Gemischtes

Größter Öl-Konzern Kanadas steigt auf selbstfahrende Trucks um

Lesezeit: 1 min
07.02.2018 17:20
Der größte Erdölkonzern Kanadas wird seine Flotte in den kommenden Jahren komplett auf selbstfahrende Maschinen umrüsten.
Größter Öl-Konzern Kanadas steigt auf selbstfahrende Trucks um

Mehr zum Thema:  
Kanada >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Kanada  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Suncor Energy, das größte erdölunternehmen Kanadas, hat angekündigt, in den kommenden Jahren mehr als 150 fahrerlose LKWs in Dienst zu stellen.

Innerhalb der kommenden sechs Jahre sollen rund 400 Arbeitsplätze bei der Bedienung von schweren Maschinen abgebaut werden, um eine neue Flotte selbstfahrender Trucks einzusetzen. Der Personalabbau soll nicht vor dem Jahr 2019 beginnen. In einem Interview erklärte Chief Operating Officer (COO) Mark Little: „Durch diese Maßnahme werden etwa 500 Jobs verschwinden und etwa 100 neue geschaffen. Somit beläuft sich der Netto-Arbeitsplatzabbau auf ungefähr 400 Stellen.“ Suncor ist die erste Gesellschaft im Bereich des Ölsand-Abbaus, der die neue Technik einsetzt.

Reuters zufolge verwendet Suncor derzeit neun selbstfahrende Lastkraftwagen, die Baumaterial auf einer Produktionsstätte in Alberta bewegen. Das macht das Unternehmen zu einer der ersten Gesellschaften in Kanada überhaupt, die selbstfahrende Trucks einsetzen. Wie CBC berichtet, hat Suncor bereits seit vier Jahren Komatsu-LKWs mit einer Kapazität von 400 Tonnen getestet und neun von diesen Fahrzeugen in Dienst gestellt.

Laut CBC News wird jede Arbeitsstätte mit einem eigenen Kontrollcenter ausgestattet, das selbstfahrenden Komatsu-Trucks dirigiert. Diese sind mit einem besonderen Programm versehen, das eine optimale Performance abgestimmt auf die speziellen Bedingungen einer jeden Betriebsstätte gewährleistet. Die selbstfahrenden LKW können 24 Stunden am Tag eingesetzt werden, sie stoppen nur zum Tanken und ihre Reifen halten 40 Prozent länger, da plötzliche Beschleunigung und abruptes Bremsen aufgrund eines menschlichen Fehlers vermieden werden. Auf Grundlage dieser statistischen Werte glaubt COO Little, dass die fünf Millionen teuren selbstfahrenden Trucks nicht nur dabei helfen werden, die operativen Kosten zu reduzieren sondern auch die Sicherheit auf den Produktionsstätten zu verbessern.

„Man hört oft, wie produktiv diese selbstfahrenden Trucks sind“, meint Steve Kelly, derzeit LKW-Fahrer bei Suncor, gegenüber CBC Radio: „Aber, wenn sie uns die gleichen Bedingungen geben (...= unter denen die autonomen Einheiten arbeiten, bin ich sicher, dass wir auch produktiver arbeiten können.“ Der Plan von Suncor wurde von der lokalen Gewerkschaft Unifor bereits wegen des Arbeitsplatzabbaus kritisiert.

Komatsu hatte in dieser Woche das 10-jährige Jubiläum seines ersten selbstfahrenden LKWs gefeiert, der auf der Codelco Kupfer-Mine in Chile eingesetzt wird. Inzwischen sind mehr als 100 Trucks in vier Eisenminen von Rio Tinto in Australien, der Mine in Chile und bei Suncor im Einsatz.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Kanada >

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Rezession wie Zweiter Weltkrieg – der Tod des Gastgewerbes ist beschlossene Sache

Die aktuelle Corona-Rezession weist große Ähnlichkeiten mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf. Aus einem...

DWN
Deutschland
Deutschland 900 Millionen Euro mehr: Stromkosten in Deutschland explodieren

Die Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel für ihren Strom bezahlt wie noch nie.

DWN
Politik
Politik Steinmeier erwägt staatliche Regulierung der sozialen Medien im Namen der Freiheit und der Demokratie

Bundespräsident Steinmeier meint: „Die Demokratien der Welt müssen ihre Verfasstheit auch im Digitalen sichern, gegen Feinde von innen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Softwareriese Microstrategy nutzt Kursknick für weitere starke Bitcoin-Käufe

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen Microstrategy hat im großen Stil Bitcoin zugekauft. Das Investieren von Bitcoin ist zum zentralen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lieferketten-Chaos und hohe Transportkosten fachen Inflation in Europa an

Produzenten geben die teils deutlich gestiegenen Kosten an die Kunden weiter, die Inflation in Europa erreicht die Geschäfte und...

DWN
Politik
Politik Zwischen Europa und Russland tobt ein harter Kulturkampf

Der geopolitische Wettbewerb zwischen Europa und Russland nimmt Konturen eines Kulturkampfs an, bei dem es um Religion, Familienwerte und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbank der Zentralbanken warnt vor Blasen im Finanzsystem

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich wählt ihre Worte mit Bedacht. Im Klartext warnt sie vor dem Platzen riesiger...

DWN
Politik
Politik Schock-Bericht: Bundesregierung will Lockdown bis Ende März verlängern

Aus einem Bericht geht hervor: „Aus Regierungskreisen heißt es, dass der Lockdown voraussichtlich bis Ende März im Grundsatz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Erschreckend hohe Kosten erdrücken Deutsche Metall- und Elektroindustrie

Dass die deutsche Metall- und Elektroindustrie im internationalen Vergleich relativ hohe Kosten hat, dürfte wohl kaum jemanden...

DWN
Deutschland
Deutschland Verrückte Entwicklung: Immobilien-Preise auf Sylt steigen wegen Corona

Der rasante Anstieg der Immobilienpreise auf Sylt wird durch die Corona-Pandemie verstärkt.

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...

DWN
Politik
Politik Südostasiens Drahtseilakt zwischen den Giganten: Wo führt China, wo die USA? - Teil 2

Wie tief und verlässlich die bilateralen Beziehungen der Vereinigten Staaten und Chinas zu ihren Partnern in Südostasien sind, lässt...