Finanzen
Großaufträge stützen

Lichtblick für die Industrie: Zahl der Aufträge nimmt im Juni zu

Die Zahl der Aufträge für die Industrie hat sich im Juni gegenüber Mai erhöht. Damit wird eine Abwärtstendenz durchbrochen.
06.08.2019 09:28
Lesezeit: 1 min

Die deutsche Industrie hat im Juni dank vieler Großaufträge überraschend viele Bestellungen eingesammelt. Das Neugeschäft legte um 2,5 Prozent zum Vormonat zu und damit so stark wie seit August 2017 nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Im Mai hatte es einen Auftragseinbruch von revidiert 2,0 Prozent gegeben. Klammert man Großaufträge aus, gingen die gesamten Orders im Juni allerdings um 0,4 Prozent zurück.

"Bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Abwärtstendenz im zweiten Quartal merklich verlangsamt", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu. "Die Geschäftsklimaindikatoren deuten jedoch darauf hin, dass der konjunkturelle Wendepunkt in der Industrie noch aussteht."

Im Juni fielen die Aufträge aus dem Inland zum Vormonat um ein Prozent, das Auslandsgeschäft allerdings zog kräftig um fünf Prozent an. Dabei legten die Bestellungen aus Ländern außerhalb der Euro-Zone dank vieler Großaufträge kräftig um 8,6 Prozent zu und glichen dabei ihren Rückschlag aus dem Vormonat aus.

Die Industrie steckt derzeit in der Rezession, auch wenn sie ihre Talfahrt zuletzt bremste. Der Branche machen laut Experten die globalen Handelskonflikte, die lahmende Autoindustrie sowie die anhaltenden Unsicherheiten in Politik und Wirtschaft zu schaffen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zeekr greift BMW und Mercedes an: Ex-BMW-Manager rechnet mit Europas Autobauern ab
18.10.2026

In chinesischen Autofabriken verschwinden die Menschen, Roboter übernehmen ihre Arbeit. Während BMW, Mercedes und Audi unter Kostendruck...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Entsorgungswirtschaft warnt: mehr Brände durch Batterien
18.10.2026

Immer mehr Alltagsgegenstände enthalten fest verbaute Batterien, die nicht jeder überhaupt erkennt. Im Müllauto oder der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bald treffen die Giganten aufeinander: Die Wette auf Indien könnte lukrativer sein als die auf China
18.10.2026

Wenn nur zehn Prozent der Inder, die heute kein Auto besitzen, in den kommenden Jahrzehnten Eigentümer eines Neuwagens würden, sprächen...

DWN
Politik
Politik Regierungsbildung in Berlin: Das planen Linke, Grüne und SPD für die Hauptstadt
17.10.2026

"Mehr gemeinsam, mehr Berlin": Das Sondierungspapier von Linke, Grünen und SPD umfasst inklusive Anlagen etwa 30 Seiten. So wollen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deal mit Nvidia: Bundesregierung plant Kooperation mit US-Chiphersteller
17.10.2026

Deutschland will die Lücke beim Einsatz künstlicher Intelligenz in der Industrie schließen. Viele deutsche KMU hinken bei der digitalen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
17.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ausweg aus russischen Rohstoffen? „Eine Alternative gibt es, aber sie könnte uns nicht gefallen“
17.10.2026

Wie Deutschland und viele weitere EU-Staaten will auch Estland seine Abhängigkeit von russischen Rohstoffen reduzieren oder sogar beenden....

DWN
Technologie
Technologie Datenleck nach Cyberangriff bei Autohaus-Software: Betrugsversuche befürchtet
17.10.2026

Autokäufer könnten sich nun Betrugsversuchen gegenübersehen, die besonders schwierig zu erkennen sind. Vor allem Häuser mit Marken...