Politik

Türkei: Chefankläger gegen Gülen stirbt bei Auto-Unfall

Lesezeit: 1 min
11.05.2017 16:40
Der türkische Chefankläger gegen die Gülen-Bewegung ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Türkei: Chefankläger gegen Gülen stirbt bei Auto-Unfall

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Chefankläger im Gerichtsverfahren gegen die Gülen-Bewegung in der türkischen Stadt Denizli, Mustafa Alper, und sein Chauffeur sind am Mittwoch bei einem Autounfall ums Leben gekommen, berichtet die Zeitung Hürriyet. Alpers Bodyguard Ramazan Uğur überlebte den Unfall. Das Fahrzeug des Oberstaatsanwalts war auf dem Weg zu einem Termin im Zusammenhang mit den Untersuchungen zur Gülen-Bewegung.

Ein Lkw soll von einer Seitenstraße, ohne an einem Stoppschild zu warten, auf die Straße gefahren sein. Kurz darauf kam es zur Kollision. Der Lkw war mit Schutt und Sand beladen. Der Lkw-Fahrer Uğur T. ergriff zunächst die Flucht vom Unfallort. Er wurde jedoch wenig später von den Behörden festgenommen. Der Gouverneur von Denizli teilte der Presse mit, dass der Lkw-Fahrer keinen Führerschein habe. Sein Führerschein sei eigentlich wegen Alkohol am Steuer bis zum Jahr 2019 gesperrt. Die türkischen Behörden gehen zunächst von einem Unfall aus.

Der türkische Richter Adem Arslan sagte dem Nachrichtenportal OdaTV, dass Alper nach dem Verfassen der Klageschrift gegen die Gülen-Bewegung gesagt haben soll: "Ich denke nicht, dass ich noch lange zu Leben habe."

Die Oppositionszeitung Sözcü titelt: "Attentat oder Unfall? Oberstaatsanwalt Mustafa Alper wurde das letzte Geleit gegeben."

Die türkische Regierung und Staatschef Recep Tayyip Erdogan werfen der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen vor, dass diese den Putsch vom 15. Juli 2016 organisiert und durchgeführt habe. Der in den USA lebende Prediger weist diesen Vorwurf entschieden zurück. Tatsächlich hat Erdogan bisher keinerlei Belege über die Gülen-Verwicklung vorlegen können. Bei dem Putschversuch wurden 249 Bürger von den Putschisten getötet und weitere 1.536 Bürger verletzt wurden.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik 3,8 Billionen Dollar für eine wirkungslose Energiewende?

Der Großbank Goldman Sachs zufolge wurden in den letzten zehn Jahren fast vier Billionen Dollar weltweit in die Energiewende gesteckt -...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China und Indien zahlen 40 Prozent weniger für russisches Öl

China und Indien erhalten russisches Öl noch zu Preisen, von denen man in Europa nur noch träumen kann. Das Nachsehen hat der Westen, vor...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Immobilien: Der globale Markt steuert auf einen Abschwung zu

Der durch die Pandemie ausgelöste Immobilienboom erreichte Ende 2021 seinen Höhepunkt. Ein Jahr später erleben wir den stärksten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiepreise in Europa schießen nach oben, weil der Wind fehlt

Weil weniger Wind weht, steigen die europäischen Strom- und Gaspreise in die Höhe. Ein kalter Winter steht bevor, und Europas...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kanada will wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA reduzieren

Angesichts des massiven Subventionsprogramms der US-Regierung versucht Ottawa, die starke Abhängigkeit vom US-Markt abzubauen. Auch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Aus Kostengründen: Fluggesellschaften drängen auf Flüge mit nur einem Piloten

Ab 2027 sollen Solo-Flüge mit nur noch einem Piloten Realität werden. Doch der Vorschlag sorgt für große Sicherheitsbedenken.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland hat heimlich riesige Öl-Tanker-Flotte aufgebaut

Russland hat still und leise eine "Schattenflotte" von über 100 Öl-Tankern aufgebaut, um die Sanktionen des Westens und den...

DWN
Politik
Politik Europa in den Schlingen von Amerikas China-Politik

Amerikas übergeordnete Strategie orientiert sich an China und dem pazifischen Raum, dort spielt künftig die Musik. Europa verliert in...