Politik

US-Regierung prüft Streichung von Zöllen für Rusal

Lesezeit: 1 min
21.07.2018 10:27
Der russische Aluminiumgigant Rusal kann auf eine Streichung von der US-Sanktionsliste hoffen.
US-Regierung prüft Streichung von Zöllen für Rusal

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die US-Regierung sei offen dafür, sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Unser Ziel ist es nicht, Rusal aus dem Geschäft zu drängen", fügte er hinzu. Das Unternehmen sei wichtig für den globalen Aluminium-Markt. Rusal habe sich die USA gewandt, um von den Strafmaßnahmen gegen Russland ausgenommen zu werden. "Wenn wir eine akzeptable Lösung finden können, ist das unser Ziel", sagte Mnuchin. Zuletzt mehrten sich die Signale, dass die USA den von den Sanktionen schwer getroffenen Konzern entasten könnten, nachdem er der Regierung von Präsident Donald Trump entgegengekommen und es auch zu Verwerfungen am globalen Aluminiummarkt gekommen war.

Die Strafmaßnahmen gelten seit Anfang April. Demnach dürfen Rusal-Kunden, die in den USA engagiert sind, Russlands Branchenprimus künftig kein Aluminium mehr abkaufen. Dies führte dazu, dass die Alu-Preise in die Höheschossen, was länderübergreifend Alarmrufe aus der Industrie auslöste, auch von US-Unternehmen wie Boeing. Hintergrund der Sanktionen sind Vorwürfe, Russland habe sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt. Ihr Ziel sind Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie etwa Rusal-Haupteigner Oleg Deripaska. Er war im Mai aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten, um die US-Regierung zu besänftigen. Derzeit lotet er Optionen aus, um seine Kontrolle über Rusal weiter zu reduzieren.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland In Karlsruhe häufen sich die Klagen gegen das neue Infektionsschutzgesetz

In einer ganzen Reihe von Klagen am Bundesverfassungsgericht werden verschiedene Maßnahmen der sogenannten Bundesnotbremse angegangen....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB belässt Leitzins bei null, will deutlich mehr Geld drucken

Die Europäische Zentralbank hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Die Anleihekäufe sollen deutlich beschleunigt werden.

DWN
Politik
Politik Baerbock verknüpft Klima-Politik mit dem US-Feldzug gegen China

Die Grüne Annalena Baerbock fordert eine „Klimapartnerschaft“ mit den USA. Diese soll auf einem sonderbaren geopolitischen Fundament...

DWN
Finanzen
Finanzen Auszug oder Umbau: Was tun, wenn Senioren das Haus zu groß wird?

Senioren haben auf dem Immobilienmarkt meistens ein anderes Problem als der suchende Rest: Ihnen steht nach Auszug der Kinder oder Verlust...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Familienunternehmer fällen vernichtendes Urteil über Merkel-Regierung

Die Unzufriedenheit der Familienunternehmer mit der Bundesregierung ist auf einen historischen Rekord angestiegen. Denn die Politik der...

DWN
Politik
Politik Lagebericht der OSZE-Sonderüberwachungsmission in der Ukraine

Aus dem aktuellen Lagebericht der OSZE-Sonderüberwachungsmission in der Ukraine gehen mehrere Verstöße gegen den Waffenstillstand in der...

DWN
Deutschland
Deutschland Inflation im Anmarsch: Bauindustrie kündigt steigende Preise an

Das Bauen in Deutschland wird voraussichtlich deutlich teurer. Die lang erwartete Inflation kommt nun mit aller Macht.

DWN
Finanzen
Finanzen „JPM Coin“: Will JP Morgan vier Milliarden Fußball-Fans digital kontrollieren?

JP Morgan ist der Finanzier der Super League. Zuvor hatte die US-Großbank die Kryptowährung „JPM Coin“ entwickelt. Über die...