Deutschland

Polizisten als Abfall auf die Müllhalde? Polizei-Gewerkschaften zeigen links-alternative "taz" an

Die Polizeigewerkschaften zeigen die links-alternative „taz“ wegen Volksverhetzung an.
16.06.2020 18:27
Aktualisiert: 16.06.2020 18:27
Lesezeit: 1 min
Polizisten als Abfall auf die Müllhalde? Polizei-Gewerkschaften zeigen links-alternative "taz" an
10.09.2018, Berlin: Redaktionsraum der "taz". (Foto: dpa) Foto: Carsten Koall

Sowohl die „Deutsche Polizeigewerkschaft“ (DPolG) als auch die „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) haben Anzeige gegen die links-alternative „tageszeitung“ (taz) erstattet. Grund ist eine am gestrigen Montag erschienene satirische Kolumne mit dem Titel „All cops are berufsunfähig“.

In dieser lässt sich eine taz-Autorin über eine „Zukunft ganz ohne Polizei“ aus, um schließlich zu fragen: „Wohin also mit den über 250.000 Menschen, die dann keine Jobs mehr haben?“

Am Ende der Kolumne schreibt sie: „Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten."

Die DPolG schreibt auf ihrer Homepage: "Andere Menschen zu entpersönlichen, ihnen Würde und Menschsein abzusprechen und sie wie Unrat auf einer Müllhalde entsorgen zu wollen - wie hasserfüllt, degeneriert und voller Gewaltbereitschaft muss man eigentlich sein, um solche widerlichen Gedanken aufzuschreiben?" Man achte natürlich die Pressefreiheit, doch der Artikel überschreite „die Grenze des Vertretbaren“.

In der Kommentarspalte der „taz“ geriet der Artikel stark in die Kritik der eigenen Leserschaft. Die Kommentar-Funktion wurde mittlerweile geschlossen.

Die 1978 in Berlin (wo sie auch heute noch ihren Sitz hat) gegründete "taz" hat sich in der Vergangenheit häufig gegenüber der Polizei als sehr kritisch gezeigt.

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