Technologie

Fraunhofer-Institut entwickelt Roboter-Lkw für den Betriebshof

Lesezeit: 1 min
07.08.2018 00:42
Das Fraunhofer-Institut entwickelt einen autonom fahrenden LKW für den Einsatz in abgeschlossenen Betriebsbereichen.
Fraunhofer-Institut entwickelt Roboter-Lkw für den Betriebshof

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Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden entwickelt in Zusammenarbeit mit einer Reihe von mittelständischen Unternehmen einen autonom fahrenden LKW, der in abgeschlossenen Bereichen wie Betriebsgeländen, Häfen oder Bergwerken eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug verfügt über eine Geschwindigkeit von 15 bis 20 Stundenkilometern und benötigt deswegen keine Straßenzulassung. In seinem abgeschlossenen Bereich kann er vollständig autonom agieren, ohne dass ein Mensch einzugreifen braucht. So könnte sich ein Szenario abspielen: Ein Fahrer fährt seinen LKW bis zum Eingang eines Betriebshofes, wo er das Fahrzeug verlässt und es sich selbst überlässt. Der LKW fährt selbständig die Laderampe an, wartet dort, bis er ent- und beladen ist, steuert anschließend den Parkplatz an und fährt morgens wieder zum Eingangstor, wo er von seinem Fahrer übernommen wird.

Seine Befehle erhält der LKW von einem Online-Leitstand, der irgendwo auf der Welt stehen kann – die Entfernung zum Betriebsbereich spielt keine Rolle. Der menschliche Operateur kann so viele LKWs bedienen, wie es seine Kapazität erlaubt. Er sendet den Fahrzeugen ihre Arbeitsaufträge und ist darüber hinaus in der Lage, Informationen wie den Beladezustand sowie den Diesel- beziehungsweise Akku-Stand abzurufen.

In rund einem Jahr soll die Entwicklung des LKWs abgeschlossen sein. Er könne dann „schon in naher Zukunft eingesetzt werden“, sagt Sebastian Wagner vom Fraunhofer-Institut. Und weiter: „Viele der entwickelten Technologien lassen sich mittel- bis langfristig auf den öffentlichen Straßenverkehr übertragen.“

Mit den selbstfahrenden LKWs sollen Unfallzahlen und Kosten gespart werden. Sie sollen darüber hinaus dem Fahrermangel entgegenwirken, denn LKW-Fahrer sind zunehmend schwer zu finden.

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