Technologie

WEF: Blockchain ermöglicht eine Billion Dollar neuer Kredite

Lesezeit: 2 min
17.09.2018 01:01
Laut einer Studie des World Economic Forum können kleinere und mittlere Unternehmen mithilfe von Blockchain zusätzliche Kredite in Höhe von 1 Billion Dollar erhalten.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

Blockchain kann Handel weltweit um 1 Billion Dollar steigern

Blockchain ist in der Lage, einen großen Teil der 1,5 Billionen Dollar umfassenden Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in der globalen Handelsfinanzierung zu füllen, indem es die Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Schwellenländern erleichtert.

Die Studie, die vom World Economic Forum und von Bain & Company durchgeführt und veröffentlicht wurde, zeigt, dass globale Unternehmen durch den Einsatz von Blockchain eine zusätzliche Handelsfinanzierung in Höhe von 1 Billion USD generieren können, die andernfalls nicht genutzt würde.

Nach Berechnungen der Asiatischen Entwicklungsbank beläuft sich die globale Handelsfinanzierungslücke derzeit auf 1,5 Billionen US-Dollar und wird bis zum Jahr 2025 auf 2,4 Billionen US-Dollar geschätzt. Die Studie erklärt weiter, dass dieses Problem hauptsächlich auf den begrenzten Zugang zu Krediten für KMU zurückzuführen ist.

Die Forscher argumentieren jedoch, dass diese fehlende Finanzierung um 1 Billion US-Dollar reduziert werden kann, wenn Blockchain "breiter genutzt wird", da verteilte Netzwerke in der Lage sind, Geschäftsberichte über Finanzinstitutionen entlang der Lieferkette auszutauschen und die Glaubwürdigkeit von Unternehmen transparenter zu machen.

"Sie würden dazu beitragen, das Kreditrisiko zu verringern, die Gebühren zu senken und Handelshemmnisse zu beseitigen", schreiben die Forscher und fügen hinzu: "Die größten Nutznießer sind, wenn sie umgesetzt werden, die KMU und die aufstrebenden Märkte, die am meisten unter mangelndem Zugang zu Krediten leiden genug Platz, um Handel zu treiben."

Die Forscher fügten hinzu, dass ein Blockchain-basiertes Handelsfinanzierungssystem für die asiatischen Volkswirtschaften besonders vorteilhaft wäre, da sie 7 Prozent (105 Milliarden US-Dollar) der Handelsfinanzierungslücke ausmachen, mit 75 Prozent der weltweiten dokumentenbasierten Transaktionen in Lieferketten.

Weitere Meldungen

Korea: Mobilfunkanbieter LGU+ startet Blockchain-basiertes Zahlungssystem

  • LG UPlus, ein Mobilfunkanbieter im Besitz von Südkoreas viertgrößtem Konglomerats LG Corp., lanciert einen Blockchain-basierten Auslandsüberweisungsdienst.
  • Durch die neue Dienstleistung können die Nutzer des einen Telekommunikationsunternehmens Transaktionen in den Zahlungsnetzen eines anderen reibungslos abschließen.
  • Die erste Testversion des Blockchain-basierten Cross-Carrier-Payment-Systems (CCPS) der LG UPlus-Partner ist für Anfang 2019 geplant.

Meldungen vom 15.09.

Meldungen vom 14.09.

Meldungen vom 13.09.

Meldungen vom 12.09.

Mehr Blockchain-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Verrückte Ideen, knallhartes Kalkül: Wie ein Mann unsere Lebensweise verändert - und dabei zum Super-Milliardär aufsteigt

DWN-Kolumnist Ernst Wolff zeichnet den Weg eines Mannes nach, der es ganz nach oben gebracht hat. Dank ungezügelter Fantasie, brachialer...

DWN
Politik
Politik Die Corona-Krise führt zum Zusammenbruch der Nationalstaaten

Die Corona-Maßnahmen haben die Staatsschulden der Nationen und die Schulden der Unternehmen in astronomische Höhen schnellen lassen. Die...

DWN
Politik
Politik Zwischen Grandeur und Bedeutungslosigkeit: Frankreichs Hoffnung liegt in Afrika

In der neunten Folge der großen geopolitischen DWN-Serie wird analysiert, wie Frankreich seine Machtposition in Europa, im Mittelmeer-Raum...

DWN
Politik
Politik Deutschlands bekanntester Ökonom: Lobbyismus und zentralistische EU-Planung sind für Impfdebakel verantwortlich

In Deutschland und Europa steht nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Wie das passieren konnte, zeigt der ehemalige Leiter des...

DWN
Finanzen
Finanzen „Jeder vierte Selbstständige von Berufsunfähigkeit betroffen“

Selbstständige müssen noch mehr als Angestellte eine Berufsunfähigkeit fürchten, da sie in der Regel wenig Anspruch auf staatliche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ABB hält Zeitplan für prestigeträchtigen unbemannten Hafenschlepper nicht ein

Die unbemannten Schiffe, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden, sind schon seit Jahren im Gespräch. Wegen der Krise kann nun...

DWN
Technologie
Technologie ZEITREISEN, TEIL 2: Mit relativistischen Raumschiffen reist man recht beschwerlich

Im zweiten Teil unseres großen Artikels zum Thema "Zeitreise" geht es um praktische Fragen. Wie könnten Raumfahrer überhaupt in die...

DWN
Finanzen
Finanzen Nach Brexit: Derivate-Handel wechselt von London nach New York - nicht nach Frankfurt

Hoffnungen, dass der Brexit Teile des Derivate-Handels aus London nach Frankfurt oder nach Paris bringt, haben sich nicht erfüllt....

DWN
Politik
Politik Biden sieht Russland als Feind - und wird Waffen an die Ukraine liefern

DWN-Kolumnist Ronald Barazon analysiert die zukünftige Außenpolitik der USA unter ihrem neuen Präsidenten Joe Biden.

DWN
Deutschland
Deutschland Amtsgericht Weimar: „Corona-Kontaktverbot verfassungswidrig, Lockdown katastrophale politische Fehlentscheidung“

Das Amtsgericht Weimar hat in einem bahnbrechenden Urteil entschieden, dass die Corona-Kontaktverbote in Thüringen verfassungswidrig sind....

DWN
Politik
Politik US-Firma mit engen Kontakten zu russischen Staatsunternehmen verbietet Mitarbeitern Teilnahme an Protesten

Das Unternehmen hat Angst, seinen Ruf als "politisch neutrale" Organisation zu verlieren.

DWN
Politik
Politik China sichert sich umstrittene Gewässer - mit Schießerlaubnis für Küstenwache

Ein neues Gesetz erlaubt es der chinesischen Küstenwache, auf ausländische Schiffe zu schießen.

DWN
Politik
Politik Schwere Unruhen in Russland gegen die Regierung ausgebrochen – Lage ist ernst

In Russland sind in zahlreichen Städten schwere Unruhen gegen den Kreml ausgebrochen. Die Demonstranten fordern die Freilassung des...

DWN
Politik
Politik DHB-Vize platzt der Kragen: „Für Karl Lauterbach geht es scheinbar darum, seinen Marktwert in Talkshows zu steigern“

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat für die Kritik von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach an der Handball-WM in Ägypten kein...