Politik

Gemeinsame Schulden: Spanien fordert Euro-Bonds

Lesezeit: 1 min
17.05.2017 02:10
Spanien fordert Euro-Bonds zur Vergemeinschaftung der Euro-Schulden.
Gemeinsame Schulden: Spanien fordert Euro-Bonds

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Spanien hat sich für eine engere Zusammenarbeit in der Euro-Zone ausgesprochen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy warb in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben an die Europäische Kommission unter anderem für ein gemeinsames Budget der Euro-Länder, berichtet Reuters. Sie setzte sich aber auch dafür ein, die Ausgabe gemeinsamer Staatsanleihen zu prüfen. Damit gehen Spaniens Vorschläge über die Vorstellungen Deutschlands und Frankreichs hinaus: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident Emmanuel Macron hatten sich am Montag zwar für umfassende Reformen der Euro-Zone starkgemacht, Deutschland lehnt Euro-Bonds aber ab.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte vor einigen Tagen signalisiert, dass er sich die Euro-Zone auch als Transferunion vorstellen könne.

Spanien schlägt vor, dass ein "gewisser Grad der Vergemeinschaftung von Schulden" zugelassen werden sollte. Rajoy hatte sich schon 2012 für Euro-Bonds ausgesprochen, während sein rezessionsgeplagtes Land in Brüssel um Hilfen für seine Banken bitten musste. Seitdem hat sich die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone aber erholt und gehört zu den Wachstumsmotoren der Gemeinschaft. Die Regierung in Madrid hat in der Vergangenheit auch für eine gemeinsame Einlagensicherung geworben. Gegen eine solche Einrichtung sprach sich am Dienstag die CSU aus, als sie nach dem Treffen Merkels mit Macron vor überstürzten Beschlüssen zur Reform der Euro-Zone warnte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Deutschland
Deutschland Prognose: Immobilienpreise steigen nach Corona noch schneller

Konnte die Corona-Krise dem Immobilienmarkt in Deutschland schon nichts anhaben, so rechnen Experten nun mit Nachholeffekten und weiter...

DWN
Politik
Politik Weltweit erste gezielte Aktion: Facebook löscht „Querdenker“-Kanäle als „schädliches Netzwerk“

Facebook hat ein neues Verfahren entwickelt, um weltweit „schädliche Netzwerke“ von seiner Plattform zu verbannen. Den ersten Fall hat...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstand: „Bildung muss für neue Bundesregierung Chefsache werden“

Zur OECD-Bildungsstudie, die am 16. September 2021 präsentiert wurde, erklärt der Chefvolkswirt des Bundesverbands Mittelständische...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobiliengigant in Schwierigkeiten: Sorge vor einem Crash in China

Der Immobiliengigant Evergrande steht unter großem Finanzdruck. Der Konzern spricht selber von „beispiellosen Schwierigkeiten“. Wie...

DWN
Politik
Politik USA schmieden mit Großbritannien und Australien Militär-Pakt gegen China

Die US-Regierung schmiedet einen gegen China gerichteten Militär-Pakt mit Großbritannien und Australien. Es ist der nächste Schritt in...

DWN
Technologie
Technologie 5G, Nanobots und Transhumanismus: Neue Technologien zur Kontrolle der Menschheit

Wie die 5G-Technologie Kriege, Industrie und schließlich den Menschen selbst revolutionieren könnte: Darüber sprach DWN-Autor Moritz...

DWN
Politik
Politik Anklage im VW-Diesel-Prozess: Winterkorn wusste von Manipulationen

Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn hat nach Überzeugung der Ankläger im Diesel-Betrugsprozess schon längere Zeit vor dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Börse braucht wieder mehr Schwung - Arbeitsmarktdaten aus den USA wichtig

Die Märkte zeigen nur sehr Engagement. Nachmittags werden wieder Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht.