Finanzen

Wie kann ich mein Geld sicher anlegen und eine gute Rendite erzielen?

Lesezeit: 5 min
23.11.2018 15:54
Unsere Eltern und Großeltern hatten es noch leicht, ihr Geld mit einer akzeptablen Rendite anzulegen. Heutzutage ist das ganze jedoch um ein ganzes Stück komplizierter und muss wohl überlegt sein.

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Jeder Verbraucher, der Geld angespart hat, wird sich ein klein wenig über das derzeit niedrige Zinsniveau ärgern. Schließlich bekommt man bei der Bank derzeit kaum noch Zinsen. Was ist die Folge davon? Viele Menschen sind frustriert und sagen sich intern den Satz: „Ich lege meine Ersparnisse jetzt unter das Kopfkissen!“ Ist das wirklich die Lösung? Können wir damit unser Geld retten und gute Renditen erzielen? Nein – keinesfalls! Schließlich sind Bargeldreserven, die wir zu Hause aufbewahren, noch zusätzlich einem besonderen Verlustrisiko ausgesetzt.

Rendite ohne Risiko – die eierlegende Wollmilchsau?

Die meisten Verbraucher äußern folgenden Wunsch: Maximale Renditen bei keinerlei Verlustrisiko, anders formuliert: „Ich will 10% Ertrag und absolute Sicherheit!“ Eines vorneweg: Diese Anlageform gibt es nicht.

Es gibt auch im täglichen Leben keine Glatze mit Locken oder man kann sich nicht unter die Dusche stellen und dabei nicht nass werden. Genau das heißt für jeden Anleger: Wer mehr Rendite bei seiner Anlageform erzielen will, muss bereit dafür sein, ein bestimmtes Risiko einzugehen. Renditestarke Anlageformen schwanken, diese Schwankungsbreite wird in der Volatilität ausgedrückt. Je volatiler ein Wert ist, desto mehr Chancen auf Renditen hat der Anleger. Somit ist völlig klar: Nutzen Sie gute Verzinsungen und Kursgewinne am Markt, wenn sie schwankende Kurse aushalten können. Auf Dauer wird sich so die Geldanlage für Sie lohnen.

Aktien sollten zum langfristig ausgelegten Vermögensaufbau ins Depot gelegt werden

Vor allem erzielt der Anleger dadurch gute Kursgewinne, wenn die Aktienanlage langfristig ausgelegt ist. Was bedeutet langfristig? Nur wer auf mindestens 6-8 Jahre sein Vermögen aufbauen will, sollte in diese Art der Unternehmensbeteiligung investieren. Nicht jedem von uns gelingt es, die Volatilität am Markt auszuhalten. Wenn Sie also kein Auf und Ab an der Börse ertragen können, sollten Sie die Finger von Aktienanlagen lassen.

Wer jedoch mit der Niedrigzinspolitik in unserem Staat nicht zufrieden ist, sollte sich ein gutes Depot selbst im Internet eröffnen oder bei einer Filialbank anlegen lassen. Dabei muss jeder Verbraucher stets darauf achten, dass Depot bei einer Bankfiliale meist teurer sind als bei jeder Direktbank. Schließlich müssen gerade Banken mit hohen Personal- und Gebäudekosten ihre Ausgaben an die Kunden weitergeben. Bei einer Direktbank entfallen diese Kosten weitgehend, dafür ist natürlich auch der Service keineswegs so umfassend.

Mit Sachwertanlagen langfristig Geld verdienen

Wie kann man den derzeit niedrigen Zinsen ein Schnippchen schlagen? Mit soliden Sachwerten, die auf einen langen Anlagehorizont angelegt werden sollten, erzielen viele Verbraucher Renditen von 5% oder mehr. Vor allem jedoch sollte sich bei dieser Art von Anlage jeder Investor bewusst machen: Die Werte können schwanken. Sie müssen es also durchaus aushalten können, dass Ihr Depotwert von 5.000 Euro bei einer Börsenkrise auf 2.800 Euro oder einen noch geringeren Betrag sinken kann. Je volatiler ein Aktienwert, desto stärker werden Sie die Schwankungen an Ihrem Depotauszug sehen. Genau aus diesem Sachverhalt heraus ergibt sich schnell die Tatsache: Nur wer Kursschwankungen aushalten kann und auf Dauer sein Geld vermehren möchte, indem er langfristig denkt, sollte auf Sachwerte wie Aktien setzen. Schließlich sind kurzfristige Spekulationen an der Börse keinesfalls die richtige Strategie für einen langfristigen, soliden Vermögensaufbau. Sie möchten mehr zu Depotanlagen und Finanzen erfahren? Auf diesem Portal finden Sie wichtigen Input.

Was genau bedeutet das Wort langfristig? Dies wurde bereits erklärt, ich gehe jetzt jedoch noch weiter: Wenn Sie Ihr Geld in Aktien, Immobilien oder Rohstoffen anlegen sollten Sie in einem Zeitfenster von  ca. 10 Jahren denken. Nicht selten werden genau aus diesem Grund Sachwerte für die Altersvorsorge, also sehr langfristig, angespart.  In diesem langfristigen Zeit-Rahmen werden kleine Vermögensverluste, die durch die Volatilität entstehen, in den meisten Fällen wieder ausgeglichen.

Wie genau funktioniert ein Aktienfonds?

Ich erkläre Ihnen nun sehr vereinfacht, wie ein Investmentfonds funktioniert. Dieses Beispiel stellt Ihnen die Anlage in einem Aktienfonds mit gut zu verstehenden Worten dar. Wie funktioniert´s?

Während jeder Investor sich einzelne Aktien in sein Depot legen kann, übernimmt bei der Fondsanlage ein Anlageexperte die Auswahl diverser Aktien. Diese Person wird als Fondsmanager bezeichnet. Dabei entscheiden Sie als Anleger jedoch, wie genau Ihr Aktienfonds ausgelegt werden soll. Wenn Sie zum Beispiel nur in DAX-Werte investieren möchten, kann der Fondsmanager nur DAX-Werte kaufen und diese jedoch so gewichten, wie er es für richtig erachtet. Alle Dividende, die DAX-Unternehmen ausschütten, werden Ihnen über das Fondsvermögen 1:1 weitergegeben. Meist schüttet ein Investmentfonds in Form von Aktien einmal im Jahr aus. Was jedoch macht den hauptsächlichen Vorteil einer Aktienanlage in Form von Fonds aus?

Wertsteigerungen bestimmen den Anlageerfolg

Wenn die Aktien steigen, steigt auch Ihr Investmentfonds. Den größten Anteil der erwirtschafteten Renditen macht somit der Kursgewinn der Unternehmensbeteiligung aus. Wer sich an der deutschen Wirtschaft und dem Wachstum beteiligen will, baut auf Aktien. Wenn Aktiengesellschaften Gewinne generieren und dadurch für Arbeitsplätze sorgen, sollten auch Sie vom Wirtschaftswachstum profitieren. Schließlich sollten nicht alle Firmen ihre Gewinne einkassieren und Sie als Verbraucher profitieren keinesfalls davon, oder? Niedrige Zinsen, die die Banken derzeit bezahlen, sind jedenfalls längst schon keine Alternative mehr für viele Verbraucher.

Wirtschaftsmotor Deutschland, Europa und die Börse

Ganz klar: Viele Industriestaaten wie Deutschland sind der ideale Standort für solide Firmen, die weltweit exportieren. Gerade deutsche Autos sind international mehr als gefragt. Das Sigel „Made in Germany“ ist ein gutes Aushängeschild für den Standort in Deutschland. Deshalb funktioniert auch unsere Wirtschaft gut. Die Unternehmensgewinne steigen, noch dazu wird das Bruttosozialprodukt gefördert, weil viele Menschen in Deutschland einen sicheren Arbeitsplatz vorweisen. Dadurch sind die Einkommen weitgehend gesichert, was das Konsumverhalten der Verbraucher fördert. In diesem gesunden Wirtschaftskreislauf entsteht ein Synergie-Effekt, der auch die Unternehmensgewinne ansteigen lässt. Gerade Investmentfonds mischen systematisch die Auswahl der Aktien, dass kein Klumpenrisiko für den Investor entsteht. Genau deshalb wird jegliches Risiko gestreut, was sich für den Depotinhaber sehr positiv auswirken kann.

Die Börse ist keine Einbahnstraße

Allerdings sollte jeder Anleger wissen: Der Kursverlauf an keiner Börse ist genau vorhersehbar. Schließlich haben schon einige Verbraucher den ein oder anderen Börsencrash live miterleben müssen. Wenn die Finanzmarktkrise, nur um ein Beispiel zu nennen, weltweit agiert und die Wirtschaft durcheinanderwirbelt, betrifft es schnell alle Bankenwerte, deren Kurse rapide nach unten rutschen. Der große Einfluss der Finanzwerte bleibt nicht ohne Auswirkungen für die gesamte Börse. Schnell driften alle Kurse an den nationalen und internationalen Börsen ab. Genau durch diesen Synergie-Effekt sind Kursverluste von 20% oder 30% pro Jahr bei starken Krisen keine Seltenheit.

Viele Anleger sind frustriert. Sprüchen wie „Nie mehr Aktien“ hört man nicht selten bei Krisen in unserer Gesellschaft. Haben diese Einfluss auf den ein oder anderen Investor? Ja – viele frustrierte Anleger verkaufen in Krisenzeiten. Sie sind keinesfalls in der Gewinnzone, können jedoch die Schwankung nicht aushalten, die die Börse nun einmal mit sich bringt. Wer mit Verlust und Frust verkauft, agiert meist völlig falsch in Sachen Finanzen.

Schließlich sollte man zu guten Schnäppchen-Kursen nachkaufen und an der Börse investieren, oder? Auch bei anderen, soliden Waren im Supermarkt kaufen wir schließlich gerne bei Rabatten und Sonderangeboten ein. Warum praktizieren wir das nicht in Sachen Aktien?

Langfristige Geldanlage

Schnell wird Ihnen klar: An der Börse gibt es keine Garantien, welche Renditen Sie in welchem Zeitfenster erzielen werden. Dennoch müsste jedem Anleger klar sein: Auf eine lange Sicht kann man als Investor an der Wirtschaft Renditen von 5% (nach Kosten) oder mehr erzielen. Allerdings ist die Parole „Durchhalten“ angesagt, gerade wenn es zu Krisen an der Börse kommt. Wer zu günstigen Kursen genau dann nachkaufen will, wird seinen durchschnittlichen Einstiegspreis verringern. Wie agieren deshalb schlaue Börsianer?

Sie kaufen zu guten Kursen nach. Manche Anleger sparen zusätzlich noch monatlich in einen soliden Aktienfonds an. Somit kaufen Sie niemals zu teuer, aber auch keinesfalls immer zum besten Kurs, ein. In der Summe jedoch hat sich gezeigt: Der monatliche Sparplan in Aktienfonds bietet im Durchschnitt einen guten Einstiegskurs. Der automatische Spar-Dauerauftrag sorgt dafür, dass man sich nicht ständig um seine Finanzen kümmern muss. Außerdem bindet man sich mit einem Sparvertrag keinen Klotz ans Bein: Die Rate kann jederzeit gelöscht, erhöht oder reduziert werden. Das können Sie sogar selbst über Ihr Online-Depot steuern.

Fazit

Sie möchten mehr Rendite erzielen und in gute, solide Werte einsteigen? Rund um das Thema Aktien ergeben sich viele Möglichkeiten, mit denen auch Sie den niedrigen Zinsen sehr leicht entkommen können. Welche Möglichkeit ist für Sie dabei perfekt geeignet?


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Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

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