Wirtschaft

Französische Wirtschaft stürzt deutlich stärker ab als die deutsche

Die französische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Beschränkungen deutlich stärker abgestürzt als die deutsche.
28.08.2020 09:51
Aktualisiert: 28.08.2020 09:51
Lesezeit: 1 min
Französische Wirtschaft stürzt deutlich stärker ab als die deutsche
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa) Foto: Michael Kappeler

Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 13,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris eine frühere Schätzung bestätigte. Konsum, Exporte und Investitionen brachen jeweils ein. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft büßte im Frühjahr "nur" 9,7 Prozent ein.

Der landesweite Lockdown mit dem erklärten Ziel, die Corona-Pandemie einzudämmen, hatte weite Teile der französischen Wirtschaft lahmgelegt: Geschäfte und Hotels mussten bis 11. Mai schließen. Cafés und Restaurants durften erst ab 2. Juni wieder aufmachen.

Angesichts der Konjunkturbelebung der vergangenen Wochen geht Finanzminister Bruno Le Maire davon aus, dass es in diesem Jahr insgesamt nicht ganz so schlecht werden dürfte wie bislang angenommen. Ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von weniger als den bislang erwarteten elf Prozent sei möglich.

"Wir haben tatsächlich eine Verbesserung erzielt", sagte Finanzminister Bruno Le Maire. So kletterte das Geschäftsklima im August auf den höchsten Stand seit Monaten. Auch die Konsumausgaben legten erneut zu: Im Juli gab es ein Plus von 0,5 Prozent.

Frankreich hatte zuletzt 6111 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das ist der höchste Zuwachs seit dem Ende der Corona-Beschränkungen.

Weiterlesen: Deutsche Steuergelder für Italien und Frankreich: Scholz und Macron bilden Front gegen Merkel

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Ölpreis erreicht 95 Dollar und Anleger rüsten sich für Tech-Quartalszahlen
22.07.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die Wall Street derzeit in Atem halten und worauf sich Anleger jetzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisoffensive im Handel: Wie Sie jetzt bei Haushaltswaren und Hörbüchern kräftig sparen können
22.07.2026

Sommerzeit ist Angebotszeit: Während Verbraucher ihre Ausgaben genauer planen, überbieten sich Händler mit attraktiven Preisaktionen....

DWN
Politik
Politik NATO-Verteidigungsausgaben: Wer für das neue Fünf-Prozent-Ziel zahlt
22.07.2026

Die NATO rüstet auf wie seit Jahrzehnten nicht mehr, doch zwischen den Mitgliedstaaten liegen Welten. Während Polen und die baltischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lufthansa baut München zum Mega-Drehkreuz aus
22.07.2026

Die Lufthansa plant Größeres in München: Die Nummer zwei der deutschen Flughäfen soll mit einem milliardenteuren Ausbau international...

DWN
Technologie
Technologie Fabrik der Zukunft: Die vollautomatische Produktion ist ein Irrweg
22.07.2026

Die vollständig menschenleere Fabrik galt lange als Ideal der Industrie. Doch ausgerechnet leistungsfähigere KI-Systeme machen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Infrastruktur-Krise: Kommunaler Investitionsstau erreicht Rekordhoch
22.07.2026

Durch die stagnierende Wirtschaft brechen den Kommunen die Steuereinnahmen weg, während gleichzeitig die Ausgaben für Soziales massiv...

DWN
Finanzen
Finanzen Fluggastrechtereform: Das ändert sich für Millionen Reisende
22.07.2026

Wer innerhalb Europas fliegt, muss sich auf neue Regeln einstellen. Die geplante Reform verspricht mehr Transparenz und zusätzliche Rechte...

DWN
Finanzen
Finanzen BMW-Aktie: Rätsel um in Kaliningrad produzierte BMW – wie ist das möglich?
22.07.2026

Obwohl BMW seine Aktivitäten in Russland vor Jahren eingestellt hat, werden in Kaliningrad wieder SUV der Marke montiert. Die Herkunft der...