Deutschland

DWN RATGEBER: Wie Unternehmen die Krise jetzt meistern können

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) haben eine Checkliste für Unternehmer und Führungskräfte zusammengestellt.
17.03.2020 13:51
Lesezeit: 1 min
DWN RATGEBER: Wie Unternehmen die Krise jetzt meistern können
Unternehmer müssen jetzt Maßnahmen ergreifen - und dabei selbstverständlich nicht vergessen, sich immer wieder die Hände zu waschen. (Foto: dpa) Foto: Christian Beutler

  • Das Wichtigste für den Betrieb definieren

Welche Projekte laufen derzeit? Welche wichtigen Lieferungen und Kunden gibt es? Welche Passwörter und andere Codes sind nötig, um Computer oder Konten zu nutzen?

  • Notfallkoffer anlegen

In diesem Koffer befinden sich alle Dokumente, Pläne und Checklisten, die im Notfall wichtig sind. Dies kann auch ein gesonderter abgesicherter Bereich auf dem Computer sein. Jeder, der die Befugnis hat, muss darauf Zugriff haben.

  • Liquidität prüfen

Einen Überblick über die finanzielle Situation verschaffen– und zwar ganz offen und ehrlich. Von allen nicht notwendigen Ausgaben und Investitionen Abstand nehmen. Mit Lieferanten über längere Zahlungsziele verhandeln.

  • Vertretungsplan festlegen

Gerade bei kleineren Unternehmen agiert der Inhaber oft als uneingeschränkter Chef, was für viele Kunden attraktiv ist, weil sie direkt von der Führung bedient werden. Doch im Notfall sollte er einen oder mehrere Vertreter haben, die Bescheid wissen und über die notwendigen Vollmachten und Zugänge verfügen, um wichtige Handlungen auszuführen – beispielsweise die Lohnüberweisungen für die Mitarbeiter.

  • Kundenbeziehungen pflegen

Direkt auf die Kunden zugehen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen. Das kann beispielsweise eine Nachverhandlung der Auftragsgrößen, Liefertermine und Konditionen sein.

  • Lieferketten checken

Die Lieferketten prüfen und gezielt nach Alternativen suchen – beispielsweise in Europa statt Asien.

  • Kapazitäten bewerten

Analysieren, ob und in welchem Umfang Kapazitäten eingeschränkt werden können. Dazu kann die Verringerung von Schichten gehören.

  • Einsatz der Mitarbeiter analysieren

Die Personalplanungen an die Lage anpassen: Das können Home-Office-Regelungen, Arbeitszeitkonten, aber auch Kurzarbeit sein.

  • Kredite prüfen

Die notwendigen Kredite organisieren, um das Unternehmen zu sichern. Die Liquiditätshilfen des Bundes möglichst schnell in Anspruch nehmen. Mit der Hausbank aktiv nach Lösungen suchen.

Anmerkung: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Mehrheit fordert Rücktritt von Kanzler Merz
22.09.2026

Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich für einen Rücktritt des Kanzlers aus. Unter den Anhängern einer Partei ist der Anteil...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Planet Labs: Berlin bekommt eine neue Satellitenfabrik
22.09.2026

In der Hauptstadt soll ein neuer Produktionsstandort für Satelliten entstehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den USA, will aber...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger Topberater des Weißen Hauses: Trump gibt Tech-Milliardären beängstigend viel Macht
22.09.2026

Künstliche Intelligenz könnte die Welt ähnlich tiefgreifend verändern wie einst das Manhattan-Projekt. Doch diesmal liegt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Heizkosten steigen 2026: So teuer wird das Heizen
22.09.2026

Für viele Haushalte wird das Heizen 2026 teurer – besonders bei Öl und Holzpellets. Eine neue Prognose zeigt, welche Heizarten stärker...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs springt über 85.000 Dollar. Was hat die Erholung ausgelöst?
22.09.2026

Der Bitcoin-Kurs ist wieder deutlich gestiegen und kletterte über 85.000 Dollar. Bemerkenswert ist der Rebound, da kurz zuvor zwei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz: So schützen Unternehmer ihr Privatvermögen
22.09.2026

Gerät die Firma ins Wanken, kann es schnell um mehr gehen als das Unternehmen. Plötzlich stehen auch Haus, Depot und Ersparnisse auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie: Arbeitszeit in der Diskussion – Konzern setzt deutsche Werke unter Druck
22.09.2026

Mercedes hält seine deutschen Werke für zu teuer und fordert mehr Arbeit für das gleiche Geld. Um den Druck zu erhöhen, legt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...