Gemischtes

Takata zahlt in USA Milliarden-Strafe wegen defekter Airbags

Lesezeit: 1 min
14.01.2017 01:39
Der japanische Autozulieferer Takata hat mit den US-Behörden eine Einigung im Skandal um defekte Airbags erzielt.
Takata zahlt in USA Milliarden-Strafe wegen defekter Airbags

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Automobil  

Wie das US-Justizministerium am Freitag bekanntgab, soll Takata unter anderem eine Milliarde Dollar zahlen und sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers stellen. Mit der Einigung ist ein Schuldgeständnis verbunden. Takata-Chef Shigehisa Takada erklärte, er "bedauere zutiefst die Umstände, die zu dieser Situation geführt haben". Die US-Staatsanwältin Barbara McQuade sagte, Autozulieferer müssten beim Schutz des Verbrauchers Sicherheit vor Profit stellen.

Die Takata-Aktie stieg nach Bekanntwerden der Einigung um 16,5 Prozent.

Weltweit stehen mindestens 16 Todesfälle mit den defekten Aufblasvorrichtungen von Takata-Airbags in Verbindung. Nach Darstellung des US-Justizministeriums hatten Manager des Unternehmens ab 2000 gefälschte Testberichte an Autohersteller geschickt. Takata habe mit dem Verkauf mehr als eine Milliarde Dollar verdient. Der Rückruf dürfte mit 42 Millionen Fahrzeugen allein in den USA der Größte der Geschichte werden. Auch deutsche Hersteller sind betroffen.

Getrennt von der Einigung mit dem Justizministerium erhoben die Geschworenen eines Bundesermittlungsgerichts Anklage gegen drei langjährige Tataka-Manager im Zusammenhang mit dem Skandal. Zunächst war unklar, ob sie noch für den Konzern arbeiten und wo sie sich aufhalten. Gegen sie wurden Haftbefehle ausgestellt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Expansion in der Corona-Krise: BlackRock profitiert massiv von Öffnung des chinesischen Finanzsektors

China öffnet ausgerechnet in der Corona-Krise seinen Finanzsektor für ausländische Investoren. Der größte Profiteur der Öffnung ist...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Protokoll deutet mögliche Straffung der Geldpolitik an

Das Protokoll der letzten Zinssitzung der EZB deutet darauf hin, dass die umfangreichen PEPP-Anleihenkäufe im kommenden Monat...

DWN
Politik
Politik Impfung für Kinder? Sturm der Entrüstung gegen Spahn und Wieler, Portal sammelt innerhalb weniger Stunden hunderttausende Unterschriften

Gegen die Pläne von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler, auch Kinder zu impfen, mobilisiert sich massiver Widerstand.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband warnt vor Exportbeschränkungen bei Holz

Exportbeschränkungen für Holz sind aus Sicht des Mittelstandsverbands BVMW der falsche Weg. Denn die Konsequenzen wären fatal.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Klaus Schwab hatte im November 2020 vor Cyber-Angriffen auf Stromversorgung und Gesundheitssystem gewarnt

Im November 2020 hatte der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, gesagt: „Wir alle wissen, dass das erschreckende Szenario...

DWN
Deutschland
Deutschland „Unsere Solidarität gilt den jüdischen Gemeinden“: Türkisch-Islamische Gemeinde DITIB verurteilt judenfeindliche Proteste in Deutschland

In einer Mitteilung kritisiert die Türkisch-Islamische Gemeinde DITIB die antisemitischen Proteste in Deutschland: „Unsere Solidarität...

DWN
Technologie
Technologie Seehofer warnt alle Bundestagsabgeordneten vor drohenden Hacker-Angriffen auf private Geräte

Ein massiver Hackerangriff Krimineller auf das irische Gesundheitssystem zeigt die Nachteile eines digitalisierten Verwaltungssystems auf....