Politik

In ganz Deutschland: Groß-Razzien gegen islamistische Tschetschenen

Derzeit finden in Deutschland bundesweite Razzien gegen extremistische Tschetschenen statt. Durchsuchungen gibt in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
14.01.2020 11:07
Aktualisiert: 14.01.2020 11:07
Lesezeit: 1 min
In ganz Deutschland: Groß-Razzien gegen islamistische Tschetschenen
Schwer bewaffnete Beamte eines Spezialeinsatzkommandos. (Foto: dpa) Foto: Uwe Anspach

Wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat es am Dienstag in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gegeben. Die Razzien richteten sich gegen “tschetschenischstämmige Beschuldigte aus dem islamistischen Milieu”, schrieb die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Morgen auf Twitter.

Die Razzien dauerten am Vormittag noch an. Durchsuchungen gab es in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Weitere Einzelheiten gab die Behörde zunächst nicht bekannt. Auch die Berliner Polizei sagte nichts zu den Aktionen.

Nach Informationen von dpa-Reportern gab es in Berlin eine Durchsuchung in Marzahn-Hellersdorf im Erdgeschoss eines sechsgeschossigen Gebäudes.

Nach Informationen der Bild-Zeitung gab es zudem Durchsuchungen unter anderem in Seelow in Brandenburg. Im brandenburgischen Ludwigsfelde (Landkreises Teltow-Fläming) kam es demnach zu mindestens einer Festnahme. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Brandenburg wollte die Durchsuchungen nicht bestätigen und verwies auf die Berliner Behörden.

Die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus an der Grenze zu Georgien gilt seit Jahrzehnten als Konfliktregion. Nach langer Flucht vor Krieg und Terror leben heute ethnische Tschetschenen in aller Welt verstreut. Nach dem Zerfall der Sowjetunion verhinderte Moskau eine Abspaltung des Gebietes in zwei Kriegen mit Zehntausenden Toten. Terroristen trugen den Kampf immer wieder nach außen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Pflicht Widerrufsbutton 2026: Was Onlinehändler und Verbraucher jetzt wissen sollten
09.03.2026

Ein neues Gesetz, ein neuer Button, viele offene Fragen: Wer seine Bestellung stornieren oder einen Vertrag widerrufen möchte, soll das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreis-Explosion: G7-Staaten beraten über Freigabe von Notreserven
09.03.2026

Der Druck auf die Zapfsäulen weltweit wächst: Angesichts rasanter Preissprünge am Ölmarkt greifen die G7-Staaten nun zu einem ihrer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Showdown in Brüssel: Letzte Woche für Musks X vor Rekordstrafe
09.03.2026

Das Ultimatum aus Brüssel steht: Für Elon Musks Nachrichtendienst X beginnt die entscheidende Woche im Machtkampf mit der Europäischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Einkommensschere öffnet sich weiter: Ostdeutsche Haushalte fallen 2025 zurück
09.03.2026

Die wirtschaftliche Angleichung zwischen Ost und West gerät ins Stocken: Im Jahr 2025 hat sich die Kluft bei den verfügbaren Einkommen...

DWN
Politik
Politik SIPRI-Bericht: Europa verdreifacht Waffenimporte – Deutschland überholt China
09.03.2026

Europas Staaten rüsten massiv auf: Laut neuesten Daten des Friedensforschungsinstituts SIPRI haben sich die Waffenimporte auf dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis explodiert: Höchster Stand seit 2022 – Börsen aktuell mächtig unter Druck
09.03.2026

Der Ölpreis steigt rasant und sorgt weltweit für Nervosität. Nach neuen Angriffen im Nahen Osten reagieren die Märkte heftig, während...

DWN
Politik
Politik Cem Özdemir gewinnt Landtagswahl Baden-Württemberg: Fünf Erkenntnisse und zwei offene Fragen
09.03.2026

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat einen überraschenden Sieger, historische Niederlagen und eine erstarkte AfD hervorgebracht....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Smart Infrastructure: Siemens investiert 200 Millionen Euro in Standort Amberg
09.03.2026

Siemens will seinen Standort in Amberg ausbauen. Mit dem bis 2030 geplanten Neubau will der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeit stärken...