Deutschland

Grünen-Kreisverband distanziert sich von Boris Palmer

Der Grünen-Kreisverband Tübingen hat sich von Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer über den Schutz älterer Menschen in der Corona-Krise distanziert.
30.04.2020 22:18
Aktualisiert: 30.04.2020 22:18
Lesezeit: 1 min
Grünen-Kreisverband distanziert sich von Boris Palmer
Tübingens Bürgermeister Boris Palmer. (Foto: dpa) Foto: Uli Deck

Der Grünen-Kreisverband Tübingen hat sich von Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer über den Schutz älterer Menschen in der Corona-Krise distanziert. «Wir fordern Boris Palmer dringend auf, seine Haltung zu überdenken», erklärte der Kreisvorstand der Partei am Dienstagabend. Die Würde des Menschen sei unantastbar. Dies gelte für Menschen jeden Alters, zitiert die dpa den Kreisvorstand der Partei.

Im Sat.1-Frühstücksfernsehen hatte der Grünen-Politiker Palmer am Dienstag eine Lockerung der Corona-Auflagen gefordert und dabei erklärt: «Ich sag es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.» Es müsse unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen für Junge und Ältere geben.

Die Äußerungen lösten eine Welle der Empörung aus. Am Abend relativierte Palmer seine Wortwahl. «Niemals würde ich älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen», sagte er der dpa. Falls er sich «da missverständlich oder forsch ausgedrückt» habe, tue es ihm leid.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie KI und digitale Steuerberatung: Der Gamechanger für den deutschen Mittelstand

Die Digitalisierung verändert die deutsche Wirtschaft in rasantem Tempo. Während große Unternehmen bereits seit Jahren auf...

DWN
Politik
Politik Weltbekannter Professor sieht gefährliche Veränderung bei Trump
03.06.2026

Francis Fukuyama sieht Trump politisch geschwächt, aber gerade deshalb gefährlich. Für Dänemark und Grönland könnte die nächste...

DWN
Technologie
Technologie Dokumentenanalyse mit KI: Was Unternehmen jetzt beachten sollten
03.06.2026

KI revolutioniert die Dokumentenanalyse und stellt Unternehmen, Verwaltungen und Beschäftigte vor eine neue Arbeitsteilung. Welche Rolle...

DWN
Politik
Politik Russland-Ölpreisdeckel: Warum der Iran-Krieg Putins Ölgeschäft entlasten könnte
03.06.2026

Die EU wollte Russlands Öleinnahmen kappen, nun bringt ausgerechnet der Iran-Krieg den Preisdeckel ins Wanken. Wenn die Ölpreise weiter...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft OECD warnt: Nahostkonflikt bremst Konjunktur in Deutschland
03.06.2026

Laut OECD-Prognose geraten Konsum und Investitionen durch den Nahostkonflikt weltweit ins Stocken. Was passiert, wenn der Konflikt noch...

DWN
Politik
Politik Vor Wirtschaftsforum: Selenskyj lobt Drohnentruppen nach Attacke auf Petersburg
03.06.2026

In Sankt Petersburg auf dem Wirtschaftsforum will Kremlchef Putin internationalen Gästen zeigen, wie gut Russland vier Jahre nach...

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungsgesetz: Mehrheit privater Vermieter scheut energetische Sanierungen
03.06.2026

Heizung, Dämmung, Fenster: Die Modernisierung des Immobilienbestands in Deutschland ist ein Schlüssel für die Klimaneutralität in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutschlands größte Molkerei wird dänisch : Arla übernimmt Milram
03.06.2026

Milram, Humana und Alete: Deutschlands größte Molkerei wird ins EU-Ausland abgegeben. Das Deutsche Milchkontor (DMK) aus Bremen...

DWN
Panorama
Panorama El Niño kommt: Was das für die Welt bedeutet
03.06.2026

El Niño könnte 2027 zum heißesten Jahr aller Zeiten machen. Was das für die Preise im Supermarkt und unser Wetter in Europa bedeuten...