Finanzen

Société Générale zahlt Geldstrafe an die USA

Lesezeit: 1 min
04.06.2018 23:59
Die Großbank Société Générale hat eine Strafe in unbekannter Höhe bezahlt, um Klagen aus den USA abzuwenden.
Société Générale zahlt Geldstrafe an die USA

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) kann weitere ihrer Rechtsstreitigkeiten zu den Akten legen. Das Geldhaus einigte sich mit französischen und amerikanischen Behörden auf die Strafzahlung von insgesamt 860 Millionen Dollar, wie das US-Justizministerium am Montag mitteilte. In einem ersten Fall ging es um die mutmaßliche Manipulation des Interbanken-Zinssätzes Libor. Zahlreichen Banken war vorgeworfen worden, den Libor-Zins in der Finanzkrise von 2007 bis 2009 künstlich niedrig gehalten zu haben, um ihre Gewinne nach oben zu treiben oder gesünder auszusehen als sie waren.

In einem zweiten Fall geht es um eine mutmaßliche Bestechungsaffäre in Libyen. Hier werde sich die in Paris ansässige Bank vor einem New Yorker Gericht schuldig bekennen, teilte das US-Ministerium mit. Die Behörden in den USA und Frankreich haben sich in der Angelegenheit abgesprochen.

Der französische Autobauer Peugeot (PSA) stellt wegen der drohenden US-Sanktionen bis auf weiteres seine Geschäfte im Iran ein. "Der Konzern hat damit begonnen, seine Aktivitäten in Gemeinschaftsunternehmen im Iran auszusetzen, um das US-Gesetz bis zum 6. August 2018 zu erfüllen", teilte der Konzern am Montagabend in Paris mit. Mit Unterstützung der französischen Regierung versuche der Konzern, bei den US-Behörden eine Ausnahme von den Strafmaßnahmen zu erreichen. Die USA drohen allen Firmen Handelsbeschränkungen an, die Geschäfte mit dem Iran machen.

Für Peugeot machten die Aktivitäten im Iran weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Deshalb müsse der Autobauer auch seine derzeitigen Prognosen nicht ändern. US-Präsident Donald Trump hatte im Mai das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und neue Sanktionen beschlossen. Seither bemühen sich die anderen Unterzeichnerstaaten – neben dem Iran sind das China, Russland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – um den Erhalt der Vereinbarung. Das Abkommen sieht Einschränkungen beim Atomprogramm des Iran und im Gegenzug die Aufhebung von Sanktionen vor.

***

Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWNhier abonnieren!

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Politik
Politik „Wir brauchen in Deutschland endlich einen Befreiungsschlag“
21.02.2024

Die Bundesregierung hat ihren Jahreswirtschaftsbericht veröffentlicht und dabei ihre Wachstumsprognose nach unten korrigiert: nämlich von...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitaler Euro: EZB versucht, Banken zu beschwichtigen
21.02.2024

Der Bankensektor sieht im digitalen Euro eine Gefahr für sein Geschäftsmodell. Die EZB versucht diese Sorgen mit Gegenargumenten zu...

DWN
Politik
Politik Europa ist anfällig für "Teile-und-Herrsche-Strategie" der Großmächte
21.02.2024

Werden Deutschland und die EU Opfer einer zunehmenden Rivalität zwischen den USA und China? Geraten sie zwischen die Fronten? Und wie kann...

DWN
Politik
Politik Debatten um Effektivität: EU setzt auf neue Finanz-Sanktionen gegen Russland
21.02.2024

Kurz vor dem zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine hat die Europäische Union ihr 13. Sanktionspaket gegen Russland...

DWN
Immobilien
Immobilien Raumgreifend: Der Bundestag dehnt sich weiter aus und wird immer teurer
21.02.2024

Das Bundesamt für Raumordnung und Bauwesen (BBR) hat den Architektenwettbewerb im sogenannten Luisenblock-Ost im Hauptstadt-Viertel...

DWN
Politik
Politik Zickenalarm: Richtungsstreit im Rat der Wirtschaftsweisen
21.02.2024

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm soll aus dem Rat der Wirtschaftsweisen geschasst werden. Hintergrund ist ein vermeintlicher...

DWN
Immobilien
Immobilien 600.000 zu wenig: Der Wohungsnotstand spitzt sich zu
21.02.2024

Der Wohnungs-Notstand in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die hohen Zinsen sind der Hauptfaktor, aber es hapert an vielen...

DWN
Technologie
Technologie KI und Hightech: Ist die Bundeswehr für die Zukunft gerüstet?
20.02.2024

Die Kriege der Zukunft (und der Gegenwart) werden auch auf dem technologischen Schlachtfeld entschieden. In Deutschland wird an...