Finanzen

Bafin verhängt Bußgeld von 744.000 Euro gegen Blackrock

Die Finanzaufsicht Bafin hat den weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock zu einer Geldbuße von 744.000 Euro "verdonnert". Blackrock verwaltet weltweit 6,98 Billionen Dollar.
23.04.2020 16:17
Aktualisiert: 23.04.2020 16:17
Lesezeit: 1 min
Bafin verhängt Bußgeld von 744.000 Euro gegen Blackrock
Larry Fink ist der Chef von Blackrock. (Foto: dpa) Foto: Laurent Gillieron

Die Finanzaufsicht Bafin bittet den weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock wegen Verstößen gegen Mitteilungspflichten zur Kasse. Der US-Konzern muss deshalb eine Geldbuße von 744.000 Euro zahlen, wie die Bafin mitteilte. Blackrock habe Stimmrechtsmitteilungen nicht rechtzeitig abgegeben. Wer die gesetzlichen Meldeschwellen bei einem Unternehmen über- oder unterschreitet, muss dies innerhalb von vier Handelstagen melden - etwa wenn der Stimmrechtsanteil über drei oder fünf Prozent steigt. Blackrock ist weltweit an mehr als 15.000 Unternehmen beteiligt, in Deutschland unter anderem an allen Dax-Konzernen. Das Unternehmen verwaltet weltweit 6,98 Billionen Dollar.

Blackrock betonte, dass die Stimmrechtsangaben auf Konzernebene zwar richtig gewesen sei, man aber zwischen August und Oktober 2018 die Stimmrechte den einzelnen Blackrock-Einheiten falsch zugeordnet habe. Den Fehler habe der Konzern selbst an die Bafin gemeldet. "Blackrock akzeptiert die von der Bafin heute verkündete Geldbuße und ist froh, dass das Thema damit erledigt ist", zitiert Reuters einen Sprecher.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Vermögensverwalter wegen Verstößen gegen Stimmrechtsmitteilungen in Konflikt mit der Bafin gerät. 2015 hatte die Behörde deswegen ein Rekord-Bußgeld von 3,25 Millionen Euro gegen Blackrock verhängt. Das mögliche Höchst-Bußgeld bei Stimmrechtsverstößen liegt bei zehn Millionen Euro oder fünf Prozent des Gesamtumsatzes.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Raffinerien stoppen Exporte: Was passiert mit den Dieselpreisen in Europa?
02.10.2026

Der weltweite Dieselmarkt steht bereits massiv unter Druck. Nun drosseln chinesische Raffinerien ihre Exporte und konzentrieren sich auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor
02.10.2026

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Scandit stoppt Diebstahl an der Selbstbedienungskasse
02.10.2026

Selbstbedienungskassen sparen Personal, öffnen Händlern aber eine teure Schwachstelle: Kunden scannen Waren falsch oder gar nicht. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: VDMA verlangt Importverbote für Risikoprodukte aus China
02.10.2026

Deutschlands Maschinenbauer warnen vor Wettbewerbsnachteilen durch Produkte, die europäische Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen....

DWN
Technologie
Technologie „Völliger Mist“: So fällt die Kritik an Europas Microsoft-Teams-Alternative aus
02.10.2026

Element Pro soll die Kommunikation sicherstellen, falls Microsoft Teams ausfällt. Die Europäische Kommission betreibt die Lösung auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen KNDS zwischen Börse und Panzern: Investoren warten, Waffenaufträge wachsen
02.10.2026

Der Börsengang ist vorerst verschoben, die Auftragsbücher dagegen füllen sich weiter. Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bonuszahlungen: Wenn Boni aus dem Ruder laufen
02.10.2026

Bonusprogramme waren früher oft spontane Belohnungen, heute sind sie ein professionelles Steuerungsinstrument für Vorstände und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lukoil: Der russische Öl- und Gaskonzern soll Förderlizenz nahe der Kurischen Nehrung erhalten
02.10.2026

Der russische Öl- und Gaskonzern Lukoil soll bis Ende dieses Jahres eine Lizenz zur Erschließung des Ölfelds „Nadeschda“ in der...