Politik

Russland schließt wichtiges US-Konsulat in St. Petersburg

Lesezeit: 1 min
29.03.2018 21:26
Russland reagiert auf die Ausweisung von Diplomaten aus dem Westen.
Russland schließt wichtiges US-Konsulat in St. Petersburg

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Außenminister Sergej Lawrow hat als Reaktion auf die US-Schließung des russischen Konsulats in Seattle und die Ausweisung von Diplomaten die Ausweisung westlicher Diplomaten und die Schließung des US-Konsulates in St. Petersburg an. Zudem werde der amerikanische Gesandte einbestellt.

Westliche Staaten haben im Zuge der angeblichen, bis heute unaufgeklärten Vergiftung eines britisch-russischen Doppelagenten in Salisbury etwa 130 Russen ausgewiesen. .

Nun kündigte Russland an, dass 60 US-Diplomaten das Land bis Donnerstag kommender Woche verlassen haben müssen. Darunter sind 58 Diplomaten in Moskau und zwei Konsulatsmitarbeiter in Jekaterinburg.

Die Mitarbeiter wurden zu personae non gratae erklärt, sie müssten das Land bis zum 5. April verlassen, teilte das russische Außenministerium am Donnerstag mit.

"Am 29. März wurde der amerikanische Botschafter in Russland Jon Huntsman ins Außenministerium Russlands einbestellt. Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow überreichte ihm eine Protestnote über die empörenden und unbegründeten Forderungen der US-Behörden, dass 60 russische Diplomaten die USA verlassen Das russische Generalkonsulat in Seattle wird geschlossen und auch in Verbindung mit der Absicht der US-Behörden, ihre Räumlichkeiten zu nutzen. Vorausgegangen war die Beschlagnahme von fünf weiteren Anlagen in den USA, die Russland im Zeitraum 2016-2017 gehören", so das Ministerium laut TASS.

"Auf der Grundlage des Gegenseitigkeitsprinzips wurden 58 Mitarbeiter der Botschaft der USA in Moskau und zwei Mitarbeiter des Generalkonsulats in Jekaterinburg als persönliche Vergeltungsmaßnahme für die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbaren Aktivitäten erklärt", sagte das Ministerium. "Sie werden die Russische Föderation bis zum 5. April 2018 verlassen müssen."

Außerdem hat Moskau seine Zustimmung zur Eröffnung und zum Betrieb des US-Generalkonsulats in St. Petersburg widerrufen. "Es wird erwartet, dass die amerikanischen Vertreter spätestens am 31. März aus dem Verwaltungsgebäude ausziehen, das ihnen für ihre Gründung gewährt wurde", betonte das russische Außenministerium.

St. Petersburg ist mit Bedacht gewählt: Es tritt die Amerikaner stärker als die Russen in den USA die Schlißeung von Seattle. Zahlreiche Wirtschaftsaktivitäten werden von westlichen Unternehmen aus St. Petersburg betrieben. Die Schließung des Generalkonsulats bedeutet einen erheblichen administrativen Mehraufwand für US-Unternehmen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Erzbischof Carlo Maria Viganò: Der Tiefe Staat und die Tiefe Kirche verfolgen die gleiche Agenda

Im großen DWN-Interview legt der umstrittene Erzbischof Carlo Maria Viganò, der als Gegenspieler von Papst Franziskus gilt, seine Sicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Tödliche Corona-Verläufe in Berlin am geringsten, in Sachsen-Anhalt am höchsten

Der Johns Hopkins University zufolge ist der Anteil der tödlichen Verläufe der Corona-Erkrankungen in Berlin und NRW deutschlandweit am...

DWN
Politik
Politik China wird aggressiver: Zwangsassimilation in der Inneren Mongolei

Peking hat verfügt, dass an den mongolisch-sprachigen Schulen in der Inneren Mongolei diverse Fächer nur noch auf Chinesisch unterrichtet...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Dänemark erklärt Teile Syriens für sicher: Druck auf Flüchtlinge wächst

Dänemark hat Teile Syriens für sicher erklärt und einigen Flüchtlingen die Aufenthaltserlaubnis entzogen.

DWN
Politik
Politik Menschenaffen werden gegen Corona geimpft

Weil Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind, werden sie gegen Corona geimpft.

DWN
Politik
Politik Orban-Regierung spricht von "sehr starker dritter Welle" und legt Ungarn lahm, auch Niedersachsen droht mit Oster-Lockdown

Lesen Sie im Folgenden den Corona-Ticker, den wir selbstverständlich laufend für sie aktualisieren.