Finanzen

US-Behörden fragen massiv Daten von Krypto-Börsen ab

Lesezeit: 3 min
07.01.2019 17:05
Die Krypto-Börse Kraken berichtet, dass die USA mehr Informationen über Kunden abfragen, als alle anderen Staaten der Welt zusammen.
US-Behörden fragen massiv Daten von Krypto-Börsen ab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

US-Behörden fragen massiv Nutzer-Daten von Krypto-Börsen ab

Die beliebte Kryptowährungsbörse Kraken hat Statistiken über die globale Aufgliederung seiner Informationsanfragen von Behörden im Verlauf des Jahres 2018 veröffentlicht. Die Zahl der Anfragen hat sich von nur 160 im Jahr 2017 auf 475 fast verdreifacht hat. Die Zahlen zeigen auch, wie groß die Kosten für das Unternehmen im Zusammenhang mit den Informationsanfragen in den USA sind.

Die Börse berichtet, dass nur rund 20 Prozent seiner Kunden aus den USA stammen. Trotzdem machen die Anfragen in den USA die absolute Mehrheit der Informationsanfragen aus, die Kraken im vergangenen Jahr aus der ganzen Welt bearbeiten musste.

An zweiter Stelle hinter den 315 Anfragen der USA gab es in Großbritannien im Jahr 2018 nur 61 Anfragen. In der Tat stellte allein das FBI mehr Anträge (insgesamt 67) als alle britischen Behörden zusammen. Und Homeland Security Investigations (HSI) belastete die Börse mit 91 Informationsanfragen.

Jessie Powell, der Vorstandsvorsitzende von Kraken, sagte: „Einerseits unterstützen wir die Behörden gerne, soweit dies gesetzlich möglich ist, um gewalttätige Verbrecher und Diebe festzunehmen und strafrechtlich zu verfolgen. Auf der anderen Seite mag es niemand, wenn er eine Pistole an den Kopf gehalten bekommt und gezwungen wird, die Arbeit von den eigenen Zielen auf die eines anderen umzulenken.“

Das Kraken-Team sagte: „Sehen Sie sich den Transparenzbericht des Compliance-Teams für 2018 an. Sie sehen, warum sich viele Unternehmen dafür entscheiden, US-Nutzer zu sperren. Die Kosten für die Bearbeitung von Anfragen (unabhängig von Lizenzen) werden schnell zu einer Eintrittsbarriere.“

„Ein Grund, warum diese [Informationsanfragen] so teuer sind, besteht darin, dass sie häufig eine beträchtliche Menge an Auskünften und Hin und Her benötigen. Wir werden Anfragen für 'alle Transaktionen' erhalten, die Petabyte an Daten sein könnten, wenn sie tatsächlich nur die Abhebungen von letzter Woche für einen Mann benötigen", erklärten sie weiter.

Weitere Meldungen

Hongkong: Krypto-Börse bietet Terminhandel mit 20-fachem Hebel an

  • Die in Hongkong ansässige Krypto-Börse CoinFinures and Lending Exchange (CoinFLEX) hat angekündigt, ab Februar 2019 Futures-Kontrakte für Kryptowährungen für asiatische Investoren bereitzustellen.
  • Die neue Plattform ist im Besitz der Muttergesellschaft Coinfloor und namhafter Investoren wie Roger Ver, B2C2, Dragonfly Capital, Trading Technologies und Mike Komaransky.
  • CoinFLEX startet Terminverträge für Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH) mit einer Hebelwirkung von bis zu 20 Mal.

Japans Finanzaufsicht könnte Krypto-Börsenfonds genehmigen

  • Japans Finanzdienstleistungsagentur erwägt die Genehmigung von börsengehandelten Fonds (ETFs), die digitale Vermögenswerte abbilden.
  • Laut Quellen, die sich Bloomberg anvertrauten, misst die Finanzaufsicht im Moment das Interesse des Sektors an börsennotierten Fonds, die Kryptowährungen verfolgen.
  • Dies ist weniger als ein Monat, seit der Finanzwächter Pläne für Kryptowährungs-Futures auf Eis gelegt hat.

Energieverbrauch von Bitcoin sinkt aufgrund des Preisverfalls

  • Der Energieverbrauch von Bitcoin ist angesichts des sinkenden Preises dramatisch gesunken, was die Besorgnis über die Auswirkungen der Kryptowährung auf die Umwelt mildert.
  • Der schnelle Anstieg der virtuellen Währung hatte Warnungen ausgelöst, dass die riesigen Mengen an Strom, die zur Aufrechterhaltung des Netzes verwendet werden, den Klimawandel verschlimmern könnten, nachdem die Ökonomen davon ausgegangen waren, dass sie mehr Strom verbrauchen als die meisten Länder.
  • Bitcoin wird durch einen energieintensiven Prozess erhalten, der als "Mining" bezeichnet wird.

Chinesische Analysten: Bitcoin Bärenmarkt dürfte 2019 fortfahren

  • Chinesische Analysten erwarten, dass der derzeitige Markt für Bitcoin-Bären im Jahr 2019 anhalten wird.
  • Der Anstieg im Jahr 2017 war darauf zurückzuführen, dass viele Neuankömmlinge auf den Markt kamen, weil sie von den neuen Konzepten „Blockchain“, „Smart Contract“ und „ICO“ umworben wurden - was die Preise anhob.
  • Hang glaubt nicht, dass sich der Kryptomarkt in absehbarer Zeit erholen wird, da Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten.

Krypto-freundlicher Politiker übernimmt die Schweizer Präsidentschaft

  • Nachdem Ueli Maurer in den letzten drei Jahren als Finanzminister einer der wirtschaftlich einflussreichsten Nationen gearbeitet hatte, beginnt er seine Amtszeit als Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
  • Im Mai lud er Vertreter der Schweizer Finanzaufsichtsbehörde Finma, der Schweizerischen Nationalbank und der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) zu einer Diskussionsrunde ein.
  • Während des G20-Finanzministertreffens im Juli in Buenos Aires teilte Maurer die Position seines Landes zu Kryptowährungen und betonte, dass digitale Vermögenswerte und Blockchain-Technologien ein großes Potenzial für Finanzdienstleistungen bieten.

Meldungen vom 06.01.

Meldungen vom 04.01.

Meldungen vom 03.01.

Meldungen vom 02.01.

Meldungen vom 31.12.

Mehr Krypto-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft wird sich bis 2025 nicht erholen

Eine Erholung der Weltwirtschaft dürfte bis zum Jahr 2025 nicht eintreten. Mit einer Aufhebung der Mobilitäts-Beschränkungen ist ab dem...

DWN
Politik
Politik Reisen nur noch mit Corona-Impfung? Digitaler Gesundheitspass wird zur Realität

Alsbald soll beim internationalen Flugverkehr ein digitaler Gesundheitspass, der dann wegen der Corona-Krise als Impfpass dienen soll, zum...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neueste Zahlen für die USA: Arbeitslosigkeit steigt, Wirtschaft zieht an

Daten zeichnen seit einigen Wochen ein zwiespältiges Bild von der wirtschaftlichen Lage Amerikas: während die Arbeitslosigkeit steigt,...

DWN
Politik
Politik Lagebericht Syrien: Türkische Söldner in Hinterhalt gelockt, Israel greift Region Damaskus an

Kurdische Söldner sollen türkische Milizen am Dienstag in einen Hinterhalt gelockt haben. Israel griff syrischen Medienberichten zufolge...

DWN
Politik
Politik Blockade der Corona-Milliarden: Der Ton zwischen Brüssel, Warschau und Budapest wird rauer

Im Streit um die von Brüssel geforderte Verknüpfung der Auszahlung von Corona-Milliardenhilfen mit der „Rechtstaatlichkeit“ der...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Währungssystem: Pandemie begünstigt die Einführung des digitalen Dollars

Die Pandemie hat viele Zentralbanken davon überzeugt, dass sie digitale Währungen ausgeben müssen. Die US-Notenbank Fed will so schnell...

DWN
Politik
Politik Spahn sagte nur: „In dieser“ Pandemie wird es keine Impflicht geben

Die Medienöffentlichkeit behauptete, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Impfpflicht ausgeschlossen habe. Doch das stimmt...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Dax: Börsianer warten auf Entscheidungen über Corona-Restriktionen

Die Börsen haben heute Morgen mit leichten Verlusten eröffnet. Die Anleger warten darauf, wie sich Bund und Länder über die...

DWN
Finanzen
Finanzen So erfüllt sich Ihr Traum vom Eigenheim

Das Eigenheim als Altersvorsorge? Viele Deutsche träumen davon. Doch nur wenige besitzen hierzulande tatsächlich die Immobilie, die sie...

DWN
Politik
Politik Das große Geschäft mit den Impfstoffen hat begonnen

Die EU einigt sich mit dem US-Hersteller Moderna, Bill Gates‘ Impfallianz erhält hunderte Millionen Dosen des Herstellers AstraZeneca...

DWN
Technologie
Technologie "Himmelsdrachen": Deutsches Unternehmen entwickelt Technologie, die Satelliten ersetzen kann

Ein Stuttgarter Unternehmen hat einen sogenannten "SkyDragon", einen Himmelsdrachen, für den Flug in der Stratosphäre entwickelt.

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Klare Botschaft an alle - USA entsenden Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, haben die USA Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten entsendet. Die Mission sollte als...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt ist es soweit: Bundesregierung erwägt Einführung eines Corona-Soli

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung, einen Corona-Soli einzuführen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Krise...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehrere Zahlungsausfälle erschüttern Chinas Anleihemarkt

In den vergangenen Tagen konnten mehrere staatlich kontrollierte Unternehmen ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Ausländische...