Finanzen

Fitch erwägt Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA

Lesezeit: 1 min
10.01.2019 16:35
Die US-Ratingagentur Fitch erwägt, die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen.
Fitch erwägt Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Auch knapp drei Wochen nach Beginn der Haushaltssperre (Shutdown) in den USA ist keine Lösung im Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und den Demokraten um die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko in Sicht. Dies könnte sich nach Ansicht der US-Ratingagentur Fitch bald negativ auf die Kreditwürdigkeit des Landes auswirken.

Am 2. März 2019 wird der US-Kongress darüber entscheiden, ob die Schuldenobergrenze auf einen voraussichtlichen Wert von 22 bis 23 Billionen Dollar angehoben wird, damit die derzeit stattfindende Haushaltssprerre aufgehoben werden kann. Die US-Regkierung hat aktuell Schulden in Höhe von etwa 21,92 Billionen US-Dollar.

"Wenn dieser Stillstand bis zum 1. März andauert und die Schuldenobergrenze einige Monate später zu einem Problem wird, müssen wir möglicherweise (...) über die Unfähigkeit, ein Budget zu verabschieden, nachdenken (...) und ob all dies mit Triple-A vereinbar ist. Aus Sicht des Ratings ist die Schuldenobergrenze problematisch", zitiert CNBC James McCormack, den globalen Leiter der Länder-Ratings von Fitch.

Im Juni 2018 bekräftigten die Anleihe-Analysten des Fitch-Konkurrenten S&P Global ihr AA + - Rating für die USA. Der Ausblick des Landes sei "stabil". Das werde sich trotz des Shutdowns nicht ändern, teilt S&P CNBC mit. Moody's gab im Dezember 2018 bekannt, dass ein Shutdown nichts an der Kreditwürdigkeit der USA ändern werde.

Nationaler Notstand möglich

Trumps Sprecherin Sarah Sanders erneuerte am Mittwoch die Drohung des Präsidenten, den nationalen Notstand auszurufen, um den Kongress zu umgehen und so die von ihm versprochene Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu können. Die Demokraten, die seit Anfang des Jahres das Repräsentantenhaus kontrollieren, bereiteten im Gegenzug eine Reihe einzelner Etatgesetze vor, mit denen sie Trumps Republikaner im Senat dazu bringen wollen, Schritt für Schritt einen Finanzhahn nach dem anderen für die seit dem 22. Dezember geschlossenen Bundesbehörden- und Einrichtungen wieder aufzudrehen.

Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, warf Trump vor, mit dem sogenannten Government Shutdown Behörden in Geiselhaft zu nehmen, die für die Gesundheitsversorgung und die Sicherheit der Amerikaner wichtig seien. Auch betonte sie, dass wegen der Haushaltssperre 800.000 Staatsbedienstete derzeit kein Geld bekämen, so Reuters.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Grenzziehung: Russlands Planspiele sorgen für Besorgnis bei Nachbarn
22.05.2024

Ein russisches Gesetzesprojekt zur Neubestimmung der Ostsee-Grenzen sorgt für Aufregung bei Nachbarländern. Litauen spricht von...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Konjunkturaussichten hellen sich langsam auf
22.05.2024

Die deutsche Wirtschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben. Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn dürfte die Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lehrerverband will Islamunterricht: Lösung für bessere Integration oder Anbiederung?
22.05.2024

Gut 1,6 Millionen Schüler moslemischen Glaubens besuchen mittlerweile Deutschlands Schulen. Für sie wünscht sich der Präsident des...

DWN
Immobilien
Immobilien Bessere Laune im Bausektor, aber Auftragsmangel immer noch zentrales Problem
22.05.2024

Auf dem ZIA-Finance Day letzte Woche ging es - unter anderen Schlüsselthemen - um die sich stabilisierende makroökonomische Lage in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der DWN-Marktreport: Börsen im Rally-Modus – Aktienmärkte erreichen Allzeithochs, Metalle glänzen
22.05.2024

Die vergangene Woche konnte sich sehen lassen: Die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte warteten mit beeindruckenden Preisbewegungen...

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Europawahl und die AfD: Unternehmen äußern wirtschaftliche Bedenken
22.05.2024

Neue IW-Studie: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen lehnt die AfD deutlich ab. Sie sind besorgt über den Wirtschaftsstandort...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
22.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...