Deutschland

Fredi Bobic: “Der Mittelstand im Fußball bricht weg”

Lesezeit: 1 min
17.05.2019 06:13
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Fredi Bobic kritisiert die Einführung einer gesonderten Super League für europäische Spitzenvereine. Dadurch breche der “Mittelstand im Fußball” weg.
Fredi Bobic: “Der Mittelstand im Fußball bricht weg”

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat seine Kritik an der möglichen Einführung einer neuen Super League im Fußball bekräftigt. “Leider geht es hier mehr um Politik als um Sport. Wie können wir noch höhere Gelder garantieren? Wie können die Großen noch größer werden? Der Mittelstand bricht langsam weg. Man muss aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Wir sollten wieder mehr über Fußball reden. Denn auch der Fußballfan wird irgendwann sagen: Das mache ich nicht mehr mit”, sagte Bobic dem Fachmagazin Kicker.

Das Reformkonzept auf Initiative der europäischen Club-Vereinigung ECA sieht vor, dass von der Saison 2024/25 an insgesamt 32 Teams in vier Achtergruppen antreten. 24 davon sollen das direkte Ticket für das Folgejahr in der Königsklasse lösen können. Am Freitag kommt es diesbezüglich in Budapest zum Treffen der Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union mit UEFA-Präsident Alexander Ceferin.

[newsletter-signup-telegram]

"Man gewinnt den Eindruck, dass sich die internationale Fußballelite absetzen will. Das gefällt mir nicht, was ich da lese und höre. Das ist undurchsichtig, da geht es zu viel um Politik und Geschäft. Wir von den Clubs aus der zweiten Reihe werden wenig gefragt, wenn die Verbände in Hinterzimmern entscheiden", hatte Bobic im Gespräch mit der Zeit kritisiert.

Geärgert hat Bobic sich über die Reaktion des FC Bayern auf die Pläne des Weltverbandes FIFA zur Reform der Club-WM. Zunächst hatte der Rekordmeister dagegen protestiert, später hatte Präsident Uli Hoeneß den Beschluss begrüßt: "Man muss zu einer Sache stehen. Sie erst kritisieren und am Ende doch mitmachen, wäre nicht meine Sache", sagte Bobic.

Obwohl die Frankfurter vergangene Saison den DFB-Pokal gewonnen haben und ins Halbfinale der Europa League eingezogen sind, schätzt Bobic die Chancen auf den Titel in der Bundesliga auf absehbare Zeit als gering ein: "Der FC Bayern profitiert von einem so großen wirtschaftlichen Vorsprung, dass ihm Fehler verziehen werden. Und dem Management des FC Bayern sind ja zuletzt einige Fehler unterlaufen."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Washington Post: Der Weg zum Krieg

Die US-amerikanische Tageszeitung zeichnet über eine Reihe von Interviews mit Behördenvertretern aus den USA, der Ukraine sowie der EU...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Gas-Vorräte reichen weniger als drei Monate

Selbst wenn es Deutschland gelingen sollte, seine Reserven vollständig zu füllen, reicht das Gas nicht einmal drei Monate, falls Russland...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflation in Großbritannien steigt über 10 Prozent

Die bereits hohe Inflation in Großbritannien hat sich weiter beschleunigt. Im Juli lagen die Verbraucherpreise um 10,1 Prozent höher als...

DWN
Finanzen
Finanzen Lohnen sich Hedgefonds für Privatanleger?

Hedgefonds gelten als Königsklasse der Investments und versprechen hohe Gewinne. Doch es gibt auch Schattenseiten.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorbereitung auf Super-Crash: Star-Investor stößt alle Aktien ab - bis auf eine

Der bekannte Investor Michael Burry warnt seit Monaten vor einem verheerenden Börsencrash und stößt fast seinen gesamten Aktienbestand...

DWN
Politik
Politik Neue Weltordnung: Platzt die transatlantische Illusionsblase?

Dr. Josef Braml, Bestsellerautor und Berater weltweit führender Think Tanks gibt im Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten...

DWN
Deutschland
Deutschland Rhein-Pegel fällt unter die Nullmarke, Schiffe fahren dennoch

Bei der Rhein-Pegel-Messung am Mittwochmorgen bei Emmerich wurde das Rekordtief von minus zwei Zentimetern gemessen. Schiffahrt bleibt...

DWN
Deutschland
Deutschland Auftragsstau in der deutschen Industrie so lang wie nie zuvor

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind so voll wie noch nie. Grund sind die gestörten Lieferketten.