Politik

Machtkampf in Ägypten: Gericht verbietet Muslimbrüder

Lesezeit: 1 min
24.09.2013 02:51
Ein Gericht in Kairo hat die Muslimbrüder verboten. Alle Aktivitäten müssen eingestellt werden, Gelder und andere Vermögenswerte werden eingezogen. Auch alle mit den Muslimbrüdern kooperierenden Organisationen sind vom den Urteil betroffen.
Machtkampf in Ägypten: Gericht verbietet Muslimbrüder

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ein Gericht in Kairo hat die Muslimbrüder mit einem aktuellen Urteil handlungsunfähig gemacht. Alle Aktivitäten der Bewegung werden verboten. Das Vermögen der Gruppe wird beschlagnahmt.

„Das Gericht verbietet alle Aktivitäten der Muslimbruderschaft und die ihrer Nicht-Regierungs-Organisationen und alle Aktivitäten, an denen sie teilnimmt sowie alle Organisationen, die aus ihr hervorgegangen sind“, zitiert Reuters aus dem Urteilsspruch von Richter Mohammed al-Sayed. Damit wird auch der politische Arm, die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei verboten. Die Partei unter Ex-Präsident Mursi hatte sich bisher offiziell immer als unabhängig bezeichnet.

Von dem Verbot sollen auch alle Organisationen betroffen sein, die – auf welche Art auch immer – mit Muslimbrüdern kooperieren.

Das Gericht in Kairo ordnete außerdem an, „Geld, Vermögen und Immobilien“ zu beschlagnahmen. Das Kabinett müsse ein unabhängiges Komitee ins Leben rufen, dass über das Vermögen verfügen solle, bis ein abschließendes Urteil darüber gefällt werde. Gegen das Urteil könne noch Berufung eingelegt werden, berichtet Al-Dschasira.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Nur eine Rezession in den USA kann Japan und den Yen noch retten

Wenn die US-Wirtschaft nicht bald in eine Rezession eintritt, droht Japan der Zusammenbruch der Währung und eine politische Revolte. Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Trotz Energiekrise: Ausbau der Windkraft geht nur schleppend voran

Der Ausbau der Windkraft an Land ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ins Stocken geraten.

DWN
Finanzen
Finanzen „Zentralbank der Zentralbanken“ gründet Liquiditätspool für Renminbi

Zusammen mit mehreren Staaten legt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich einen Liquiditätspool in der chinesischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bloß raus aus Russland: Rückzug westlicher Firmen wird zum Eigentor

Als der Ukraine-Krieg begann, wurden westliche Unternehmen zum Rückzug aus Russland gedrängt. Dieser ist zwar schnell verkündet. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Riskante Wette: US-Pensionsfonds setzen verstärkt auf Hebelwirkung

Die staatlichen Pensionsfonds in den USA investieren massiv mit geliehenem Geld. Dies soll die Renditen steigern und die großen...

DWN
Politik
Politik Angriffsdrohungen und ein mysteriöser Brief: Lukaschenko und der Krieg

Der weißrussische Machthaber gilt zwar als Unterstützer Putins, hielt sich bislang aber aus dem Ukraine-Krieg raus. Dann kamen die...

DWN
Deutschland
Deutschland Energieriese soll mit Steuergeld gerettet werden

Erst die Banken, dann die Fluglinien und jetzt die Energieriesen. Erneut bittet eine Branche darum, mit Steuergeldern gerettet zu werden....