Politik

Jeder Vierte hat nicht genug zu essen: Zahl der Hungernden steigt weltweit dramatisch

Die Zahl der Hungernden ist in den letzten Jahren wieder erheblich gestiegen.
11.10.2019 15:46
Lesezeit: 1 min
Jeder Vierte hat nicht genug zu essen: Zahl der Hungernden steigt weltweit dramatisch
Der Hunger bleibt ein gewichtiges Problem. Und das, obwohl die Getreidespeicher eigentlich voll sind (Foto: dpa). Foto: Mohammed Mohammed

Es gibt immer mehr Menschen, die hungern. Die Zahl derjenigen, die an „mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit“ leiden, ist in der Zeit zwischen 2014 und 2018 um 317 Millionen auf circa zwei Milliarden Personen (26 Prozent der Weltbevölkerung) gestiegen. Das geht aus aktuellen Statistiken der Welternährungsorganisation FAO hervor. In Asien sind es etwas mehr als eine Millarde Menschen, in Afrika sind es 676 Millionen und in Südamerika 131 Millionen.

Wie die Menschenrechtsorganisation "FIAN Deutschland" berichtet, ist die Datenlage zur Zahl der Todesfälle durch Hunger und Mangelernährung lückenhaft. Schätzungen sterben dadurch bis zu 36 Millionen Menschen pro Jahr.

„Das Recht auf Nahrung von einem Viertel der Weltbevölkerung wird verletzt“, sagte der Geschäftsführer von FIAN Deutschland, Philipp Mimkes. „Dies ist ein politischer Bankrott angesichts von Rekordernten und vollen Nahrungsmittelspeichern“, so Mimkes.

Hintergrund: Die wichtigsten Grundnahrungsmittel sind Weizen, Mais und Reis. Wie die FAO erklärt, ist die Weltgetreide-Ernte in den vergangenen zehn Jahren um fast ein Drittel auf 2,8 Milliarden Tonnen gestiegen. Die Weltbevölkerung ist im gleichen Zeitraum um elf Prozent gewachsen. Darüber hinaus haben sich die Volumina im Weltgetreide-Speicher um 60 Prozent auf 852 Millionen Tonnen vergrößert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kündigungsschutzklage: Das müssen Sie wissen
06.10.2026

Wer entlassen wird, kann und sollte sich dagegen wehren. Lohnnachzahlungen oder eine Abfindung sind jedoch kein Selbstläufer. Was...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
06.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall erobert den Weltraum und startet Satellitenproduktion für die Bundeswehr
06.10.2026

Rheinmetall baut nicht mehr nur Panzer, Munition und Gefechtstürme. Mit eigenen Radarsatelliten will der Rüstungskonzern die Bundeswehr...

DWN
Politik
Politik BSW will AfD-Mann zum Landtagspräsidenten machen
06.10.2026

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit fast 44 Prozent der Stimmen gewonnen und will nun auch den Parlamentspräsidenten...

DWN
Politik
Politik Milliardenschwerer Öl-Deal mischt sich in Gespräche zwischen USA und Russland
06.10.2026

Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei Gesprächen mit den USA einen milliardenschweren Öl-Deal angesprochen, der Verbindungen zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Lkw-Offensive sorgt für Unruhe: „Fast zu gut“
06.10.2026

Die Elektrifizierung ist in vollem Gang, und die chinesischen Hersteller haben Lastwagen bereit, die in Europa auf die Straße kommen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Rally beflügelt Wall Street; Anleiherenditen steigen
05.10.2026

Welche Kräfte die US-Märkte zum Wochenstart bewegten und warum Anleger jetzt genau hinsehen sollten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elektroautos sollen Strom verkaufen: Neuer Markt für Fahrer und Energieversorger
05.10.2026

In Deutschland wird die gesetzliche Grundlage für eine breite Einführung des V2G-Systems vorbereitet. Elektroautos sollen künftig nicht...