Politik

Linksextremisten dürfen in Gelsenkirchen Lenin-Statue errichten

Die vom Verfassungsschutz beobachtete linksradikale Partei MLPD darf am 20. Juni in Gelsenkirchen eine 2,15 Meter hohe Lenin-Statue einweihen und errichten. Das hat das Oberverwaltungsgericht NRW entschieden.
15.06.2020 19:32
Lesezeit: 1 min
Linksextremisten dürfen in Gelsenkirchen Lenin-Statue errichten
Das von der Tate Modern zur Verfügung gestellte Foto zeigt «Haltet das Banner von Marx, Engels, Lenin und Stalin hoch!» (1933) des Künstlers Gustav Klutsis. (Foto: dpa) Foto: -

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) wird am 20. Juni 2020 in Gelsenkirchen eine Lenin-Statue errichten. Die Partei teilt auf ihrer Facebook-Seite mit: „Livestream von der Enthüllung der Lenin Statue in Gelsenkirchen.

„Wir freuen uns, dass es jetzt soweit ist und der Festakt nunmehr am 20. Juni 2020 stattfinden wird“, so Gabi Fechtner.

Reden von Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD

und Stefan Engel, Leiter des theoretischen Organs der MLPD „REVOLUTIONÄRER WEG“

kulturelle Darbietungen des Jugendverbands REBELL (…)

Lenin war ein Meister darin, in weltgeschichtlichen Krisen zielstrebig und erfolgreich auf wirkliche, also revolutionäre Lösungen hinzuarbeiten. Und heute erleben wir die dramatischste Krisenentwicklung des Kapitalismus seit dem Zweiten Weltkrieg. Es ist also höchste Zeit für das erste Lenin-Denkmal in Westdeutschland und eine breite gesellschaftliche Debatte über revolutionäre Perspektiven.

Der Festakt ist Teil der Bewegung ,Gib Antikommunismus keine Chance‘.

Sei Live mit dabei, um 14.00 Uhr auf Facebook und YouTube !“

24vest.de berichtet: „Die MLPD will eine 2,15 Meter hohe Statue des Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) auf ihrem Grundstück vor ihrer Zentrale errichten. Ein von der Stadt unter Verweis auf den Denkmalschutz erlassener Baustopp war vom Oberverwaltungsgericht NRW kassiert worden. Zu der feierlichen Enthüllung der öffentlich sichtbaren Statue um 14 Uhr erwartet die Partei mehr als 300 Gäste. Mehrere Fernsehsender wollten darüber berichten, darunter seien auch drei Sender aus Russland, sagte ein Parteisprecher am Montag (15. Juni).“

Dem Oberverwaltungsgericht NRW zufolge verstößt die Aufstellung der Statue nicht gegen das Denkmalschutzrecht, berichtet Legal Tribune.

Die MLPD wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

DWN
Politik
Politik Mehrheit fordert Rücktritt von Kanzler Merz
22.09.2026

Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich für einen Rücktritt des Kanzlers aus. Unter den Anhängern einer Partei ist der Anteil...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Planet Labs: Berlin bekommt eine neue Satellitenfabrik
22.09.2026

In der Hauptstadt soll ein neuer Produktionsstandort für Satelliten entstehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den USA, will aber...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger Topberater des Weißen Hauses: Trump gibt Tech-Milliardären beängstigend viel Macht
22.09.2026

Künstliche Intelligenz könnte die Welt ähnlich tiefgreifend verändern wie einst das Manhattan-Projekt. Doch diesmal liegt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Heizkosten steigen 2026: So teuer wird das Heizen
22.09.2026

Für viele Haushalte wird das Heizen 2026 teurer – besonders bei Öl und Holzpellets. Eine neue Prognose zeigt, welche Heizarten stärker...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs springt über 85.000 Dollar. Was hat die Erholung ausgelöst?
22.09.2026

Der Bitcoin-Kurs ist wieder deutlich gestiegen und kletterte über 85.000 Dollar. Bemerkenswert ist der Rebound, da kurz zuvor zwei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz: So schützen Unternehmer ihr Privatvermögen
22.09.2026

Gerät die Firma ins Wanken, kann es schnell um mehr gehen als das Unternehmen. Plötzlich stehen auch Haus, Depot und Ersparnisse auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie: Arbeitszeit in der Diskussion – Konzern setzt deutsche Werke unter Druck
22.09.2026

Mercedes hält seine deutschen Werke für zu teuer und fordert mehr Arbeit für das gleiche Geld. Um den Druck zu erhöhen, legt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...