Finanzen

Kryptobörse Coinbase muss Kundendaten an US-Steuerbehörde übergeben

Lesezeit: 1 min
26.02.2018 17:13
Die Kryptobörse Coinbase muss die Daten tausender Kunden an die US-Steuerbehörde IRS übergeben.
Kryptobörse Coinbase muss Kundendaten an US-Steuerbehörde übergeben

Mehr zum Thema:  
Krypto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Krypto  

In den kommenden Wochen wird die Kryptobörse Coinbase die Steuernummern, Namen, Geburtsdaten, Adressen sowie die Transaktionsverläufe von tausenden Kunden der Jahre 2013 bis 2015 an die US-amerikanische Steuerbehörde IRS übergeben. Die in San Francisco ansässige Bitcoinbörse muss einem entsprechenden Gerichtsbeschluss Folge leisten.

„Nach einem langen Prozess hat das Gericht einen Beschluss erlassen, der einen erheblichen Teilerfolg für Coinbase und seine Kunde darstellt“, schreibt die Bitcoinbörse an ihre Kunden. „Der Beschluss fordert, dass Coinbase nur begrenzte Kategorien von Informationen über die Konten von rund 13.000 Kunden bereitstellt.“

Bitcoin-Größe Andreas Antonopoulos twitterte am Freitag. „Wurde heute von Coinbase darüber informiert, dass mein Account eines der 13.000 ist, die sie per Gerichtsbeschluss an den IRS übergeben müssen.“ Er sei darüber aber nicht überrascht und habe zudem die fälligen Steuern gezahlt.

Bereits im Juli 2017 hatte die US-Steuerbehörde von Coinbase die Herausgabe umfangreicher Daten von rund 500.000 Kunden gefordert. Die Bitcoinbörse klagte gegen diese Forderung. Damit wollte Coinbase nicht nur die eigenen Kunden gegen staatliche Überwachung schützen, sondern die gesamte Kryptobranche.

Im Rahmen des Streits zwischen Coinbase und den US-Behörden wurde deutlich, dass sich die allermeisten Bitcoin-Käufer in keiner Weise mit dem Steuerproblem befasst haben. In den Anfangsjahren von Bitcoin zeigte der IRS auch wenig Interesse an Bitcoin und brauchte Zeit, um eine Steuerregelung festzulegen.

In den USA werden Kryptowährungen steuerlich nicht als Währung angesehen, sondern als Vermögen betrachtet. Doch die vom IRS veröffentlichten Regeln zur Besteuerung von Kryptowährungen sind für den Laien kaum verständlich. Daher empfiehlt Coinbase seinen Kunden, bei Fragen umgehend einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Die meisten deutschen Bitcoin-Käufer haben keine derartigen Probleme mit der Steuer. Denn hierzulande sind Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen (wie bei Gold) zu 100 Prozent steuerfrei, wenn zwischen dem Kauf und dem Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Nur wer kurzfristig handelt, muss Einkommensteuer auf den Gewinn zahlen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Krypto >

DWN
Panorama
Panorama US-Präsident Joe Biden im Gesundheitscheck: Verschleiß, Atemmaske und steifer Gang
29.02.2024

Mit 81 Jahren ist Joe Biden der älteste aktive US-Präsident aller Zeiten. Ist er fit genug für einen der härtesten Jobs der Welt? Sein...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Konjunktur bleibt schwach: Arbeitslosigkeit steigt im Februar leicht
29.02.2024

Im Februar waren in Deutschland mehr Menschen arbeitslos. Der Grund für den leichten Anstieg der Arbeitslosen ist die schwache Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lieferkettengesetz scheitert vorerst im EU-Rat - Wirtschaft erleichtert
29.02.2024

Das EU-Lieferkettengesetz scheitert vorerst erneut im EU-Rat. Der deutsche Mittelstand kann sich darüber freuen. Zuletzt hatte es an dem...

DWN
Politik
Politik Nimmt Putin auch noch Moldau ins Visier? Separatisten in Transnistrien bitten Russland um Schutz
28.02.2024

Lange schon befürchtet EU-Beitrittskandidat Moldau eine russische Aggression im Separatistengebiet Transnistrien, das an die Ukraine...

DWN
Politik
Politik Expertengutachten: Bürokratie und KI-Angst hindern Deutschland bei Forschung & Entwicklung
28.02.2024

Wie ist es um den Standort Deutschland in Sachen Wissenschaft und Technologie bestellt? Jährlich gibt es dazu ein Gutachten, das diesmal...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien-Trading: So funktionieren Long- und Short-Wetten
28.02.2024

Beim Aktienhandel können Anlegern einzigartige sowohl von steigenden als auch fallenden Kursbewegungen profitieren. Der folgende Artikel...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstands-Krise: Innovationskraft lässt zu wünschen übrig
28.02.2024

Die Innovations-Anstrengungen der KMUs stagnieren seit geraumer Zeit und bremsen damit mittelfristig die Wirtschaft. Vor allem der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiepreisentwicklung in Deutschland: So viel muss ein Durchschnittshaushalt mehr bezahlen als vor drei Jahren
28.02.2024

Strom, Heizen, Tanken - die Preise liegen nach einer Expertenanalyse deutlich höher als vor drei Jahren. Für Verbraucher wie Unternehmen...