Politik

Vereinigte Arabische Emirate müssen erstmals Öl aus den USA importieren

Lesezeit: 1 min
27.07.2017 00:42
Die Vereinigten Arabischen Emirate müssen erstmals Öl aus den USA importieren.
Vereinigte Arabische Emirate müssen erstmals Öl aus den USA importieren

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen Insidern zufolge wegen des Katar-Konflikts erstmals Öl aus den USA importieren. Das genaue Volumen sei unklar, aber die Abu Dhabi National Oil Company habe einen Tanker mit einer Ladekapazität von bis zu zwei Millionen Barrel zur Lieferung im September geordert, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. Dabei geht es um Schieferöl aus Texas, das mit der umstrittenen Fracking-Technik gefördert wird. Das Leichtöl soll ein Kondensat ersetzen, dass der Opec-Staat bislang aus dem benachbarten Katar bezogen hat und vor allem zur Rohbenzin-Produktion verarbeitet wird.

Wegen des Vorwurfs, Terroristen zu finanzieren und mit dem regionalen Erzrivalen Iran gemeinsame Sache zu machen, haben die Emirate zusammen mit Saudi-Arabien, Ägypten und Bahrain ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar gekappt. Die USA haben dank des Fracking-Booms ihr Öl-Angebot kräftig ausgeweitet. Dies trug dazu bei, dass der Ölpreis seit Mitte 2014 eingebrochen ist und die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) schwer unter Druck geriet. Die Fördertechnik ist aber aus Umweltschutzgründen umstritten und kostspielig.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat: „Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden.“
19.05.2024

Wasser sollte nicht getrennt von anderen Faktoren wie Energie und Klima betrachtet werden, sagt Jörg Barandat, langjähriger Berater...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Im Sog der Krise: Chinas Immobilienbranche unter Druck
19.05.2024

Seit einigen Jahren belastet die Immobilienkrise China und beeinträchtigt das wirtschaftliche Wachstum. Die Geduld vieler Gläubiger...

DWN
Politik
Politik Unfall des Präsidenten-Hubschraubers im Iran - Lebt der Regierungschef noch?
19.05.2024

Das Schicksal des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und Außenministers Hossein Amir-Abdollahian ist unklar, nachdem ihr Hubschrauber...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission unterstützt Lausitz: Auf dem Weg zum "Netto-Null-Valley"
19.05.2024

Wie kann man ohne die Freisetzung von Treibhausgasen produzieren? Das Kohlerevier in der Lausitz strebt danach, als Modellregion in Europa...

DWN
Politik
Politik 75 Jahre Europarat: Ein Jubiläum in turbulenten Zeiten
19.05.2024

Der einst stolze Europarat feiert sein 75-jähriges Bestehen, doch das Jubiläum findet inmitten von Krisen und Unsicherheit statt,...

DWN
Finanzen
Finanzen P2P-Kredite als alternative Geldanlage: Chancen und Risiken
19.05.2024

P2P-Kredite sind eine aufstrebende Anlageklasse, die Privatpersonen ermöglicht, direkt in den Kreditbedarf anderer Privatpersonen zu...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vom Erfolg zur Krise: Wie Adidas seine Dominanz im Sportmarkt verlor
19.05.2024

Adidas, einst ein Riese im Sportmarkt, kämpft nach katastrophalen Kooperationen und einem Börsenabsturz gegen den Aufstieg von Nike. Mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditanstalt für Wiederaufbau in der Kritik, nutzt Potenzial unzureichend
19.05.2024

Eine neue Studie der Stiftung Klimaneutralität zieht eine kritische Bilanz zur Rolle der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Demnach...