Panorama

Nach Corona-Skandal: Hunderte Kinder in Göttingen müssen in Quarantäne

Hunderte Kinder müssen nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in Göttingen in Quarantäne. Bei Privatfeiern hatten sich zahlreiche Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
05.06.2020 14:39
Aktualisiert: 05.06.2020 14:39
Lesezeit: 1 min
Nach Corona-Skandal: Hunderte Kinder in Göttingen müssen in Quarantäne
Das Iduna-Zentrum im Göttinger Stadtzentrum. Bei mehreren größeren privaten Feiern haben sich in der südniedersächsischen Stadt mehrere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. (Foto: dpa) Foto: Swen Pf

In Göttingen müssen hunderte Kinder in Quarantäne. Zuvor hatte es in der südniedersächsischen 120.000-Einwohner-Stadt einen massenweisen Corona-Ausbruch gegeben. Das berichtet die Heimatzeitung "Göttinger Tageblatt".

Nach dem Corona-Ausbruch hat die Stadtverwaltung am heutigen Freitag mit einem Massentest begonnen. Mehrere Hundert Bewohner eines Hochhaus-Komplexes sollen dabei auf eine mögliche Infektion mit dem Virus untersucht werden. Zwischenfälle habe es bis zum Vormittag nicht gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Verwaltung hatte den Massentest angeordnet, weil sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern anlässlich des muslimischen Zuckerfests bisher mindestens 120 Menschen in dem berüchtigten Gebäudekomplex mit dem Virus infiziert haben.

In Göttingen wurden deshalb alle Schulen und mehrere Kindertagesstätten geschlossen. Zudem wurde den Sportvereinen der Trainings- und Wettkampfbetrieb untersagt. Ob es weitere Einschränkungen gibt, macht die Stadt vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens abhängig.

Der Massentest soll bis Sonntag abgeschlossen sein. In der Anlage in der Innenstadt sind etwa 600 Menschen gemeldet. Die Verwaltung geht davon aus, dass dort sehr viel mehr Personen leben. Die Stadt will zur Not mit Hilfe der Polizei durchsetzen, dass alle Bewohner zu dem Test erscheinen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Die wirtschaftlichen Aspekte von kostenlosen Testversionen und wiederkehrenden Zahlungen

Kostenlose Testversionen sind der erste Schritt im Marketing. Damit können Nutzer einen Dienst ausprobieren, bevor Geld fließt und die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg treibt Preise: Europas Konsum kippt
09.04.2026

Der Iran-Krieg trifft Europas Haushalte direkter als viele erwarten: Preise steigen, Spielräume schrumpfen. Verbraucher reagieren –...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Waffenruhe im Nahen Osten: Exporteure schöpfen neue Hoffnung
09.04.2026

Der Start ins Jahr verlief schwach, die Folgen des Iran-Krieges sind noch nicht verarbeitet. Dennoch rechnen Deutschlands Exporteure...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mazda CX-30 im Test: Was der SUV wirklich kann
09.04.2026

Der CX-30 ist der kleinste SUV im Modellangebot von Mazda. Angetrieben wird er von einem Benzinmotor, ein Automatikgetriebe sorgt für...

DWN
Politik
Politik Wohin ist das Sondervermögen verschwunden? Bis zu 95 Prozent sind versickert
09.04.2026

Ein Jahr nach dem 500-Milliarden-Euro-Versprechen für Schiene, Brücken und Klima ziehen Top-Ökonomen eine ernüchternde Bilanz. Das...

DWN
Finanzen
Finanzen Frankreich zieht Goldreserven aus den USA ab: Welche Folgen hat das für Europa?
08.04.2026

Frankreich ordnet seine Goldreserven neu und verlagert zentrale Bestände aus den USA nach Europa. Steht Europa damit vor einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreis-Entlastung: Streit in der Koalition verschärft sich
08.04.2026

Die Hoffnung auf sinkende Energiepreise nach geopolitischer Entspannung erfüllt sich bislang nicht. Stattdessen rückt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf Feuerpause
08.04.2026

Nach politischen Signalen der Entspannung fällt der Ölpreis aktuell deutlich. Anleger reagieren nervös, während Unsicherheiten weiter...

DWN
Politik
Politik Trump droht mit 50-Prozent-Zöllen gegen Iran-Partner – das könnten die Folgen sein
08.04.2026

Mit drastischen 50-Prozent-Zöllen erhöht Donald Trump den Druck auf Irans Unterstützer. Gleichzeitig kündigt er weitreichende...