Computer-Programm reagiert auf Trump-Tweets zu Aktien

Lesezeit: 1 min
31.01.2017 23:09
In den USA wurde das erste Computer-Programm vorgestellt, das die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump analysiert und Aktien betroffener Firmen handelt.
Computer-Programm reagiert auf Trump-Tweets zu Aktien

US-Präsident Donald Trump hat mit seinen emotionalen Tweets bereits die Aktienkurse mehrerer Konzerne in den Keller rauschen lassen. Die US-Technologie- und Marketingfirma T3 hat darauf reagiert und ein Programm namens „Trump & Dump“ (etwa „Trump & Abstoßen“) entwickelt, das die Äußerungen Trumps im Kurzbotschaftendienst Twitter zu börsennotierten Firmen in Sekundenschnelle analysiert und je nach Inhalt Aktien der betroffenen Unternehmen automatisch abstößt oder kauft.

„Alle fragen sich, wie sie mit der Unvorhersehbarkeit von Trumps Tweets umgehen sollten“, sagte T3-Chef Ben Gaddis der Nachrichtenagentur AFP. „Trump & Dump“ soll es Anlegern ermöglichen, vor anderen Spekulanten darauf zu reagieren, wenn Trump mal wieder eine Firma aufs Korn nimmt, weil sie etwa im benachbarten Mexiko produziert.

Die im texanischen Austin ansässige Firma T3 selbst hat durch das Programm nach eigenen Angaben bislang zweimal „große Gewinne“ und einmal einen „kleinen“ Verlust gemacht. Die Gewinne spendete T3 an die Amerikanische Gesellschaft für die Verhinderung von Grausamkeit gegen Tiere (ASPCA). „Wenn Trump jetzt also twittert, retten wir einen Hundewelpen“, heißt es in einem Firmenvideo.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Telefonica: Europas viertgrößter Telekom-Konzern in der Schuldenspirale, die EZB hängt als Gläubiger mit drin

Um seine massiven Schulden zu tilgen, plant Telefonica einen spektakulären Rückzug aus allen Märkten Lateinamerikas. Doch die dringend...

DWN
Deutschland
Deutschland Während Ungelernte kommen: 180.000 Akademiker und Fachkräfte verlassen Deutschland jedes Jahr

Rund 180.000 gut ausgebildete Fachkräfte oder Akademiker verlassen Deutschland jedes Jahr. Anstatt ständig den Zuzug ausländischer...

DWN
Technologie
Technologie Beginnt die Abkopplung der Supermächte? Huawei baut erstmals Handy ohne US-Bauteile

Das neueste Handy des chinesischen Herstellers Huawei kommt ganz ohne in den USA gefertigte Chips aus. Es könnte das erste Anzeichen für...

DWN
Technologie
Technologie Flixbus stellt einzige Strecke mit E-Fernbus ein

Flixbus stellt nach rund einem Jahr den Betrieb mit Elektrobussen ein. Das Elektrobusse nicht wettbewerbsfähig sind, hatte sich zuvor...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Protestwelle im Irak bedroht Öl-Infrastruktur des Landes

Die derzeit laufende Protestwelle im Irak wird sich offenbar gegen die Ölinfrastruktur des Landes richten, in die vor allem China...

DWN
Finanzen
Finanzen Japans Regierung versucht Rezession mit riesigem Kreditprogramm abzuwenden

Seit Monaten schwächt sich die Produktion und der Export des Landes ab. Nun versucht die Regierung mit dutzenden Milliarden gegenzuhalten.

DWN
Politik
Politik Stellvertreterkrieg in Libyen: Türkei schickt Waffen an die Regierung, Russland und Frankreich unterstützen Milizenführer Haftar

Keine zehn Jahre nach dem Krieg Großbritanniens, Frankreichs und der USA gegen Gaddafi bildet sich Libyen als bedeutendster...

DWN
Politik
Politik Neue US-Behörde soll Länder vom Kauf chinesischer Technologie abhalten

Der Handelskrieg wird um eine Facette reicher. Eine neu geschaffene US-Behörde soll, ausgestattet mit einem Milliarden-Budget, Länder...

DWN
Finanzen
Finanzen Flucht in den Dollar: Syriens Währung fällt auf Rekord-Tief

Der Kurs der syrischen Lira ist Anfang der Woche auf ein neues historisches Tief gesunken. Hintergrund ist nicht zuletzt die Krise im...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weißrussland ruft Serbien zu Beitritt in die Eurasische Wirtschaftsunion auf

Serbien hat bereits ein Abkommen mit der euroasiatischen Wirtschaftsunion (EAWU) unterzeichnet - der Konkurrenzorganisation zur EU. Jetzt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Afrikaner gründen größte Freihandelszone seit Entstehung der WTO

Das neu geschaffene Freihandelsabkommen AfCFTA wird mehr als 1,2 Milliarden Menschen umfassen und deutschen Firmen den Einstieg auf dem...

DWN
Politik
Politik Moral predigen, Macht ausüben: Die Herrschaft der internationalen Organisationen

Eine neue Art von Akteuren spielt auf der Bühne der globalen Machtkämpfe mit. Doch ihnen und den etablierten internationalen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lebens- und Rentenversicherungen: Die Luft wird dünn, Finanzaufsicht kündigt Intervention an

Die Situation bei den deutschen Lebens- und Rentenversicherungen spitzt sich weiter zu. Ursächlich dafür ist die seit Jahren betriebene...

DWN
Finanzen
Finanzen Anatomie einer Jahrhundert-Blase, Teil 2: Wie Wirtschaft und Gesellschaft in den 2000er-Jahren in Schieflage gerieten

Mit Beginn der Jahrtausendwende begann für Millionen Menschen in den westlichen Gesellschaften der Kampf gegen den sozialen Abstieg.

celtra_fin_Interscroller