Politik

25 nackte Männer: Belgische Polizei löst Orgie auf, Diplomaten und ein EU-Abgeordneter anwesend

Die belgische Polizei hat in Brüssel eine „Corona-Orgie“ mit 25 nackten Männern aufgelöst. Besonders pikant: Unter dem Partyvolk befand sich auch ein EU-Abgeordneter.
02.12.2020 14:00
Aktualisiert: 02.12.2020 14:00
Lesezeit: 1 min
25 nackte Männer: Belgische Polizei löst Orgie auf, Diplomaten und ein EU-Abgeordneter anwesend
Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments ist vor der Plenarsitzung leer. (Foto: dpa) Foto: Kenzo Tribouillard

Ein hochrangiger Europaabgeordneter der regierenden ungarischen Fidesz-Partei gab am Dienstag zu, an einer „Lockdown-Party“ teilgenommen zu haben, die von den lokalen Medien als „Orgie“ bezeichnet und von der Brüsseler Polizei aufgelöst wurde. Die „FAZ“ titelt: „Die Orgie endet an der Regenrinne“.

József S. sagte in einer Erklärung, dass er bei der „privaten Party anwesend“ gewesen sei - bei der laut belgischer Presse die Polizei 25 nackte Männer vorgefunden habe, darunter einen Abgeordneten und eine Reihe von Diplomaten. Es wurden Alkohol und Drogen vorgefunden. Die „FAZ“ wörtlich: „Einer der Feiernden versuchte, vor den Polizisten zu flüchten, indem er sich an der Dachrinne entlang hangelte. Als ein Passant die Beamten darauf hinwies, stellten sie den Mann. Seine Hände bluteten, in seinem Rucksack war die Partydroge Ecstasy. Er sagte, er sei Europaabgeordneter, konnte sich aber nicht ausweisen. Die Polizisten brachten ihn nach Hause, wo er einen Diplomatenpass vorlegte. Im Bericht der Staatsanwaltschaft wurde er als „S. J.“ und mit dem Geburtsjahr 1961 identifiziert.“

Die Zeitung „Queer“ titelt: „Homofeindlicher EU-Abgeordneter bei illegaler schwuler Orgie erwischt.“

S. sagte, die Polizei habe ihm „eine offizielle mündliche Warnung“ erteilt und ihn nach Hause gebracht. Er sagte, er habe keine Drogen genommen und fügte hinzu, dass es ihm „leid“ tue und dass er „zutiefst“ bedauere, die COVID-Beschränkungen gebrochen zu haben: „Es war meinerseits unverantwortlich. Ich bin bereit, für die Geldstrafe einzutreten, die anfällt“, zitiert ihn Politico.

Der Ungar, ein langjähriges Mitglied der Partei von Premierminister Viktor Orbán, trat am Sonntag als Europaabgeordneter zurück, so die „SZ“. In seiner Erklärung vom Dienstag sagte er, sein „Fehltritt“ sei sein persönliches Problem und fügte hinzu: „Ich bitte alle, ihn nicht auf meine Heimat oder meine politische Gemeinschaft auszudehnen.“

S. hatte an der Ausarbeitung der Verfassung des Ungarns mitgewirkt. Er war Leiter der Fidesz-Delegation im Europäischen Parlament und Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten.

Die ungarische Regierung war hatte sich in der letzten Woche zusammen mit Polen entschieden gegen einen LGBTQI-Gleichstellungsplan für die EU-Außenpolitik ausgesprochen, der darauf abzielt, die Rechte von Frauen, Mädchen und LGBTQI weltweit zu stärken, indem „Geschlechtsnormen und Stereotypen in Frage gestellt werden, so Politico.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage: Warum Aktien langfristig keine Rendite bringen – und was Investoren tun können
30.01.2026

An den Börsen hält sich die Vorstellung, dass Geduld langfristig zum Erfolg führt. Doch was, Aktien langfristig keine Rendite bringen...

DWN
Politik
Politik US-Iran-Konflikt: Steigende Spannungen wirken sich auf den Ölpreis aus
30.01.2026

Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise spürbar steigen lassen und die geopolitischen Risiken am Energiemarkt neu in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2025 stärker als gedacht
30.01.2026

Nach zwei Jahren Rezession wächst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. Das Schlussquartal fällt sogar positiver aus als erwartet....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkt: Mehr als drei Millionen Arbeitslose in Deutschland
30.01.2026

Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Januar saisonüblich an. In diesem Jahr wurde eine wichtige Schwelle überschritten.

DWN
Finanzen
Finanzen Amazon-Aktie: Riesen-Investition in KI-Entwickler OpenAI im Gespräch
30.01.2026

Amazon verhandelt laut Medienberichten über eine mögliche Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den KI-Entwickler OpenAI....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gasspeicher in Deutschland ungewöhnlich leer – droht im Winter eine Versorgungslücke?
30.01.2026

Die deutschen Gasspeicher sind derzeit deutlich weniger gefüllt als in den vergangenen Jahren. Mit einem Füllstand von rund 35 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstand enttäuscht von Bundesregierung: Mehrheit zweifelt an Wirtschaftswende
30.01.2026

Der deutsche Mittelstand blickt zunehmend kritisch auf die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Eine aktuelle Befragung des...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Spekulationen um die Fed-Spitze belasten
30.01.2026

Der Goldpreis hat nach seiner jüngsten Rekordjagd plötzlich deutlich nachgegeben. Anleger erleben extreme Schwankungen zwischen neuen...