Politik

Türkei wird wichtiger Akteur auf dem weltweiten Rüstungsmarkt

Die Türkei entwickelt sich zu einem wichtigen Akteur auf dem internationalen Rüstungsmarkt. So soll Pakistan bald 30 Helikopter und vier Korvetten aus türkischer Produktion erhalten.
17.11.2019 06:10
Lesezeit: 1 min
Türkei wird wichtiger Akteur auf dem weltweiten Rüstungsmarkt
Der türkische Helikopter TAI T129 Foto: Türkisches Verteidigungsministerium

Die Türkei bereitet sich darauf vor, in den kommenden Jahren 30 Helikopter der türkischen Klasse T-19 ATAK und vier Korvetten der Milgem-Klasse an Pakistan auszuliefern. Ankara und Islamabad hatten im vergangenen Jahr einen diesbezüglichen Vertrag im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, berichtet die Zeitung Aydınlık.

Nach Informationen des schwedischen Friedensforschungsinstituts Sipri hat die Türkei ihre Rüstungsexporte zwischen 2014 bis 2018 im Vergleich zum Zeitraum 2009 bis 2014 um 170 Prozent gesteigert.

In der Rangliste der weltweit größten Waffenexporteure lag die Türkei zwischen 2014 bis 2018 auf dem 14. Platz. Damit lag das Land noch vor Ländern wie Kanada, Schweden oder Brasilien, aber auch hinter Ländern wie den USA, Russland, Deutschland und China.

Pieter Wezeman, Senior Researcher beim SIPRI-Programm für Waffen und Militärausgaben, hatte zuvor gesagt: “Diese deutliche Steigerung spiegelt die Ambitionen der Türkei wider, ihre Rüstungsindustrie auszubauen, um der wachsenden Nachfrage nach Waffen gerecht zu werden und von ausländischen Lieferanten unabhängiger zu werden.”

Die türkischen Rüstungsexporte bestanden in den letzten zehn Jahren typischerweise aus gepanzerten Rädern. Hunderte von BMCs 4x4-Streifenwagen Kirpi wurden nach Tunesien und Turkmenistan verkauft, während Otokars gepanzerter 4x4-Personentransporter Cobra derzeit in Ländern wie Bahrain, Bangladesch, Mauretanien und Ruanda im Einsatz ist.

Die Türkei exportierte im vergangenen Jahr gepanzerte Fahrzeuge im Wert von über 153 Millionen Dollar in den Oman. Es erfolgten auch Waffenexporte im Wert von 83 Millionen Dollar nach Katar, Waffenexporte im Wert von 75 Millionen Dollar in die Niederlande und Waffenexporte im Wert von 71 Millionen Dollar nach Indien.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Bayer-Aktie größter DAX-Gewinner: Milliarden-Vergleich könnte Rechtsrisiken entschärfen
17.02.2026

Ein Milliarden-Vergleich könnte jahrelange Rechtsrisiken bei Bayer entschärfen und dem Bayer-Aktienkurs weiteren Auftrieb verleihen. Doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zekiwa-Insolvenz: Traditionsmarke in der Krise – Produktion der Zekiwa-Kinderwagen soll weiterlaufen
17.02.2026

Die Zekiwa-Insolvenz trifft eine Traditionsmarke, die Generationen von Familien geprägt hat. Sinkende Geburtenzahlen, steigende Kosten und...

DWN
Politik
Politik Sabotage in der Ostsee: NATO setzt verstärkt auf Unterwasserdrohnen
17.02.2026

Beschädigte Seekabel in der Ostsee rücken autonome Unterwasserdrohnen verstärkt in den sicherheitspolitischen Fokus der NATO-Staaten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie unter Druck: Warum der Stellenabbau trotz Krise erst am Anfang steht
17.02.2026

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie nimmt dramatische Ausmaße an. Hunderttausende Jobs stehen auf dem Spiel, besonders in...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Kursrückgänge bei Tech-Aktien nutzen – rutscht der Bitcoin-Kurs unter 60.000 US-Dollar?
17.02.2026

Technologieaktien stehen unter Druck, mutige Investoren könnten diese Kursrückgänge ausnutzen – und jetzt Tech-Aktien kaufen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Februar unerwartet: Trendwende rückt in weite Ferne
17.02.2026

Die aktuellen ZEW-Konjunkturerwartungen sorgen für Stirnrunzeln an den Märkten. Trotz zuletzt wachsender Hoffnungen auf eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrige Gasspeicher-Füllstände: Grüne kritisieren Ministerin Reiche – kommt die strategische Gasreserve?
17.02.2026

Deutschlands Gasspeicher-Füllstände sind ungewöhnlich niedrig, während der Winter andauert und politische Debatten an Schärfe...

DWN
Finanzen
Finanzen Südzucker-Aktie rutscht ab: Keine Südzucker-Dividende nach Abschreibungen – und weitere Probleme
17.02.2026

Wegen schwacher Märkte und einer überraschenden Entscheidung des Vorstands fällt die Südzucker-Dividende aus. Den Anlegern gefällt...