Lesezeit: 2 min
06.02.2018 22:50
Die US-Börsen haben die Kurseinbrüche vom Montag überraschend schnell wettgemacht.
US-Aktien mit erstaunlichem Comeback

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Einen Tag nach dem Kursbeben haben die US-Börsen am Dienstag kräftig zugelegt. Bis die drei wichtigsten Indizes mit jeweils rund zwei Prozent im Plus aus dem Handel gingen, legten sie aber eine regelrechte Berg- und Talfahrt hin. Schließlich steckte vielen Wall-Street-Anlegern noch der Schrecken über den fast fünfprozentigen Absturz am Montag in den Knochen. Ein kräftiger Stellenzuwachs im Januar hatte Spekulationen genährt, dass die Zinsen in den USA dieses Jahr stärker steigen könnten als bislang signalisiert. Doch US-Währungshüter James Bullard warnte die nervösen Anleger am Dienstag vor voreiligen Schlüssen.

Nach einer schwachen Eröffnung schaffte der Dow Jones-Index der Standardwerte schon einmal mehr als ein Prozent Plus, bevor die Gewinne zeitweise fast wieder ganz zusammenschmolzen. Im Verlauf pendelte das Börsenbarometer zwischen einem Hoch von 24.946 und einem Tief von 24.345 Punkten. Schließlich verabschiedete es sich 2,3 Prozent fester auf 24.912 Punkten. Das ist der größte prozentuale Gewinn an einem Handelstag seit gut einem Jahr. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 2694 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 2,1 Prozent auf 7114 Stellen vor.

In Frankfurt ging der Dax bei ungewöhnlich hohem Umsatz 2,3 Prozent schwächer auf einem Fünf-Monats-Tief von 12.392 Zählern aus dem Handel. Der EuroStoxx50 fiel 2,4 Prozent auf 3394 Zähler. In Europa bereiteten Spekulationen auf ein Ende der Versorgung mit billigem Notenbankgeld noch vielen Aktienanlegern Kopfzerbrechen. Erst später am Abend erklärte Fed-Mitglied Bullard, gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt müssten sich nicht direkt in einer höheren Inflation niederschlagen.

Der Chef der Börsenaufsicht SEC, Jay Clayton, räumte ein, er kenne dem Grund für den Absturz am Montag nicht. Alles deute aber darauf hin, dass die Finanzmärkte normal funktionierten. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, die Schwankungen seien nicht groß genug, um den Markt in seinen Fundamenten zu erschüttern. Mit einer Korrektur hatten viele Experten zwar schon länger gerechnet. Allerdings waren Anleger zuletzt von den geringen Schwankungen an den Aktienmärkten verwöhnt gewesen.

Bei den Einzelwerten stachen am Dienstag GM hervor. Die Titel stiegen um 5,8 Prozent auf 41,86 Dollar. Die Quartalszahlen des Autobauers waren ohne Berücksichtigung der Steuerreform besser als erwartet ausgefallen.

Auch Apple war gefragt: Die Papiere verteuerten sich um 4,1 Prozent auf 163 Dollar. In den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie bis Montagabend fast sieben Prozent eingebüßt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 2144 Werte legten zu, 854 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,1 Milliarden Aktien 1942 Titel im Plus, 1052 im Minus und 168 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 95-10/32 nach. Sie rentierten mit 2,8016 Prozent. Die 30-jährigen Bonds blieben bei 93-27/32 praktisch unverändert und hatten eine Rendite von 3,0659 Prozent.

DWN
Finanzen
Finanzen Legale Tricks: Steuern sparen bei Fonds und ETFs - so geht's!
20.05.2024

Steuern fressen einen großen Teil der Börsengewinne auf. DWN zeigt Ihnen 11 legale Wege, wie Sie Steuern bei Fonds und ETFs sparen und...

DWN
Panorama
Panorama In wenigen Klicks: Verbraucher finden optimale Fernwärme-Tarife auf neuer Plattform
20.05.2024

Eine neue Online-Plattform ermöglicht es Verbrauchern, die Preise für Fernwärme zu vergleichen, was eine bedeutende Rolle in der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IEA schlägt Alarm: Rohstoffmangel gefährdet Klimaschutzziele
20.05.2024

Die Internationale Energie-Agentur warnt vor einem drohenden Mangel an kritischen Mineralien für die Energiewende. Mehr Investitionen in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fußball-EM 2024: Bierbranche hofft auf Rückenwind
20.05.2024

Weil die Deutschen immer weniger Bier trinken, schrumpft der hiesige Biermarkt und die Brauereien leiden. Eine Trendwende erhofft sich die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Irreführende Praktiken“: Shein muss deutsche Website anpassen
20.05.2024

Nach einer Abmahnung durch deutsche Verbraucherschützer hat Shein eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Laut vzbv-Chefin Pop machen...

DWN
Technologie
Technologie BYD baut erstes Werk in der EU: Eine Gefahr für Deutschlands Autobauer?
20.05.2024

Bereits seit Dezember 2023 steht fest, dass BYD, Chinas wichtigste und staatlich geförderte Marke für Elektroautos, ein Werk in Szeged in...

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat (zweiter Teil): Die Welt ist im Wasserkampf
20.05.2024

Jörg Barandat war unter anderem militärischer Berater im Auswärtigen Amt sowie Dozent für Sicherheitspolitik an der Führungsakademie...

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat: „Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden.“
19.05.2024

Wasser sollte nicht getrennt von anderen Faktoren wie Energie und Klima betrachtet werden, sagt Jörg Barandat, langjähriger Berater...