Deutschland

Finanzministerium-Umfrage: Die Deutschen zahlen gern Steuern

Aus einer Umfrage, die vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben wurde, geht hervor, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen gern Steuern zahlt.
16.01.2020 15:02
Lesezeit: 1 min
Finanzministerium-Umfrage: Die Deutschen zahlen gern Steuern
Bundesfinanzminister Scholz und der ehemalige Bundesfinanzminister Schäuble. (Foto: dpa) Foto: Wolfgang Kumm

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Public zufolge zahlen 76 Prozent der Deutschen gern Steuern. Die Umfrage wurde vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben. 77 Prozent der Befragten vertreten die Ansicht, der Staat solle für gute Lebensbedingungen sorgen und seine Bürger absichern, “auch wenn dies mit höheren Steuern verbunden ist”, berichtet die Zeitung Rheinische Post, die die Umfrage exklusiv veröffentlicht hat. 87 Prozent der Befragten sprechen sich für die einkommensabhängige Steuerprogression aus.

Das Blatt wörtlich: “Steuerhinterziehung müsse hart bestraft werden, findet die überwältigende Mehrheit der Bürger - egal, ob es sich dabei um Unternehmen (97 Prozent) oder Privatpersonen (92 Prozent) handelt. Allerdings sind nur 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass Steuergeld im Allgemeinen sinnvoll verwendet wird.”

2019 überstiegen die Einnahmen im Bundeshaushalt die Ausgaben um 13,5 Milliarden Euro. Zu diesem Überschuss kommen 5,5 Milliarden, die man eigentlich aus der Asylrücklage, einer der Spardosen des Bundes, nehmen wollte - dann aber doch nicht brauchte. Zum dritten Mal seit 2015 weist der Bund damit ein Haushaltsjahr mit zweistelligem Überschuss aus. Der bisherige Rekord lag 2015 bei 12,1 Milliarden.

Grund für den überraschenden Geldsegen ist vor allem das gesunkene Zinsniveau. Zuletzt habe der Bund für seine Altschulden nur noch rund 12 Milliarden Euro Zinsen zahlen müssen - viel weiter könne der Wert nicht mehr sinken, hieß es im Ministerium. Zugleich kamen doch mehr Steuereinnahmen rein als gedacht. Außerdem brauchte der Bund seine Vorsorge für einen Austritt Großbritanniens aus der EU noch nicht, so die dpa.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie Slowakei: Der Autoriese ohne eigene Automarke
26.09.2026

Kein anderes Land produziert gemessen an seiner Einwohnerzahl so viele Autos wie die Slowakei. Volkswagen, Kia, Porsche und Land Rover...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreichs Wirtschaft: Fünf Warnsignale vor der Präsidentenwahl
26.09.2026

Frankreichs Wirtschaft kommt kaum noch vom Fleck, während der Schuldenberg weiter wächst und Anleger höhere Zinsen verlangen....

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis im Aufwärtsmodus: Während KI träumt, verdienen Ölkonzerne Milliarden
26.09.2026

Der Ölpreis steigt rasant und stellt die Weltwirtschaft vor unbequeme Fragen. Teure Energie kann Inflation anheizen, Wachstum bremsen und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmenskultur: Was Firmen von Netflix wirklich lernen können
26.09.2026

Netflix gilt vielen Unternehmen als Vorbild für Freiheit, Verantwortung und weniger Bürokratie. Doch wer erfolgreiche Managementmodelle...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
26.09.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo überrascht mit neuem Chef aus Deutschland: Eine große Chance für Volvo
26.09.2026

Der Verwaltungsrat von Volvo Cars überrascht erneut mit der Wahl eines Vorstandschefs, diesmal aber mit einem unerwartet starken Namen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kampf ums Wasser: Die wasserhungrigen Industrien
26.09.2026

Sechs Zentimeter am Rheinpegel Kaub, Lieferprobleme bei BASF, schwächelnde Wasserkraftwerke: Der Dürresommer 2026 macht endgültig klar,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Irans Feigenblatt sorgt für grüne Zahlen an der Wall Street
25.09.2026

Ein unerwarteter Wendepunkt im Nahen Osten sorgt für Bewegung an den Märkten – erfahren Sie, welche Aktien jetzt besonders profitieren.