Wirtschaft

Zwist um geplante Schließung von Europas größtem Gasfeld

Die niederländische Regierung hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, das größte Gasfeld in Europa zu schließen, das sich in Groningen befindet. Jetzt gibt es eine gewichtige kritische Stimme dagegen.
06.09.2019 11:32
Aktualisiert: 06.09.2019 11:43
Lesezeit: 1 min

Im niederländischen Groningen befindet sich derzeit noch das größte Gasfeld im westlichen Europa. Die niederländische Regierung hatte allerdings im Frühjahr des vergangenen Jahres angekündigt, zunächst die Förderung zurückzufahren und dann bis zum Jahr 2030 vollständig einzustellen. Grund: Erdbeben, die verstärkt aufkamen, und die Sicherheit bei der Förderung gefährdeten.

Jetzt ist darum ein Streit entbrannt – und der wird der von den Händlern entfacht. „Die Niederlande verfügen über einen sehr leistungsfähigen und attraktiven Handelsplatz für Naturgas“, sagte die CEO von GasTerra - dem Unternehmen, das die größte Menge des Gasfeldes in Groningen verkauft.

„Der Standort hat sich schon so gut entwickelt, dass viele bereits vergessen haben, wie uns das gelungen ist“, zitiert die internationale Nachrichtenagentur „Bloomberg“ die Managerin Ende August. Ihren Aussagen zufolge steht der gesamte niederländischen Gashandelsplatz in Frage, weil sich die Niederlande von einem Exportmarkt zu einem Land wandeln, das den Rohstoff importiert. „Wenn wir Groningen nicht mehr haben sollten, was soll dann nur werden?“ kritisierte die Geschäftsführerin des Unternehmens, das vor fünf Jahren sogar ein Fünftel des gesamten Volumens in Europa gehandelt hat.

Das Gasfeld in Groningen ist das größte seiner Art in Europa. Von der Schließung sind nicht nur die niederländischen Haushalte, sondern auch in Deutschland, Belgien und in Frankreich betroffen. Die Niederlande haben bisher damit pro Jahr Haushaltseinnahmen von zwei Milliarden Euro erzielt.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Trotz der Preisschwankungen von XRP haben Nutzer auf XRP-Staking-Plattformen über 9.000 US-Dollar pro Tag verdient.

Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigen die Kursentwicklung und die Marktstruktur von XRP positive Veränderungen im Kryptowährungsmarkt....

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Rekordhoch: Gelbes Edelmetall erstmals über 4.700 US-Dollar – Silberpreis ebenfalls mit Allzeithoch
20.01.2026

Ein neues Goldpreis-Rekordhoch: Das gelbe Edelmetall durchbricht eine historische Marke nach der anderen, der Silberpreis zieht mit....

DWN
Technologie
Technologie Energie in unsicheren Zeiten: Was tun, wenn der Blackout in Deutschland kommt?
20.01.2026

Ein Blackout trifft moderne Gesellschaften schneller, als viele glauben. Der Ausfall in Spanien und Portugal Anfang 2025 zeigt, wie rasch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar besser als erwartet
20.01.2026

Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar deutlich stärker als erwartet – ein Signal, das viele als Hoffnungsschimmer für die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exporte in die USA fallen: Autoindustrie besonders betroffen – wo es Hoffnung gibt
20.01.2026

Deutschlands USA-Exporte geraten unter Druck: Zölle, politische Drohkulissen und neue Unsicherheit im transatlantischen Geschäft treffen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Umfrage: Materialmangel in deutscher Industrie geht zurück – doch Entwarnung bleibt riskant
20.01.2026

Die Materiallage in der deutschen Industrie wirkt deutlich stabiler als noch vor wenigen Monaten. Vor allem die Autoindustrie meldet...

DWN
Panorama
Panorama Verdi-Warnstreik bremst Pendler aus: Wirtschaft warnt vor Folgen
20.01.2026

Der Verdi-Streik trifft Autofahrer genau zum Start in den Tag: Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen für Sperrungen, Umleitungen und...

DWN
Politik
Politik Putins Bündnisse zerfallen: Iran wird zum Schlüsselrisiko
20.01.2026

Russlands Außenpolitik steckt in der Krise: Verbündete im Nahen Osten und darüber hinaus zweifeln zunehmend am Wert der Partnerschaft...

DWN
Politik
Politik G7-Gipfelidee aus Paris: Macron regt G7-Treffen mit Russland und Dänemark an
20.01.2026

Emmanuel Macron sucht den direkten Draht zu Donald Trump – und setzt dabei auf private Nachrichten. Ein vorgeschlagenes G7-Treffen in...