Draghi fordert automatischen Krisen-Haushalt für den Euro

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
EZB  
Euro  
 
Lesezeit: 1 min
27.11.2018 00:40
EZB-Präsident Draghi fordert einen gemeinsamen Euro-Haushalt, der bei Krisen automatisch eingesetzt werden solle.
Draghi fordert automatischen Krisen-Haushalt für den Euro

Mehr zum Thema:  
EU > EZB > Euro >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
EZB  
Euro  

Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi hat die europäischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, einen gemeinsamen Haushalt einzuführen, um die einzelnen Regierungen gegen Finanzkrisen zu unterstützen. Dies sei notwendig, um einen Fehler in der Konstruktion des Euro zu beheben, der die gemeinsame Währung von 19 Staaten ist.

Draghi sagte am Montag im EU-Parlament, dass "die Eurozone ein fiskalisches Instrument zur Aufrechterhaltung der Konvergenz" angesichts plötzlicher Schocks wie der globalen Finanzkrise 2007/08 benötige. Er sagte, dass ein solcher fiskalischer Budget-Topf groß genug sein müsse und bei Turbulenzen automatisch eingesetzt werden sollte, aber nicht zu unverantwortlichen Ausgaben der Regierungen führen dürfe. Ein automatischer Einsatz würde allerdings bedeuten, dass die nationalen Parlamente nicht mehr über im vollen Umfang über den Einsatz der Steuergelder verfügen könnten. Dies ist allerdings bei anderen multilateralen Institutionen wie dem IWF ebenfalls seit vielen Jahren der Fall.

Draghi sagte, die Vorschläge der Europäischen Kommission für einen EU-Fonds zur Unterstützung von Investitionsausgaben und der französischen und deutschen Regierungen für einen ausschließlich in der Eurozone tätigen Haushalt innerhalb des EU-Haushalts seien "erste Schritte".

"Mehr Fortschritt kann und sollte gemacht werden", sagte Draghi am Montag im Europaparlament in Brüssel. Es habe sich in den vergangenen Jahren schon einiges getan, etwa bei Finanzmarktregulierung und -überwachung. Aber etwa die Vollendung der Bankenunion und eine engere Kapitalmarktunion seien "essenziell".


Mehr zum Thema:  
EU > EZB > Euro >

DWN
Politik
Politik Europas Krankenhäuser am Limit: Jetzt rächen sich Jahrzehnte des neoliberalen Abbaus

In ganz Europa stoßen die Gesundheitssysteme an ihre Belastungsgrenzen. Jahrelang wurde eisern gespart, um den Profit zu erhöhen – was...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Dienstag: Die Entwicklungen zum Coronavirus im Live-Ticker

Es folgen die Entwicklungen vom Dienstag, den 7. April, im Live-Ticker. Das Coronavirus ist noch immer weltweit das bestimmende Thema.

DWN
Politik
Politik Weltordnung nach Corona: Erdogan kündigt Ende der Globalisierung an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Montag die Gründung einer neuen Weltordnung angekündigt. Das Zeitalter des...

DWN
Finanzen
Finanzen Hilfe für Italien: Euro-Bonds spalten die Eurozone

Am Dienstag beraten die Euro-Finanzminister, wie Italien in der aktuellen Krise geholfen werden soll. Im Streit um Euro-Bonds droht ein...

DWN
Deutschland
Deutschland Robert-Koch-Institut nutzt Fitness-Apps zum Tracken des Virus

Mithilfe von Fitness-Armbändern und Smartwatches will das Institut umfangreiche Daten über das Virus sammeln. Eine entsprechende App ist...

DWN
Finanzen
Finanzen Dunkelziffern im Steuerparadies: Der Westen hat viel mehr Geld in Schwellenländern im Feuer, als bekannt ist

Finanz-Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt kalkulieren mit falschem Risiko, weil sie mit mangelhaften Daten zu den weltweiten...

DWN
Technologie
Technologie Schnellladestationen zerstören Teslas Auto-Batterien schon nach 25 Ladevorgängen

Beim Einsatz von heute üblichen Schnellladestationen geht die Ladekapazität der Batterien stärker verloren, als bisher angenommen.

DWN
Politik
Politik Schutzmasken-Affäre: Berlins Innensenator bezichtigt US-Botschaft der Lüge

Berlins Innensenator Andreas Geisel meint, die US-Regierung hätte eine bestellte Lieferung von 200.000 Schutzmasken in die USA umgeleitet....

DWN
Politik
Politik Damit Ölpreis wieder steigt: Saudi-Arabien und Russland hoffen auf Spannungen zwischen Iran und USA

Eine Erholung der Ölpreise ist möglich, wenn die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zunehmen. Daran müssten vor allem Russland und...

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen Ausländische Zentralbanken verkaufen US-Staatsanleihen wie nie zuvor

Im März haben ausländische Zentralbanken so viel US-Staatsanleihen verkauft wie niemals zuvor. Doch auch die Gegenmaßnahmen der Federal...

DWN
Finanzen
Finanzen Eines der besten Quartale seit der Finanzkrise 2008 bei Grundstücks-Auktionen

Das Augsburger Investmenthaus GBC AG hat angesichts der Frühjahrsauktionen 2020 ein Interview Michael Plettner, Vorstandsvorsitzender der...

DWN
Politik
Politik Kriegsschiff rammt gezielt deutschen Kreuzer und sinkt am Ende selbst

Ein venezolanisches Kriegsschiff hat ein deutsches Kreuzfahrtschiff gezielt gerammt, um es wegzudrängen. Der deutsche Kreuzer wurde nicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Wir sollten Bürger sein und keine Untertanen: Eine Replik auf Hauke Rudolph

Vor einigen Tagen hat Hauke Rudolph einen Kommentar mit dem Titel „Deutschland – ein Nachtwächterstaat" veröffentlicht. In diesem...

celtra_fin_Interscroller