Politik

Putin kündigt erneute Kandidatur bei Präsidenten-Wahl an

Lesezeit: 1 min
06.12.2017 15:50
Der russische Präsident wird für eine vierte Amtszeit kandidieren.
Putin kündigt erneute Kandidatur bei Präsidenten-Wahl an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Russland  
Putin  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Russlands Staatschef Wladimir Putin will bei der Präsidentschaftswahl im März 2018 erneut antreten. Das teilt die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS mit. Seine Kandidatur für weitere sechs Jahre als Präsident kündigte Putin am Mittwoch bei einem Besuch in einer Fabrik in Nischni Nowgorod umgeben von Arbeitern an. Putinwar bereits zwischen 2000 und 2008 russischer Staatschef, nach einem Intermezzo als Regierungschef kehrte er 2012 in den Kreml zurück.

Laut einer aktuellen Umfrage würde Putin die Wahl gewinnen: Wenn die russischen Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag abgehalten würden, kämen seine Konkurrenten auf nur etwa 25 Prozent der Stimmen, schreibt RBC unter Berufung auf die Ergebnisse einer kürzlich von der Romir-Forschungsholding durchgeführten Umfrage. Der extreme Nationalist und Chef der Liberaldemokratischen Partei (LDPR,) Wladimir Schirinowski, würde mit 8 Prozent der Stimmen Zweiter werden, gefolgt von Gennady Zyuganow, dem Führer der kommunistischen Partei, der 7 Prozent gewinnen könnte.

Alexey Navalny könnte den dritten Platz unter den Herausforderern mit 3 Prozent erreichen, während die zuletzt im Medien-Rampenlicht stehende TV-Moderatorin Ksenia Sobtschak, gemeinsam mit Yabloko-Gründer Grigorij Yavlinsky und dem Führer der Partei Gerechtes Russland, Sergey Mironov, den vierten Platz mit 2 Prozent erreichen würde.

Sobtschak führt laut TASS die Liste der am wenigsten populären potenziellen Kandidaten Russlands an. 64 Prozent der Befragten sagten, dass sie niemals für sie stimmen würden. Nawalny (33 Prozent) und Schirinowski (23 Prozent) belegten die Plätze zwei und drei.

Die Wähler, die nicht für Putin stimmen wollen, beklagen, dass es seit den Parlamentswahlen 2016 keine radikalen Veränderungen im Land gegeben habe, so der Leiter der St. Petersburger Politikstiftung, Michail Winogradow, zu RBC. Er sagte, dass das Ergebnis für die Kandidaten der Opposition vollständig von der Qualität ihrer Kampagne abhängen würde: "Ihre potenziellen Wähler sind der alten Gesichter überdrüssig, andererseits misstrauen sie neuen Kandidaten."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Merkel fordert muslimische Verbände auf, Antisemitismus zu verurteilen – doch sie blendet ihre Flüchtlings-Politik aus

Kanzlerin Angela Merkel hat die muslimischen Verbände aufgefordert, sich klar gegen den Antisemitismus zu stellen. Doch das haben sie...

DWN
Deutschland
Deutschland Autofahrer: Klimavorgaben werden verschärft, Spritpreise werden drastisch steigen

Union und SPD wollen die Klimavorgabe für Treibstoffe noch einmal über die bisherigen Regierungspläne hinaus verschärfen. Eine ganz...

DWN
Politik
Politik Lawrow: Während der Pandemie verstärkt Deutschland die Eindämmung Russlands

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, dass Deutschland die Eindämmung Russlands verstärkt habe. „Grundlose und zunehmend absurde...

DWN
Finanzen
Finanzen Arbeitgeber wütend: Neuer Rat will Umbau des Arbeitsmarkts

Ende von Minijobs, Recht auf Homeoffice: Ein von Arbeitsminister Hubertus Heil eingesetzter Expertenrat hat erste Ergebnisse präsentiert....

DWN
Deutschland
Deutschland Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland sinkt weiter deutlich

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat den negativen Trend der vergangenen Quartale in den ersten drei Monaten des Jahres...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Joe Biden will Chinas Staatskapitalismus nachahmen – Europa zieht mit

Chinas Staatskapitalismus findet offenbar Nachahmer. Auch in Amerika will die Politik nicht mehr nur Schiedsrichter sein, sondern ebenso...

DWN
Politik
Politik „Hochrangiges“ Gespräch mit Luisa Neubauer: Kanzlerin Merkel fürchtet mögliche „Klimaleugner-Mehrheit“

In einem außerordentlich „hochrangigen“ Gespräch mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat Kanzlerin Merkel gesagt, dass die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Lithium-Markt steht vor einer Angebotsknappheit

Wegen der steigenden Nachfrage steht der weltweite Lithium-Markt vor einer Angebotsknappheit. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende...