Politik

Großbritannien: Oberster General warnt unmissverständlich vor einem Dritten Weltkrieg

Der Generalstabschef der britischen Armee, Nick Carter, ist der Ansicht, dass die Coronavirus-Pandemie und die wirtschaftliche Instabilität, die derzeit die Welt lähmt, zum Dritten Weltkrieg führen könnte.
11.11.2020 14:08
Aktualisiert: 11.11.2020 14:08
Lesezeit: 1 min
Großbritannien: Oberster General warnt unmissverständlich vor einem Dritten Weltkrieg
Sir Nick Carter, Generalstabschef der britischen Armee. (Screenshot)

Sir Nick Carter, Generalstabschef der britischen Armee, meint, dass die Pandemie die Gefahr in sich birgt, einen Dritten Weltkrieg auszulösen.

Carter sagte gegenüber Sky News, dass die Pandemie die Weltwirtschaft zum Absturz gebracht und bereits regionale Konflikte ausgelöst habe, die denen vor den beiden vorangegangenen Weltkriegen ähneln. Er warnte davor, dass die heutigen Konflikte eskalieren könnten, da die Seiten die Bedeutung ihrer Handlungen falsch einschätzen.

Carters Aussagen in Abschnitten:

„Wir erleben eine Zeit, in der die Welt ein sehr unsicherer und ängstlicher Ort ist“

„Und natürlich ist die Dynamik des globalen Wettbewerbs auch ein Merkmal unseres Lebens“

„Das wirkliche Risiko, das wir derzeit bei vielen regionalen Konflikten haben, besteht darin, dass eine Eskalation zu Fehlkalkulationen führen kann.“

„Und wenn Sie auf das letzte Jahrhundert vor beiden Weltkriegen zurückblicken, denke ich, dass es unbestreitbar war, dass es eine Eskalation gab, die zu einer Fehleinschätzung führte, die letztendlich zu einem Krieg in einem Ausmaß führte, was wir hoffentlich nie wieder sehen werden.“

„Wenn Sie den Schrecken des Krieges vergessen, besteht meines Erachtens das große Risiko, dass die Leute denken, dass es vernünftig ist, in den Krieg zu ziehen“

Sir Nick, der 2018 britischer Militärchef wurde, sagte, es sei wichtig, sich an diejenigen zu erinnern, die in früheren Kriegen gestorben sind - als Warnung an diejenigen, die die Fehler der Vergangenheit wiederholen könnten.

Carter hatte sich zuvor gegen einen Einsatz des Militärs im Innern im Verlauf der Pandemie ausgesprochen. Er sagte, „Menschen zu zwingen, von der Straße zu gehen“, sei „nicht das, wofür das Militär steht“. „Es gibt andere, die dafür besser qualifiziert sind, würde ich vorschlagen“, so Carter.

Die Aussagen von Carter decken sich in gewisser Weise mit den Aussagen des Gründers des World Economic Forum (WEF), Klaus Schwab. „Die Folgen der Pandemie sind vergleichbar mit denen eines Weltkriegs“, meint Schwab.

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hatte zu Beginn der Corona-Pandemie gesagt, dass die Menschen sich nach der Pandemie auf eine neue Weltordnung einstellen müssen. Das Pandemie-Jahr 2020 vergleicht er mit dem Jahr 1944 – als die Ardennen-Offensive der deutschen Streitkräfte gegen die Alliierten stattfand.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland verliert Zuversicht: AfD nutzt Stimmungskrise
29.04.2026

Deutschlands Wirtschaft verliert erneut an Zuversicht, während schwache Konjunkturdaten und der Aufstieg der AfD den Druck auf die...

DWN
Politik
Politik Einkommensteuerreform: Merz offen für höhere Reichensteuer
29.04.2026

Die Regierung hat sich eine größere Einkommensteuerreform vorgenommen. Nach mehreren anderen Unionspolitikern signalisiert nun auch der...

DWN
Politik
Politik Gesundheitsreform auf dem Weg: Das sind die wichtigsten Änderungen
29.04.2026

Die Bundesregierung hat die Gesundheitsreform auf den Weg gebracht. Der Gesetzesentwurf bringt für Versicherte zahlreiche Änderungen –...

DWN
Panorama
Panorama Sommerurlaub 2026: Studie erwartet Kerosinknappheit und steigende Ticketpreise
29.04.2026

Allianz Trade warnt vor teuren Tickets und Kerosinzuschlägen: Iran-Krieg lässt Sorge vor Kerosin-Engpass wachsen. Fluggesellschaften...

DWN
Politik
Politik Deutsche Geburtenrate: Zahlen fallen auf historischen Tiefstand
29.04.2026

So wenige Babys wie seit 1946 nicht mehr: Die Geburtenzahl in Deutschland sinkt 2025 laut neuen Daten auf ein historisches Tief....

DWN
Finanzen
Finanzen Brutto-Netto-Rechner 2026: So berechnet sich Ihr Nettogehalt wirklich
29.04.2026

Ein Brutto-Netto-Rechner liefert in Sekunden verständlich und strukturiert, wie sich Ihr Nettogehalt zusammensetzt, welche Abzüge 2026...

DWN
Immobilien
Immobilien Mieten statt Kaufen: Deutschland bleibt das Land der Mieter in Europa
29.04.2026

Eigenheim - Nein, danke? In Deutschland ist das Interesse nach einer eigenen Immobilie im europaweiten Vergleich am geringsten ausgeprägt....

DWN
Finanzen
Finanzen Adidas-Aktie im Aufwind: Quartalszahlen des DAX-Wertes übertreffen Erwartungen
29.04.2026

Die Adidas-Aktie hebt nach überraschend starken Quartalszahlen ab. Umsatz und Gewinn überraschen positiv und übertreffen die...