Politik

Geiselnahme in Südfrankreich blutig beendet

Lesezeit: 1 min
23.03.2018 12:57
Bei einer Geiselnahme in Frankreich hat es mindestens zwei Tote gegeben.
Geiselnahme in Südfrankreich blutig beendet

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ein Geiselnehmer ist in Südfrankreich nach Angaben der Ermittler tot: Eine Spezialeinheit der Gendarmerie habe den Mann beim Sturm auf den Supermarkt in dem Ort Trèbes unschädlich gemacht, hieß es am Freitag. Er hatte zuvor insgesamt drei Menschen getötet und mehrere weitere Opfer verletzt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte nach dem EU-Gipfel in Brüssel: "Alles weist auf einen Terroranschlag hin." Macron sagte weiter, er werde nach Paris zurückreisen und von dort aus alle notwendigen Maßnahmen treffen.

Ein anonymer Augenzeuge behauptete laut AFP, der Täter habe "Allahu Akbar" gerufen haben, als er den Supermarkt der Kette "Super U" gegen 11.15 Uhr am Freitagvormittag überfiel. Er sei mit Messern, einer Schusswaffe und Handgranaten bewaffnet gewesen. Bisher wurde kein Ausweis des Täters am Tatort gefunden.

Aus Ermittlerkreisen hieß es, den meisten Kunden und Angestellten des Geschäfts "Super U" sei die Flucht gelungen. Ein Mitglied der Gendarmerie stehe im Kontakt mit dem Geiselnehmer. Ein Polizeioffizier schloss nicht aus, dass es sich um zwei Geiselnehmer handeln könnte.

Spezialeinheiten der Polizei waren in dem 5000-Einwohner-Ort Trèbes im Einsatz, mehrere Hubschrauber überflogen den Tatort. Innenminister Gérard Collomb machte sich auf den Weg nach Südfrankreich.

Nach Angaben aus Justizkreisen wurde kurz vor der Geiselnahme im rund zehn Kilometer entfernten Carcassonne zudem ein Polizist durch Schüsse verletzt. Er schwebt nach Angaben des Premierministers aber nicht in Lebensgefahr. Womöglich handelt es sich um denselben Täter: Das Auto des Mannes, der auf den Polizisten schoss, wurde nach Polizeiangaben später vor dem Supermarkt gefunden.

Frankreich war in den vergangenen Jahren immer wieder zum Ziel von Anschlägen geworden. Bei der letzten Attacke in Marseille waren am 1. Oktober zwei Menschen getötet worden. Alleine 130 Menschen wurden bei der Anschlagsserie im November 2015 in Paris getötet. Die Behörden haben die Anschläge als "islamistisch" eingestuft. Eine lückenlose Aufklärung über die Hintermänner ist in der Regel nicht erfolgt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Technologie
Technologie Ein nationaler Stromausfall rückt immer näher: Deutschland schaufelt sich mit seiner radikalen Energie-Politik sein eigenes Grab

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert eine brisante Analyse der fehlenden Energiesicherheit unseres Landes.

DWN
Politik
Politik 5.000 Teilnehmer für heutige Corona-Demo in Berlin angemeldet

Für die heutige Corona-Demo in Berlin wurden nach Angaben der Polizei 5.000 Personen angemeldet. Die Demo läuft unter dem Motto „Es...

DWN
Politik
Politik Keine Masken, keine Polizei, keine Lockdowns: Wie DWN-Autor Christian Kreiß die Pandemie in Costa Rica erlebte

Um den Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland zu entfliehen, verbrachte Christian Kreiß drei Monate in Costa Rica. Der DWN-Autor liefert...

DWN
Politik
Politik Bundesjustizministerin Lambrecht fordert härteres Durchgreifen der Polizei bei Corona-Demos

Im Zusammenhang mit den Corona-Demos sagte die sozialdemokratische Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, dass die Polizei härter...

DWN
Finanzen
Finanzen Wegen Corona: Wirtschaftsexperten raten zu späterer Rente

Das Rententhema wird eines der wichtigsten im kommenden Bundestagswahlkampf. Führende Wirtschaftsinstitute raten jetzt zu einem höheren...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...

DWN
Politik
Politik China ist der größte Profiteur der Corona-Krise

Vor einem Jahr erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise einen schweren Einbruch. Nun legt sie den größten...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Bundesgesetz macht Klagen gegen Ausgangssperre vor Verwaltungs-Gerichten unmöglich

Das geplante Corona-Bundesgesetz hebelt die Verwaltungsgerichte aus. Es wird rechtlich nicht möglich sein, dass Bürger vor die...