Technologie

KI-Kompetenz im Maschinenbau: Warum Firmen Nachwuchsprobleme sehen

Künstliche Intelligenz verändert den Maschinenbau rasant – doch beim Nachwuchs klafft eine Lücke. Während Unternehmen KI-Kompetenz für unverzichtbar halten, wächst die Unzufriedenheit mit der Ausbildung an den Hochschulen. Eine Umfrage des VDMA zeigt, wie groß die Erwartungen sind, wie kritisch die Lage eingeschätzt wird und warum sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen könnte.
06.01.2026 14:48
Lesezeit: 1 min

Maschinenbauer werben um junge Ingenieure mit KI-Kompetenz

KI-Kompetenzen werden für angehende Ingenieure im Maschinenbau immer wichtiger. Doch viele Unternehmen sehen deutliche Mängel in der Hochschulausbildung.

Angehende Ingenieure können ihre Einstellungschancen mit Kenntnissen der Künstlichen Intelligenz deutlich verbessern. Laut einer Umfrage des Maschinenbauverbandes VDMA halten 86 Prozent der Unternehmen entsprechende Kompetenzen für wichtig.

Hochschulausbildung: Unternehmen äußern deutliche Zweifel

Gleichzeitig zeigen sich die Unternehmen sehr skeptisch, wenn es um die Qualität der Ausbildung an den Hochschulen in diesem Bereich geht: Nur 23 Prozent halten die Vorbereitung des Nachwuchses auf KI für gut, während 49 Prozent der Meinung sind, dass die Ausbildung schlecht oder eher schlecht sei.

Stellen halten oder sogar ausbauen

Grundsätzlich bleibt der Maschinenbau ein attraktiver Arbeitgeber. Immerhin wollen 77 Prozent der kleineren Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten die Zahl ihrer Ingenieure halten und 17 Prozent sie sogar ausbauen. Bei den größeren Firmen gehen nur 56 Prozent von einer stabilen Entwicklung aus, während 18 Prozent zusätzliche Ingenieure einstellen wollen. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei den Fachkräften.

Die rund 400 teilnehmenden Unternehmen berichten weiterhin mit großer Mehrheit (71 Prozent) von Engpässen bei der Suche nach geeigneten Kandidaten. "Eine wesentliche Basis unserer Innovationskraft droht zu erodieren", kommentierte der Vize-Hauptgeschäftsführer des VDMA, Hartmut Rauen. Vor allem große Unternehmen planen den Ausbau von Forschung und Entwicklung zunehmend im Ausland.

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