die Schwerpunktverschiebung hin zu Bargeld in Samras Portfolio ist die seit Wochen anhaltende Konjunktur an den weltweiten Aktienmärkten, welche die ohnehin schon hohen Preise noch steigen ließen. Samra kauft unterbewertete Aktien und verkauft Titel, welche seiner Einschätzung nach ihren wahren Wert erreicht haben. Seit einiger Zeit fällt es ihm jedoch immer schwerer, die Verkäufe durch neue Aktien zu ersetzen. „Wenn Aktienaufschwünge breit angelegt sind – so wie jetzt gerade – ist es schwer, signifikant unterbewertete Aktien zu finden.“

Ein kürzlich erfolgter Zukauf ist der Schweizer Uhren- und Luxusgüterherstellers Richemont. Dessen Aktienkurs erreichte im Sommer 2014 noch etwa 95 Schweizer Franken und sank bis zum Juni des laufenden Jahres auf etwa 55 Franken ab – was neben den Terroranschlägen in Paris im November 2015 auch an der Anti-Korruptionskampagne der chinesischen Führung lag. Seit Juni allerdings hat die Aktie wieder deutlich auf jetzt etwa 66 Franken zugelegt. Sie sei „viel zu günstig für Marken dieses Kalibers“, sagt Samra.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Telefonica: Europas viertgrößter Telekom-Konzern in der Schuldenspirale, die EZB hängt als Gläubiger mit drin

Um seine massiven Schulden zu tilgen, plant Telefonica einen spektakulären Rückzug aus allen Märkten Lateinamerikas. Doch die dringend...

DWN
Deutschland
Deutschland Während Ungelernte kommen: 180.000 Akademiker und Fachkräfte verlassen Deutschland jedes Jahr

Rund 180.000 gut ausgebildete Fachkräfte oder Akademiker verlassen Deutschland jedes Jahr. Anstatt ständig den Zuzug ausländischer...

DWN
Technologie
Technologie Beginnt die Abkopplung der Supermächte? Huawei baut erstmals Handy ohne US-Bauteile

Das neueste Handy des chinesischen Herstellers Huawei kommt ganz ohne in den USA gefertigte Chips aus. Es könnte das erste Anzeichen für...

DWN
Technologie
Technologie Flixbus stellt einzige Strecke mit E-Fernbus ein

Flixbus stellt nach rund einem Jahr den Betrieb mit Elektrobussen ein. Das Elektrobusse nicht wettbewerbsfähig sind, hatte sich zuvor...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Protestwelle im Irak bedroht Öl-Infrastruktur des Landes

Die derzeit laufende Protestwelle im Irak wird sich offenbar gegen die Ölinfrastruktur des Landes richten, in die vor allem China...

DWN
Finanzen
Finanzen Japans Regierung versucht Rezession mit riesigem Kreditprogramm abzuwenden

Seit Monaten schwächt sich die Produktion und der Export des Landes ab. Nun versucht die Regierung mit dutzenden Milliarden gegenzuhalten.

DWN
Politik
Politik Stellvertreterkrieg in Libyen: Türkei schickt Waffen an die Regierung, Russland und Frankreich unterstützen Milizenführer Haftar

Keine zehn Jahre nach dem Krieg Großbritanniens, Frankreichs und der USA gegen Gaddafi bildet sich Libyen als bedeutendster...

DWN
Politik
Politik Neue US-Behörde soll Länder vom Kauf chinesischer Technologie abhalten

Der Handelskrieg wird um eine Facette reicher. Eine neu geschaffene US-Behörde soll, ausgestattet mit einem Milliarden-Budget, Länder...

DWN
Finanzen
Finanzen Flucht in den Dollar: Syriens Währung fällt auf Rekord-Tief

Der Kurs der syrischen Lira ist Anfang der Woche auf ein neues historisches Tief gesunken. Hintergrund ist nicht zuletzt die Krise im...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weißrussland ruft Serbien zu Beitritt in die Eurasische Wirtschaftsunion auf

Serbien hat bereits ein Abkommen mit der euroasiatischen Wirtschaftsunion (EAWU) unterzeichnet - der Konkurrenzorganisation zur EU. Jetzt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Afrikaner gründen größte Freihandelszone seit Entstehung der WTO

Das neu geschaffene Freihandelsabkommen AfCFTA wird mehr als 1,2 Milliarden Menschen umfassen und deutschen Firmen den Einstieg auf dem...

DWN
Politik
Politik Moral predigen, Macht ausüben: Die Herrschaft der internationalen Organisationen

Eine neue Art von Akteuren spielt auf der Bühne der globalen Machtkämpfe mit. Doch ihnen und den etablierten internationalen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lebens- und Rentenversicherungen: Die Luft wird dünn, Finanzaufsicht kündigt Intervention an

Die Situation bei den deutschen Lebens- und Rentenversicherungen spitzt sich weiter zu. Ursächlich dafür ist die seit Jahren betriebene...

DWN
Finanzen
Finanzen Anatomie einer Jahrhundert-Blase, Teil 2: Wie Wirtschaft und Gesellschaft in den 2000er-Jahren in Schieflage gerieten

Mit Beginn der Jahrtausendwende begann für Millionen Menschen in den westlichen Gesellschaften der Kampf gegen den sozialen Abstieg.

celtra_fin_Interscroller