BaFin macht Druck bei der Regulierung von Kryptowährungen

 

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30.10.2018 00:05
BaFin-Chef Felix Hufeld mahnt eine Regulierung der Krypto-Branche an.
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BaFin macht Druck bei der Regulierung von Kryptowährungen

Auf der ganzen Welt versuchen die Finanzaufsichtsbehörden,  Kryptowährungsmärkte zu verstehen und einzudämmen. Versuche, bestehende Regeln durchzusetzen, sind meist gescheitert.

Insbesondere für Mindestvertragsstandards seien daher neue Regelungen dringend nötig, sagt BaFin-Chef Felix Hufeld. "Wir wollen Innovation nicht ersticken, gleichzeitig müssen wir uns gegen Risiken wie Geldwäsche wappnen, sagte er zu Handelsblatt Global.

Die Bundesregierung sieht zwar die Notwendigkeit, ICOs und Kryptowährungen zu regulieren, aber Insider sagen, dass Berlin in absehbarer Zeit kein neues Gesetz vorlegen wird. Verschiedene Bundesbehörden bearbeiten das Thema, aber viele Fragen bleiben bestehen, sagte ein Mitarbeiter der Finanzmarktaufsichtsbehörde.

Europäische Organe haben sich dem Vorhaben angeschlossen. Eine gemeinsame Initiative von Deutschland und Frankreich diskutierte im vergangenen März zum ersten Mal auf dem G20-Finanzministertreffen in Buenos Aires die Kryptowährungsregulierung. Die ESMA, die Wertpapieraufsichtsbehörde der Europäischen Union, wird der EU-Kommission bis Ende des Jahres Bericht erstatten.

Es gibt zahlreiche Hindernisse für die Schaffung eines Regulierungsrahmens, nicht zuletzt die Bereitschaft einiger kleinerer Staaten wie Malta und Zypern, Kryptowährungsinvestoren anzuziehen. Eine strengere Regulierung ist nicht unbedingt das, was sie wollen.

In einer Stellungnahme sagte das Bundesfinanzministerium, dass wegen der internationalen Natur der Kryptowährungen supranationale Lösungen die besten seien, dass es aber dennoch mögliche Lösungen auf nationaler Ebene evaluiere.

Es gibt auch eine erhebliche Nachfrage nach Regulierung innerhalb der Branche selbst, wo man sich über chaotische Zustände beschwert. Einheitliche Gesetze in ganz Europa würden den Wettbewerb gegen amerikanische und asiatische Unternehmen unterstützen, die im Krypto-Geschäft stark vorangekommen sind. Aber vor den Wahlen zum EU-Parlament im nächsten Jahr erwartet niemand neue Maßnahmen.

Die deutsche Kryptoszene ist durch einen Skandal um Envion, eine Berliner Bitcoin-Firma, die 100 Millionen Euro für den Abbau von Kryptowährung mit Ökostrom gesammelt hat, erschüttert worden. Die Firma steckt in Rechtsstreitigkeiten, nachdem sie die Ware nicht geliefert hat, während für die Investoren fast nichts übrig geblieben ist.

Ein Berliner Gericht verwässerte die Lage weiter, indem es entschied, dass Kryptowährungen nicht als Buchhaltungseinheiten angesehen werden sollten. Das Urteil hob die ursprünglichen BaFin-Richtlinien auf, was bedeutet, dass Kryptowährungen ohne offizielle Erlaubnis frei gehandelt werden können. "Investoren haben jetzt nur noch minimale Rechte", sagt BaFin-Chef Felix Hufeld.

Einige Unternehmen definieren Kryptowährungen als "Spendenquittungen", andere als Dividendenzahlungen oder Gebühren für zukünftige Dienstleistungen. Einige Experten haben der BaFin vorgeworfen, keine klare Definition gefunden zu haben, wodurch die rechtliche Verantwortung auf einzelne Investoren verlagert wird.

Weitere Meldungen

ZCash (ZEC) stellt abgeschirmte Adressen mit Sapling Update vor

  • Für ZCash-Benutzer sind die neuen Adressen nicht sofort nutzbar, da aus alten Adressen übertragene Gelder zunächst de-anonymisiert werden müssen.
  • Das ZCash-Team arbeitet an einem Tool zur Übertragung an die neuen Adressen mit minimalem Risiko.
  • Wallets und Börsen wird empfohlen, das Sapling-Update zu verwenden, und die ZCash-Community hat auch die Möglichkeit, den neuen Adresstyp zu verbreiten.

Stablecoin Tether kehrt zur Dollar-Parität zurück

  • Die USD-gebundene Kryptowährung, die fast die Hälfte des Monats Oktober unter 1,00 $ gehandelt hat, ist am Montag wieder in Dollar-Parität zurückgekehrt.
  • Der Tether-Preis kletterte stetig in Richtung Dollar-Parität, unterstützt durch die Einlösung von USDT-Token im Wert von Hunderten Millionen Dollar.
  • Insgesamt haben die USDT-Inhaber im Oktober mehr als 890 Millionen Tether Tokens eingelöst.

Kryptowährungen sind keine Bedrohung für VISA, sagt CEO

  • Visa CEO Al Kelly sagte, dass der Kryptowährungsmarkt zumindest kurzfristig keine Bedrohung für sein Finanzdienstleistungsunternehmen darstelle.
  • An diesem Punkt sind Kryptowährungen "sicher" keine Bedrohung für Visa, sowohl kurz- als auch mittelfristig.
  • Bevor Kryptowährungen zu Zahlungsinstrumenten werden, müssen sie sich mit den Unannehmlichkeiten aufgrund hoher Volatilität auseinandersetzen.

Belgische Investmentfirma erwirbt Bitcoin-Börse Bitstamp in All-Cash-Deal

  • Die in Brüssel ansässige NXMH hat eine 80-prozentige Beteiligung an der 2011 gegründeten in Luxemburg ansässigen Krypto-Börse Bitstamp erworben.
  • Sie ist eine Tochtergesellschaft von NXC, der südkoreanischen Technologie-Investmentfirma, die auch die dortige Krypto-Börse Korbit besitzt.
  • Der Mitgründer und CEO von Bitstamp, Nejc Kodrič, sagte gegenüber Reuters, dass die Börse vier interessierte Bewerber hatte, sich jedoch für NXMH entschied habe, da es der Bitcoin-Börse, einer der größten in der EU, erlaubt habe, weiterhin als unabhängige Einheit zu operieren.

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