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Corona und der Vitamin Markt

Für das Corona Virus gibt es leider noch immer kein Medikament, um die Erkrankung zu behandeln. Was also tun, um sich vielleicht vor einer Ansteckung zu schützen?
04.05.2020 08:46
Aktualisiert: 04.05.2020 08:46
Lesezeit: 4 min
Corona und der Vitamin Markt
Ein starkes Immunsystem kann gegen jede Erkrankung helfen. (Foto:dpa) Foto: Daniel Karmann

Für das Corona Virus gibt es leider noch immer kein Medikament, um die Erkrankung zu behandeln. Es sind zwar mehrere Medikamente vorhanden, die vielversprechend klingen und auch schon Erfolge erzielten, doch auf die breite Masse haben sie bisher noch nicht gewirkt. Ebenso sieht es mit einem Impfstoff aus, der zwar derzeit erprobt wird, aber noch Monate benötigt, bis er auf den Markt kommen kann. Was also tun, um sich vielleicht vor einer Ansteckung zu schützen? Immer häufiger ist die Rede davon, dass es helfen könnte, das Immunsystem zu stärken. Doch belegt ist auch dies nicht. Trotzdem greifen immer mehr Menschen zu Vitaminpräparaten und haben ein klein wenig Hoffnung, dass ein gutes Immunsystem hilft, nicht an Corona zu erkranken.

Was wissen wir über Covid-19?

Eigentlich nicht viel, da sich täglich neue Fakten ergeben. Hieß es lange Zeit, dass vor allem ältere Menschen betroffen sind, zeigt sich in Spanien ein Bild, dass vor allem Frauen von 50 bis 59 betroffen sind. Es gab zwar nur sehr wenige Todesfälle in dieser Altersgruppe, aber diese ist deutlich häufiger, als andere Altergruppen.

Weiterhin sind die Symptome bekannt und auch, wie sich das Virus überträgt. Doch noch immer ist unsicher, ob Corona bei hohen Temperaturen unschädlich wird oder nicht. Erst hieß es ja, dann wieder nein. Aber genau das ist das Problem. Das Virus ist vollkommen neuartig und keiner weiß wirklich, was es alles anrichten kann. Somit muss jeder, die Regierung, wie auch die Bevölkerung, das Beste aus der Situation machen.

Im Grunde kann sich keiner wirklich vor einer Ansteckung vor Corona schützen. Natürlich kann das Risiko mit Masken und häufigem Händewaschen eingedämmt werden, aber sicher ist man trotzdem nicht. Aus diesem Grund setzten derzeit viele Menschen darauf, das Immunsystem zu stärken und kaufen Nahrungsergänzungsmittel in großen Mengen.

Vitavalley – ein Anbieter, der sich kaum noch retten kann

Vitavalley ist ein Anbieter, der mit einem so großen Ansturm nicht gerechnet hätte. Seit der Coronakrise hat er Hochkonjunktur, da die Menschen Nahrungsergänzungsmittel in großen Mengen kaufen. Dies liegt natürlich daran, dass ein starkes Immunsystem vielleicht das Risiko an Corona zu erkranken vielleicht senken kann. Belegt ist dies jedoch nicht. Trotzdem könnte dies eine Möglichkeit sein, einen kleinen Schutz aufzubauen. Der Marktführer Vitavalley hat bereits Hunderte Einheiten von Vitaminen an Kunden verschickt und kann sich vor Aufträgen kaum retten.

Ein starkes Immunsystem ist selbstverständlich immer gut, da sich der Körper so selbst vor Erkrankungen schützen kann und die Abwehrkräfte eine große Arbeit leisten, um Keime, Bakterien und Viren wirkungsvoll zu eliminieren. Natürlich fragt sich da jeder, weshalb die Regierung nicht auf die Tatsache hinweist, dass Vitamine dabei helfen das Immunsystem zu stärken und so vielleicht das Risiko an Corona zu erkranken reduzieren kann.

Dies hat einen ganz einfachen Grund. Durch die fehlenden Belege kann die Regierung keine Empfehlung herausgeben. Schaut man sich den US-Präsidenten Donald Trump an, der mit seinen unüberlegten Aussagen einige Menschen auf dem Gewissen hat, versteht man schnell, weshalb es solche Empfehlungen der Regierung nicht geben wird.

Trump sagte beispielsweise, dass ein Malaria Mittel bei Corona helfen soll. Ein Ehepaar nahm dieses ein. Der Mann starb und die Frau lag mit lebensgefährlichen Vergiftungen auf der Intensivstation. Doch auch die letzte Aussage von Trump, Desinfektionsmittel zu spritzen, erwies sich als äußerst dumm. Zum einen, überhaupt auf diese Idee zu kommen und zum anderen, weil mehr als 100 Menschen Desinfektionsmittel tranken oder sonst wie zu sich nahmen und dann die so wichtigen Intensivbetten belegten!

Die neuesten Erkenntnisse über Covid-19

Täglich gibt es neue Erkenntnisse zu Covid-19. Dies zeigt, dass nicht nur die Regierungen, sondern auch die Wissenschaftler erst am Anfang stehen. Die neuesten Erkenntnisse, die durch Obduktionen der Covid-19 Opfer bekannt wurden, sind erschreckend.

Zum einen zeigte sich, dass nicht nur die Lunge, sondern auch die Organe und das Gehirn betroffen sind. Weiterhin wurde jetzt bekannt, was aber noch weiter beobachtet werden muss, dass das Immunsystem vollkommen verrückt spielt. Dies bedeutet aber nicht, dass jetzt auf Vitamine verzichtet werden soll. Denn diese sind für den Köper immer besonders wichtig und tragen zu der Gesundhaltung bei.

Bekannt ist jedoch, dass bei einer Covid-19 Erkrankung das Problem besteht, dass es den Menschen deutlich besser geht, bevor ein Zytokinsturm im Körper beginnt. Das Immunsystem läuft Amok und entgleist komplett. Bei einem Zytokinsturm beginnt, durch die extreme Arbeit des Immunsystems, ein wahrer Teufelkreis im Körper.

In der Regel geht das Immunsystem gegen Erreger vor und beruhigt sich dann wieder. Es werden zytokinbildende Leukozyten aktiviert, um den Erreger zu bekämpfen. Bei einer Covid-19 Erkrankung hingegen werden die Zytokine immer weiter gebildet und beeinflussen nicht nur das Corona Virus, sondern auch die guten und wichtigen Immunzellen.

Schon vor Tagen wurde festgestellt, dass die Erkrankung bei Kindern vor allem mit unzähligen Entzündungen im Körper einhergeht. Dies konnte jetzt auch bei Erwachsenen beobachtet werden, deren Entzündungswerte extrem hoch waren. Die Gefäßwände quellen praktisch auf und werden durchlässig. So kann Flüssigkeit ins Gewebe abgegeben werden und im schlimmsten Fall können durch diese Problematik ganze Organe absterben.

Durch diese Erkenntnis ist den Ärzten und Forschern auch klar, warum keine antiviralen Medikamente bei Corona Erkrankten mit schwerem Verlauf anschlagen. Die Immunreaktion könnte schon so außer Kontrolle sein, dass nicht Corona, sondern das Immunsystem den Patienten tötet.

Gleichzeitig zeigt sich aber auch ein Medikament vielversprechend, welches diesen Zytokinsturm aufhalten könnte. Das für Rheuma entwickelte Medikament Actemra mit dem Wirkstoff Tocilizumab konnte bereits in mehreren Untersuchungen gute Erfolge erzielen. Dabei blockiert Tocilizumab gezielt die Andockstellen für die Zytokine, sodass die wichtigen Immunzellen nicht mehr zerstört werden können.

Wie geht es weiter mit Corona?

Covid-19 wird uns noch lange erhalten bleiben. Solange keine hilfreichen Medikamente oder gar Impfungen verfügbar sind, werden mit der „neuen Normalität“ leben müssen, um Leben zu schützen. Jeder, der Covid-19 noch immer als läppische Grippe abtut, ist sich leider noch immer nicht über das Ausmaß der Krankheit bewusst. Auch wenn ein Großteil der Erkrankten nur leichte Symptome zeigte, ist das Problem vor allem die Überlastung der Krankenhäuser. Wie in vielen Berichten ersichtlich ist, sind die meisten Patienten der Meinung, dass es ihnen besser geht, bis das Immunsystem, wenige Tage nach den Hauptsymptomen, komplett entgleist. Erst dann wird sehr schnell kritisch und leider kam bei Hunderttausenden jede Hilfe zu spät.


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