Finanzen

Medien: Credit Suisse-Chef Thiam steht unter massivem Druck

Schweizer Medienberichten zufolge steht der Vorstandsvorsitzende der Großbank Credit Suisse, Tidjane Thiam, unter massivem Druck. Er soll zugelassen haben, dass der ehemalige Jungstar der Bank, Iqbal Khan, beschattet wurde. Hintergrund soll ein Streit der Nachbarn um die Seesicht gewesen sein.
26.09.2019 16:18
Aktualisiert: 26.09.2019 16:22
Lesezeit: 1 min

Wie der Finanzblog Inside Paradeplatz berichtet, steht der Vorstandsvorsitzende der Credit Suisse, Tidjane Thiam, unter erheblichem Druck. Seine Absetzung sei wahrscheinlich. Der Grund dafür sei, dass Thiam den Chef der internationalen Vermögensverwaltung der Bank, Iqbal Khan, habe beschatten lassen beziehungsweise dies geduldet habe.

Eine von der Credit Suisse veranlasste Untersuchung zum Fall soll noch diese Woche abgeschlossen werden. Das sagte eine mit der Sache vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Untersuchung führe eine Anwaltskanzlei durch. Ein Sprecher der Credit Suisse wollte sich zum Zeithorizont nicht äußern.

Die Bank hatte die Untersuchung der in der Vorwoche publik gewordenen Vorgänge um die Beschattung Khans in einem internen Memo angekündigt. Medien hatten spekuliert, die Credit Suisse habe den Manager überwachen lassen, weil sie befürchte, er könnte weiter Topleute abwerben und zu einem Wechsel zu seinem neuen Arbeitgeber UBS veranlassen. Khan war bislang Chef der internationalen Vermögensverwaltung der Credit Suisse und wechselt im Oktober in gleicher Funktion zum größeren Rivalen.

Inside Paradeplatz berichtet nun, dass der mutmaßlichen Beschattung offenbar ein persönlicher Streit zwischen Thiam und Khan vorangegangen sei. Diese wohnen nebeneinander am Zürichsee. Weil Thiams Frau angeblich Bäume pflanzte, welche die Seesicht Khans beeinträchtigt hätten, soll es zum Streit gekommen sein. Khan habe Thiams Frau daraufhin bei einer Party beschimpft, worauf Thiam Khan bedroht habe.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Rekordhoch: Gelbes Edelmetall erstmals über 4.700 US-Dollar – Silberpreis ebenfalls mit Allzeithoch
20.01.2026

Ein neues Goldpreis-Rekordhoch: Das gelbe Edelmetall durchbricht eine historische Marke nach der anderen, der Silberpreis zieht mit....

DWN
Technologie
Technologie Energie in unsicheren Zeiten: Was tun, wenn der Blackout in Deutschland kommt?
20.01.2026

Ein Blackout trifft moderne Gesellschaften schneller, als viele glauben. Der Ausfall in Spanien und Portugal Anfang 2025 zeigt, wie rasch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar besser als erwartet
20.01.2026

Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar deutlich stärker als erwartet – ein Signal, das viele als Hoffnungsschimmer für die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exporte in die USA fallen: Autoindustrie besonders betroffen – wo es Hoffnung gibt
20.01.2026

Deutschlands USA-Exporte geraten unter Druck: Zölle, politische Drohkulissen und neue Unsicherheit im transatlantischen Geschäft treffen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Umfrage: Materialmangel in deutscher Industrie geht zurück – doch Entwarnung bleibt riskant
20.01.2026

Die Materiallage in der deutschen Industrie wirkt deutlich stabiler als noch vor wenigen Monaten. Vor allem die Autoindustrie meldet...

DWN
Panorama
Panorama Verdi-Warnstreik bremst Pendler aus: Wirtschaft warnt vor Folgen
20.01.2026

Der Verdi-Streik trifft Autofahrer genau zum Start in den Tag: Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen für Sperrungen, Umleitungen und...

DWN
Politik
Politik Putins Bündnisse zerfallen: Iran wird zum Schlüsselrisiko
20.01.2026

Russlands Außenpolitik steckt in der Krise: Verbündete im Nahen Osten und darüber hinaus zweifeln zunehmend am Wert der Partnerschaft...

DWN
Politik
Politik G7-Gipfelidee aus Paris: Macron regt G7-Treffen mit Russland und Dänemark an
20.01.2026

Emmanuel Macron sucht den direkten Draht zu Donald Trump – und setzt dabei auf private Nachrichten. Ein vorgeschlagenes G7-Treffen in...