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Bericht: Boeing baut Einfluss im Pentagon aus

Lesezeit: 1 min
24.12.2018 17:25
Foreign Policy zufolge wird der Einfluss von Boeing durch die Ernennung von Patrick Shanahan zum neuen Pentagon-Chef erheblich steigen.
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Der aktuelle Vize-Verteidigungsminister Patrick Shanahan soll den aktuellen Verteidigungsminister James Mattis ab Januar 2019 ersetzen. "Ich freue mich anzukündigen, dass unser sehr talentierter Vize-Verteidigungsminister Patrick Shanahan ab dem 1. Januar 2019 den Titel Amtierender Verteidigungsminister trägt. Er wird großartig sein", teilte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Patrick Shanahan, der ursprünglich aus dem Staat Washington stammt, war seit Juli 2017 stellvertretender US-Verteidigungsminister. Davor arbeitete er 32 Jahre lang bei Boeing. Dort war er zuletzt als Senior Vice President für Supply Chain und Operations tätig. Das geht aus seiner Webseite des US-Verteidigungsministeriums hervor. Während seiner Karriere bei Boeing war Shanahan auch als Senior Vice President für Verkehrsflugzeug-Programme tätig und hatte Führungspositionen bei der Entwicklung verschiedener Flugzeuge und Waffen inne.

Als Vizepräsident und General Manager von Boeing Missile Defense Systems beaufsichtigte er die Einrichtung des bodengestützten Midcourse Defense-Systems, mit dem ballistische Raketen angegriffen und zerstört werden können - sowie die Entwicklung von flugzeugbasierten Laserwaffen.

Als Vizepräsident und General Manager von Boeing Rotorcraft Systems war er für die Entwicklung von Kampfhubschraubern verantwortlich, darunter der Apache und Chinook sowie der Osprey.

Foreign Policy kritisiert: "Der wachsende Einfluss von Boeing auf das Pentagon von US-Präsident Donald Trump kann nicht länger ignoriert werden."

In den vergangenen sechs Monaten hat Boeing Multimilliarden-Dollar-Ausschreibungen für die großen Luftfahrtprogramme des US-Verteidigungsministeriums gewonnen, obwohl die Lieferung einer neuen Tankerflotte an die US-Luftwaffe verzögert wurde. Foreign Policy berichtet: "Trump hat auch eine persönliche Beziehung zu Boeing-Chef Dennis Muilenburg. Die beiden Männer verhandelten direkt, um einen Deal von 3,9 Milliarden US-Dollar für ein neues Präsidentenflugzeug der Air Force One zu erzielen, das nach Angaben von Trump den Steuerzahlern 1,4 Milliarden US-Dollar einsparen wird."

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