Politik

Russland wollte nicht Trump, sondern Hillary Clinton zum Wahlsieg verhelfen

Einem Geheimdienstbericht zufolge soll Russland nicht versucht haben, im Jahr 2016 Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Stattdessen soll Moskau versucht haben, Hillary Clinton zum Sieg zu verhelfen.
13.05.2020 22:23
Aktualisiert: 13.05.2020 22:23
Lesezeit: 1 min
Russland wollte nicht Trump, sondern Hillary Clinton zum Wahlsieg verhelfen
Russlands Präsident Putin und Hillary Clinton. (Foto: dpa) Foto: Mikhail Metzel / Pool

Ed Henry von Fox News berichtete am Dienstagabend, dass der amtierende Direktor der US-Nachrichtendienste, Richard Grenell, Informationen freigegeben hat, die die Schlussfolgerung in Frage stellen, dass Russland bei den Wahlen 2016 eingegriffen hat, um Donald Trump zu helfen.

Henry sagte im Rahmen der Sendung Tucker Carlson Tonight, dass die neuen Informationen darauf hindeuten würden, dass John Brennan, der unter Präsident Barack Obama die CIA leitete, “in Erfahrung gebracht hatte, dass Russland wollte, dass Hillary Clinton gewinnt, weil sie eine bekannte Größe ist. Sie war Außenministerin gewesen, und Wladimir Putins Team hielt sie für formbarer, während Kandidat Donald Trump unberechenbar war.”

Der frühere Stabschef des Nationalen Sicherheitsrates, Fred Fleitz, machte eine ähnliche Behauptung in einem Artikel auf FoxNews.com geltend : "Mitarbeiter des House Intelligence Committee teilten mir mit, dass nach einer eingehenden Untersuchung der Geheimdienste und der Befragung von Geheimdienstmitarbeitern festgestellt wurde, dass Brennan qualitativ hochwertige Geheimdienstinformationen unterdrückt habe, die darauf hindeuten, dass Putin tatsächlich wollte, dass die formbarere Kandidatinn Clinton die Wahlen 2016 gewinnt. Stattdessen unterstützte das Brennan-Team beleglose Informationen, die nicht den Standards der Geheimdienste entsprachen, um die politische Behauptung zu unterstützen, dass russische Regierungsbeamte Trump zum Sieg verhelfen wollten, teilten Mitarbeiter des House Intelligence Committee mit. Sie sagten, dass CIA-Analysten auch dagegen waren, diese fehlerhaften, beleglosen Informationen in die Bewertung einzubeziehen.”

Am Dienstag sagte Henry, er habe eine unabhängige Bestätigung der Behauptungen von Fleitz erhalten.

Seit drei Jahren wurde behauptet, dass 17 US-Geheimdienste zu dem Schluss kamen, dass Russland sich in die Wahlen eingemischt hatte, um Trump zum Sieg zu verhelfen. Es stellte sich dann heraus, dass nur vier Dienste diese Behauptung getragen haben.

 

 

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...

DWN
Technologie
Technologie Weltweiter Kohlekraft-Ausbau steigt trotz Klimazielen
23.10.2026

Wind- und Solarenergie haben Kohle in vielen Teilen Europas überholt – doch weltweit wächst die Zahl geplanter Kohleprojekte weiter,...

DWN
Immobilien
Immobilien Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung: Die wichtigsten Begriffe der Baufinanzierung erklärt
23.10.2026

Die Hindernisse für den Hauskauf sind höher denn je. Interessierte Käufer müssen gut vorbereitet bei der Bank vorsprechen. Deswegen...

DWN
Immobilien
Immobilien Zins-Bumerang der EZB: Warum der deutsche Wohnungsbau am Boden liegt
23.10.2026

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung am deutschen Immobilienmarkt hat im Herbst einen herben Dämpfer erhalten. Während Ökonomen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Volvo: Autohersteller baut nach Verlust 2.500 Jobs ab
23.10.2026

In China bricht der Umsatz von Volvo nahezu um die Hälfte ein, auch in den USA lief es schwach. Wie der Autobauer auf die Krise reagiert -...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung wird zur Kostenfalle: Jetzt muss Brüssel seine eigenen Regeln korrigieren
23.10.2026

Eigentlich sollte die EU-Verpackungsverordnung den europäischen Binnenmarkt vereinheitlichen. Doch für kleine Onlinehändler wurde sie...