Spekulanten wetten auf fallende US-Futures und starken Dollar

 

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30.07.2018 16:28
Hedgefonds und Spekulanten rechnen mit fallenden Kursen bei US-Futures. Gleichzeitig wetten sie auf einen starken Dollar.
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Die jüngsten Daten der US-Futures-Börsen zeigen, dass Hedgefonds und Spekulanten in der vergangenen Woche eine Rekord-Short-Position in Futures auf fünf, zehn und 30-jährige Treasuries akkumuliert und ihre Short-Positionen in Zwei-Jahres-Notes ausgebaut haben, berichtet der englischsprachige Dienst von Reuters. So ist beispielsweise der NASDAQ 100 Futures Index am 30. Juli um 13.20 Uhr von 7.305 auf 7.214 gefallen. Das geht aus einer Grafik von Liveindex.org hervor.

Aus den Daten der Commodity Futures Trading Commission geht hervor, dass sie aktuell eine Rekord-Netto-Short-Position von 715.965 Kontrakten in fünfjährigen Treasury-Futures, 509.498 Kontrakte in 10-Jahres-Futures und 212.674 Kontrakten in 30-jährigen Futures halten.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat dieses Jahr die Leitzinsen verdoppelt und signalisiert, dass sie bis 2019 zwei weitere Erhöhungen durchführen wird.  

Aber der gedämpfte Anstieg der längerfristigen Anleiherenditen zeigt, dass die Anleger skeptisch sind, dass die US-Wirtschaft viel mehr Zinserhöhungen vornehmen kann und dass die Fed in nicht allzu ferner Zukunft sogar mit Zinssenkungen rechnen muss. Es ist nicht überraschend, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten ein bis zwei Jahren zunimmt.

Nach Angaben von Eurekahedge, eine Research-Firma mit Hauptsitz in Singapur, beliefen sich die Erträge der Hedgefonds in den ersten sechs Monaten des Jahres auf nur 0,05 Prozent. Der CTA/Managed-Futures-Index, zu dem CFTC-bezogene Kurse und FX-Wetten gehören, fiel um 1,99 Prozent, und der Macro Fund Index fiel um 0,29 Prozent.

Der Rentenindex stieg in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres durchschnittlich um 0,33 Prozent, wobei in den Monaten März und April bis Ende Mai ein Rückgang um 0,37 Prozent verzeichnet wurde.

CFTC-Daten zeigen, dass Hedgefonds und Spekulanten ihre Netto-Short-Position in 10-jährigen Treasury-Futures im Jahr 2018 um 425.832 Kontrakte erhöht haben, was einem Kalenderjahr-Rekord entspricht.

Die langfristigen Renditezinsen (Long-Yields) sind jedoch nicht drastisch gestiegen. Die 10-Jahres-Rendite stieg um 55 Basispunkte und die 30-jährige Rendite um 35 Basispunkte.

In Währungen erhöhten die Hedgefonds ihre Long-Dollar-Position. Der aktuelle Wert der Netto-Long-Dollar-Position liegt nun bei  insgesamt 21,8 Milliarden Dollar. In der Woche, die am 10. Juli 2018 endete, betrug der Wert Netto-Long-Dollar-Position 16,41 Milliarden US-Dollar in der Woche. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 13,16 Milliarden US-Dollar.

Mittlerweile gab es auch zwei auffällige Entwicklungen. Die Hedgefonds eröffneten ihre größte Short-Position im Yen für vier Monate und die größte Short-Position im Sterling seit September vergangenen Jahres.

Die spekulative Handelsgemeinschaft scheint zumindest nicht zu glauben, dass die Brexit-Verhandlungen gut verlaufen. Sie wetten allesamt auf einen Währungsverfall des Pfunds.


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