Gemischtes

Volkswagen warnt vor massivem Job-Abbau wegen Klima-Vorgaben

Lesezeit: 1 min
11.10.2018 00:43
Volkswagen hält es für ausgeschlossen, eine Umrüstung der Autos so schnell voranzutreiben wie die Politik sich dies wünscht.
Volkswagen warnt vor massivem Job-Abbau wegen Klima-Vorgaben

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat vor zu scharfen Klima-Vorgaben für die Autoindustrie und einem Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen gewarnt. Sollte sich das EU-Parlament mit seiner Forderung nach einer Senkung des CO2-Ausstoßes für Autos um 40 Prozent durchsetzen, müssten 2030 bereits die Hälfte der Fahrzeuge rein elektrisch fahren, sagte Diess der Süddeutschen Zeitung. In dieser Geschwindigkeit sei der Umbau der Flotte aber "kaum zu managen".

Dann müssten in gut zehn Jahren "etwa ein Viertel der Jobs in unseren Werken wegfallen", insgesamt etwa 100.000 Stellen, sagte Diess. Das sähe auch bei 35 Prozent Reduktion "nicht sehr viel besser aus".

Die EU-Umweltminister hatten am späten Dienstagabend eine Einigung bei der Senkung des CO2-Ausstoßes für Autos und Lieferwagen erzielt. Vorgesehen ist nun, dass die Emissionen von Pkw bis 2030 um 35 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden. Bei Lieferwagen sollen es 30 Prozent sein.

Die Bundesregierung hatte sich ursprünglich dafür ausgesprochen, die CO2-Emissionen auch für Autos nur um 30 Prozent zu senken. Eine Mehrheit der anderen EU-Staaten verlangte aber ein höheres Ziel. Bereits am Mittwoch begannen nun die Gespräche mit dem EU-Parlament über eine abschließende Einigung.

"So eine Industrie kann schneller abstürzen, als viele glauben wollen", warnte Diess mit Blick auf die weiteren Verhandlungen. "Ich bitte die Politik wirklich, sich Gedanken zu machen."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Ärzte-Zeitung ruft zur Bewertung Lauterbachs auf: Resultat ist Schulnote 6

Die Leser der Ärzte-Zeitung haben eine eindeutige Meinung von Gesundheitsminister Lauterbach.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Putin: Europa begeht mit Energiepolitik «wirtschaftlichen Selbstmord»

Putin sagte, dass die hohen Energiepreise schon jetzt die Konkurrenzfähigkeit der Industrie in der EU schmälerten. Russland wende sich...

DWN
Politik
Politik US-Justizministerium: Allianz-Fondsmanager haben Anleger betrogen

Nach Ansicht des US-Justizministeriums haben Hedgefonds-Manager einer Allianz-Tochter die Entwicklung der Fonds über Jahre hinweg...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Finanzen
Finanzen IWF erhöht Anteil von Dollar und Yuan bei Sonderziehungsrechten

Während Dollar und Yuan an Gewicht zulegen, verlieren die drei anderen im Korb der Sonderziehungsrechte vertretenen Währungen an...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder: Söder warnt Habeck vor Wortbruch bei Abstandsregeln

Der bayerische Ministerpräsident warnt den Wirtschaftsminister, die vereinbarten Abstandsregeln für Windräder zu kippen.

DWN
Deutschland
Deutschland Dax-Konzerne melden Rekordquartal, doch die Aussichten sind mies

Viele deutsche Börsenschwergewichte präsentierten zu Jahresbeginn Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Doch die Aussichten haben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfpflicht weiter auf dem Tisch: Drei Bundesländer geben nicht auf

Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern dringen auf einen Neuanlauf im Bundestag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren.