Politik

Venizelos vor dem Scheitern: Linkspartei springt ab

Lesezeit: 1 min
11.05.2012 14:46
Nach einem kleinen Hoffnungsschimmer am Donnerstag stehen in Griechenland nun wieder alle Zeichen auf Neuwahlen. Die Demokratische Linke hat nun doch eine Regierung ohne Syriza ausgeschlossen. Und Syriza will keine Pro-Bailout-Regierung.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Es ist ein Warten und Bangen, ob es den griechischen Politikern nun im dritten Anlauf doch noch gelingen sollte, eine Regierungskoalition zu bilden. Am Donnerstag traf sich Evangelos Venizelos mit dem Chef der Demokratischen Linken Fotis Kouvelis und sprach von einem „guten Omen“ für eine Pro-Bailout-Regierung (mehr hier). Die Demokratische Linke hatte sich am Donnerstag von den harten Forderungen der Syriza-Partei abgewendet. Doch nun macht Fotis Kouvelis scheinbar einen Rückzieher.

Ohne Alexis Tsipras Partei „kann keine Regierung geformt werden, die in Übereinkunft mit dem Volkswillen steht und so die Stimmenstärke jeder politischen Partei repräsentieren muss“, sagte Fotis Kouvelis in einer Ansprache an seine Abgeordneten am Freitag. „Wir haben unsere Position deutlich gemacht. An einer Regierung nur mit der Nea Demokratia und der Pasok werden wir nicht teilnehmen“. Fotis Kouvelis und seine Partei haben ihre Meinung scheinbar innerhalb eines halben Tages wieder geändert. Damit wäre auch Evangelos Venizelos Versuch der Regierungsbildung gescheitert.

Fotis Kouvelis will demnach eine breitere Koalition, die mehr Parteien beinhalten soll. So wird wohl ein Treffen aller Parteien mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias erst zu einer eindeutigen Entscheidung führen. In diesem Gespräch könnte versucht werden, mit allen Parteien eine Lösung zu finden. Dies dürfte aber angesichts der Ereignisse dieser Woche und den so unterschiedlichen Interessen nur schwerlich von Erfolg gekrönt sein. Neuwahlen werden demnach immer wahrscheinlicher und die Popularität Alexis Tsipras nimmt indes immer weiter zu. Dies könnte nach Neuwahlen zu weiteren Problemen oder tatsächlich zu einem Konfrontationskurs mit der EU führen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Weniger Administration, mehr Fokus: Mit digitaler bAV-Verwaltung den nächsten Schritt gehen

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik BUNDESTAGSWAHL-TICKER: Ganz knappes Rennen zwischen CDU und SPD

Lesen Sie im Folgenden unseren Bundestagswahl-Ticker, den wir laufend für sie aktualisieren werden.

DWN Express
Grüne und FDP fast sicher an der Regierung - SPD oder CDU müssen in die Opposition

Keiner weist darauf hin, nur die DWN: Grüne und FDP werden so gut wie sicher Mitglieder der nächsten Bundesregierung sein.

DWN
Politik
Politik BUNDESTAGSWAHL: Ganz knappes Ergebnis - CDU derzeit vor SPD

Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Bundestagswahl: CDU/CSU und SPD fast gleichauf.

DWN
Finanzen
Finanzen Ökonomen: Anleger können mit Ausgang der Bundestagswahl zufrieden sein

Für Anleger im Speziellen und die Wirtschaft im Allgemeinen bedeutet der Ausgang der Wahl tendenziell eine gute Nachricht, so führende...

DWN
Politik
Politik Gewählt um zu bleiben: Keine Partei, die heute im Bundestag sitzt, wird ihn je wieder verlassen

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph zeigt auf, warum sich keine der im Bundestag vertretenen Parteien Sorgen um ihren Verbleib machen muss -...

DWN
Politik
Politik Der Drosten Schwedens: Wir haben bei Corona Recht behalten

Kommende Woche fallen in Schweden fast alle noch verbleibenden Corona-Beschränkungen, die weitaus geringer waren als in...

DWN
Deutschland
Deutschland Pan-europäische Partei „Volt Europa“ will in den Bundestag einziehen

Vielen Wählern ist unbekannt, dass auch eine pan-europäische Partei namens „Volt Europa“ zur Bundestagswahl antritt. Die Partei ist...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland bereitet sich auf die Post-Öl-Ära vor

Russlands Premier Mikhail Mischustin gab bekannt, dass sich sein Land so schnell wie möglich auf die Ära "nach dem Öl“ vorbereiten...