Politik

Interessante Gedanken zur medialen Corona-Schlacht: „Ende 2019 kam es in Wuhan zu zwei sonderbaren Anomalien“

Mit einem provokativen Kommentar ruft der Finanzdienstleister Solvencon zur Mäßigung in der medialen und stark politisierten Debatte zur „Schuldfrage“ um das Coronavirus auf. Er wirft dabei ein Schlaglicht auf zwei sonderbare Anomalien, die Ende 2019 in Wuhan auftraten.
21.04.2020 17:36
Aktualisiert: 21.04.2020 17:36
Lesezeit: 2 min
Interessante Gedanken zur medialen Corona-Schlacht: „Ende 2019 kam es in Wuhan zu zwei sonderbaren Anomalien“
18.10.2019, China, Wuhan: Eine Artistin tritt im Rahmen der Eröffnungszeremonie der 7. CISM Militär-Weltspiele auf. (Foto: dpa) Foto: Liu Xu

Der Finanzdienstleister Solvecon schreibt in seinem Forex-Report mit Blick auf die inzwischen enorm politisierte Schuld-Debatte zur Corona-Pandemie (etwa die jüngsten Aktionen der Bild-Zeitung) mit einem Augenzwinkern:

Anomalien sind wie Kraftfutter für Analysten. Gleichzeitig auftretende Anomalien werfen verstärkte Fragen auf. Das leitet sich aus der Gesetzmäßigkeit der Stochastik (Zufallslehre) ab. Zufälle, also unerwartete Ereignisse (= Anomalien) treten eben zufällig und damit links und rechts der Normallinie ohne erkennbares Muster auf. Ergeben sich aber Muster, so sind die zu hinterfragen, da es möglicherweise dann keine Zufälle, sondern Politikansätze im Mantel des Zufalls sind!

Das gilt in diesem Fall umso mehr, als dass es zuvor bereits zu Anomalien gekommen ist. Es geht um das US-Verhalten gegenüber China losgelöst von internationalen Verträgen und Konventionen, das in einen partiellen Wirtschaftskrieg über Zölle und Unternehmensdiskriminierungen mündete. Man kann dann untersuchen, ob diese Auffälligkeiten bestimmten Interessen entsprechen. Da bewegen wir uns dann im Top-Down-Ansatz, der hier am 17. März im Forex Report vorgestellt wurde.

Im Oktober letzten Jahres gab es zwei Anomalien gleichzeitig in Wuhan. Das ist bemerkenswert. Bekannt ist, dass es zum Ausbruch von COVID-19, eines neuen Virusstamms in Wuhan kam. Das ist fraglos eine Anomalie, da so etwas eben nicht täglich vorkommt. Die zweite Anomalie ergab sich aus den 7. Militärweltspielen, die zeitgleich in Wuhan stattfanden und die vom Internationalen Olympischen Komitee unterstützt werden und deswegen auch umgangssprachlich als Militärolympiade tituliert werden. Sie begann am 18.Oktober 2019.

Die Anomalie dabei war, dass das Team der USA den 35. Platz hinter Finnland, aber noch vor Österreich im Medaillenspiegel für sich in Anspruch nehmen konnte. Länder wie Bulgarien, Tunesien und Namibia rangierten vor der beherrschenden Militärmacht USA. Deutschland wurde übrigens Sechster. Wir mögen in Deutschland keine funktionierende Hardware haben, aber sind als Konsequenz daraus doch recht sportlich. Gut, wer keine Hardware hat, muss mehr laufen. Nicht nur diese schlechte Platzierung in Wuhan wirft Fragen auf. Es war auch die mit Abstand schlechteste Performance eines US-Teams bei allen Militärolympiaden.

Hat man wirklich die besten Militärsportler geschickt? „Food for thought!“

Ich hätte dieses Thema nicht aufgenommen, hätte es aus den USA nicht die Narrative und Drohungen gegen China gegeben, die faktisch nicht haltbar sind. Dazu biete ich Ihnen nachfolgenden Link aus der China Daily. China Daily ist ein Staatsorgan. Die dargestellten Fakten zum Ablauf sind korrekt und in anderen Quellen nachweisbar. Mir war es wichtig, dass weitere alternative Sichtweisen in Betracht gezogen werden könnten. Sehen Sie diese Einlassung als provokante Aufforderung zur Mäßigung und zur Ermutigung der internationalen Kooperation.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie-Startup Enpal löst Kundenservice auf: Massenentlassung ohne Vorwarnung
04.04.2026

Das hoch bewertete Berliner Energie-Startup Enpal, Marktführer in Deutschland für Photovoltaik-Anlagen sowie Wärmepumpen, hat knapp 100...

DWN
Panorama
Panorama Handarbeit am Limit: Das Rätsel um die roten Roben an den obersten Gerichtshöfen
04.04.2026

Jeder kennt sie aus den Nachrichten, doch kaum jemand weiß, wie schwer sie zu bekommen sind. Die roten Roben unserer Bundesrichter sind...

DWN
Finanzen
Finanzen Wird die EZB die Zinsen anheben? Investoren und Banken sind sich uneins
04.04.2026

Die meisten Anleger sind davon überzeugt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen in diesem Jahr anheben wird. Banken sind da...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die digitale Zwangsjacke kommt: Warum Mittelständler ihre IT umbauen müssen
04.04.2026

Von E-Rechnung über KI-Haftung bis zu strengeren Nachhaltigkeitsregeln: Auf deutsche Unternehmen kommen zahlreiche neue Vorschriften zu....

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW i3 im Test: Angriff auf Tesla und China mit neuer Elektrostrategie
04.04.2026

Elektroautos galten lange als Kompromiss aus Reichweite und Ladezeit. Der neue BMW i3 stellt diese Logik infrage und zeigt, wie schnell...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Führung: Warum Empathie zur Mangelware wird
04.04.2026

Künstliche Intelligenz schreibt E-Mails, analysiert Daten und simuliert sogar Mitgefühl. Doch ausgerechnet in der Führungsetage droht...

DWN
Panorama
Panorama WhatsApp Link-Vorschau: Verstecktes Datenschutzrisiko – was Nutzer wissen sollten
04.04.2026

Die praktische Link-Vorschau bei WhatsApp spart Zeit und Klicks im Alltag. Doch im Hintergrund könnten sensible Informationen übertragen...

DWN
Politik
Politik Referendum mit Signalwirkung: Schweiz debattiert über Bevölkerungsgrenze
04.04.2026

Die Schweiz stimmt im Juni über eine Begrenzung der Bevölkerung auf zehn Millionen Menschen ab. Ist das ein radikaler Sonderweg oder...