Politik

Um sie anschließend im Iran einzusetzen? USA ziehen Tausende Soldaten von Nato-Übung in den Irak ab

Lesezeit: 1 min
21.01.2020 11:03  Aktualisiert: 21.01.2020 11:03
Am diesjährigen Nato-Manöver in Norwegen werden nur 7.500 US-Soldaten teilnehmen. 3.000 Soldaten wurden abgezogen, um sie im Irak einzusetzen.
Um sie anschließend im Iran einzusetzen? USA ziehen Tausende Soldaten von Nato-Übung in den Irak ab
Fregatten und Schiffe beim Manöver Cold Response. (Foto: Torgeir Haugaard/Forsvaret//Norwegian Armed Forces)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

3.000 US-Soldaten, die alle zwei Jahre am Nato-Manöver “Cold Response” teilnehmen, werden am diesjährigen Manöver nicht teilnehmen. Das Pentagon nennt als Begründung das “verstärkte Engagement der USA im Nahen Osten”. Da das Manöver in Norwegen stattfinden wird, hat das Pentagon den Generalstab Norwegens über den diesjährigen Rückzug von 3.000 US-Soldaten in Kenntnis gesetzt, so The Barents Observer. Dem israelischen nachrichtendienstlichen Militärportal DebkaFile zufolge bereiten sich die USA auf eine “langwierige Auseinandersetzung mit dem Iran und seinen verbündeten irakischen Milizen” vor. Den irakischen Nachrichtendiensten zufolge könnten Milizen Angriffe auf US-Truppen im Irak ausführen.

Die Nato veranstaltet seit 2006 alle zwei Jahre die Übung “Cold Response” im südlichen Teil von Troms und in der Region Finnnmark, einige hundert Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Es ist für gemeinsame multinationale Operationen in einer Umgebung mit hoher Kampfintensität unter schwierigen Winterbedingungen konzipiert. Das Manöver legt auch einen Fokus auf die Landung von Seestreitkräften mit Landungsschiffen und Hubschraubern, um feindliche Positionen anzugreifen. Auch Großbritannien, die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark, Lettland, Finnland und Schweden werden teilnehmen.

Das Manöver “Cold Response”, das am 2. und 18. März 2020 stattfinden soll, sollte bis zu 19.000 Soldaten umfassen, darunter 10.500 Amerikaner. Durch den Abzug von 3.000 US-Soldaten werden nur noch 7.500 US-Soldaten an der Übung teilnehmen.

Die gemeinsame Ausbildung der Alliierten in Nordnorwegen hat im Laufe der Jahre zugenommen. Mehrere Nato-Staaten trainieren regelmäßig ihre Truppen in nordnorwegischen Einrichtungen, und die USA haben eine ständige rotierende Einheit von bis zu 700 Mann in der Region. In Norwegen fand 2019 die Trident Juncture statt, eine große Nato-Übung, an der mehr als 50.000 Soldaten aus 31 Ländern teilnahmen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Keine Masken, keine Polizei, keine Lockdowns: Wie DWN-Autor Christian Kreiß die Pandemie in Costa Rica erlebte

Um den Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland zu entfliehen, verbrachte Christian Kreiß drei Monate in Costa Rica. Der DWN-Autor liefert...

DWN
Technologie
Technologie Ein nationaler Stromausfall rückt immer näher: Deutschland schaufelt sich mit seiner radikalen Energie-Politik sein eigenes Grab

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert eine brisante Analyse der fehlenden Energiesicherheit unseres Landes.

DWN
Finanzen
Finanzen Ökonom: Goldgedeckte Kryptowährungen könnten Fiat-Währungen ersetzen

Das internationale Währungssystem wird sich verändern. Das Fiat-Geldsystem befindet sich auf dem Rückzug. Stattdessen könnten nach...

DWN
Politik
Politik 5.000 Teilnehmer für heutige Corona-Demo in Berlin angemeldet

Für die heutige Corona-Demo in Berlin wurden nach Angaben der Polizei 5.000 Personen angemeldet. Die Demo läuft unter dem Motto „Es...

DWN
Finanzen
Finanzen Wegen Corona: Wirtschaftsexperten raten zu späterer Rente

Das Rententhema wird eines der wichtigsten im kommenden Bundestagswahlkampf. Führende Wirtschaftsinstitute raten jetzt zu einem höheren...

DWN
Politik
Politik Bundesjustizministerin Lambrecht fordert härteres Durchgreifen der Polizei bei Corona-Demos

Im Zusammenhang mit den Corona-Demos sagte die sozialdemokratische Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, dass die Polizei härter...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...

DWN
Politik
Politik China ist der größte Profiteur der Corona-Krise

Vor einem Jahr erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise einen schweren Einbruch. Nun legt sie den größten...