Unternehmen

Künstliche Intelligenz führt Mitarbeiterschulungen durch

Die Industrie 4.0 steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Nun gibt es einen kleinen, aber wichtigen Fortschritt.
18.06.2020 15:00
Lesezeit: 1 min
Künstliche Intelligenz führt Mitarbeiterschulungen durch
Damit auch in Zukunft die Schornsteine in der Wirtschaft rauchen, müssen die Unternehmen verstärkt die neuen Technologien einführen – beispielsweise Industrie 4.0. (Foto: dpa) Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Aveva, ein Anbieter von Ingenieurs- und Industriesoftware, hat mit dem B2B-Unternehmen Axonify eine Plattform für Micro-Learning-Lösung für die Industrie 4.0 entwickelt. Das Besondere: Die Lösung basiert auf künstlicher Intelligenz (KI).

Damit wird Aveva zum ersten Digitalisierungsunternehmen, dass ein solches Angebot für Industrieunternehmen unterbreitet. Dieses Projekt gehört zu einem umfassenden Programm, das Unternehmen unterstützen soll, die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu verbessern und Verhaltensänderungen voranzutreiben. Da künftig technologische Neuheiten wie Industrie 4.0 künftig eine immer größere Bedeutung bekommen werden, müssen auch die Angestellten verstärkt in Schulungen damit vertraut gemacht werden.

Allerdings zeigen Untersuchungen, dass Mitarbeiter ohne Unterstützung in der Regel bis zu 90 Prozent der Inhalte, die sie gelernt haben, schnell wieder vergessen. So verschwindet den Angestellten das Erlernte bereits innerhalb der darauffolgenden 30 Tage wieder aus dem Kopf – also innerhalb eines Monats. Folglich hat eine Schulung, die die Firmen organisieren müssen, in der Regel keinen allzu effektiven Nutzen.

Das Micro-Learning hingegen, das sich auf die künstliche Intelligenz stützt, unterstützt die Mitarbeiter dabei, die Informationen im Kopf zu behalten. Doch das ist noch nicht alles: Alle relevanten Informationen können die Angestellten immer dann abrufen, wenn sie diese auch benötigen.

Wie wichtig es ist, die Mitarbeiter mit den neuen Technologien vertraut zu machen, wird auch an der folgenden Umfrage des deutschen Digitalverbandes Bitkom deutlich: So wenden zwar bereits 53 Prozent der befragten Unternehmen spezielle Anwendungen für Industrie 4.0 an. Doch gaben davon 86 Prozent an, dass sie in diesem Zusammenhang keine künstliche Intelligenz anwenden. Darüber hinaus erklärten 53 Prozent, dass nur 20 bis 50 Prozent der Maschinen bereits mit dem Internet verbunden sind. Bitkom hatte dabei 555 Industrieunternehmen gefragt, die mindestens 100 Mitarbeiter beschäftigen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto und Finanzamt: Wo Anleger in Steuerfallen geraten – und wann Steuerhinterziehung droht
04.11.2026

Ab 2027 melden Krypto-Anbieter erstmals automatisch Transaktionsdaten an das Bundeszentralamt für Steuern – und zwar für das gesamte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Aktie: Gewinn von BMW schrumpft - Jobabbau wird ausgeweitet
04.11.2026

Am Dienstagabend erschreckt der Autobauer die Märkte mit der zweiten Gewinnwarnung im laufenden Jahr. Das liegt auch daran, dass die...

DWN
Politik
Politik Machtkampf in Polen: Warum Investoren nervös werden könnten
04.11.2026

Polizisten vor dem Verfassungsgericht, eine aufgebrochene Absperrung und ein Präsident, der sich mitten in einer nächtlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Continental-Aktie steigt: Conti hebt nach starkem Quartal Gewinnprognose an
04.11.2026

Große Reifen für E-Autos sorgen bei Continental für Rückenwind, teurere Rohstoffe bremsen. Nun hat der Hersteller im dritten Quartal...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo: Stimmung in der Autoindustrie springt nach oben
04.11.2026

Der Index springt um fast 30 Punkte. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren dreht die Einschätzung der aktuellen Lage ins Plus. Grund...

DWN
Politik
Politik Neue Angriffe auf Iran: Europas Rechnung ist bereits um 127 Milliarden Euro höher
04.11.2026

Die geschlossene Straße von Hormus wird für Europa immer teurer. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben...

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
04.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Politik
Politik Wachsende Defizite: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten
04.11.2026

Die Finanzlöcher deutscher Krankenhäuser werden immer tiefer: Eine Welle von Klinik-Insolvenzen wird erwartet. Um gegenzusteuern, wollen...