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Drosten, Otto & Co: Diese Zitate haben das Jahr 2020 geprägt

Das sind die wichtigsten und schrägsten Zitate des Jahres 2020.
31.12.2020 13:10
Aktualisiert: 31.12.2020 13:10
Lesezeit: 3 min
Drosten, Otto & Co: Diese Zitate haben das Jahr 2020 geprägt
Otto Waalkes spricht bei der Eröffnung der Ausstellung «Otto Coming Home - he kummt na Huus» in der Kunsthalle Emden. Die Kunsthalle feiert den ostfriesischen Komiker und Künstler mit einer eigenen Ausstellung. (Foto: dpa) Foto: Eric Hasseler

«Ich bin kein Menschenfeind, aber ein scheues Reh.»

(Der Schauspieler Matthias Habich im dpa-Interview vom 8. Januar auf die Frage, warum er die Öffentlichkeit eher meidet.)

«Ich möchte Ihnen noch einen Gedenksatz als gelernter Theaterregisseur mit auf den Weg geben: Kinder und Tiere niemals auf die Bühne.»

(Der Ausschussvorsitzende des Kultur- und Medienausschusses im Düsseldorfer Landtag, Oliver Keymis, Grüne, am 9. Januar in einer Debatte über die von einem WDR-Kinderchor gesungene umstrittene «Umweltsau-Satire».)

«Nun muss ich dich auf deine letzte Reise schicken, einmal noch über die Reeperbahn - das hast Du dir gewünscht - und dann heißt es schlafen eine lange, lange Zeit. (...) Mein geliebter Jan, schlaf gut.»

(Jan Fedders Ehefrau Marion am 14. Januar bei der Trauerfeier im Hamburger Michel für den bekannten Hamburger Schauspieler.)

«Wir erleben nach meinem Empfinden zurzeit dunkle Tage, aber ein Mensch wie dieser kann wie eine Kerze leuchten. Und das Licht flackert wieder, wo wir schon dachten, es würde in all dem Morast endgültig ersticken.»

(«Star Trek: Picard»-Hauptdarsteller Sir Patrick Stewart im dpa-Interview vom 18. Januar über die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg.)

«Tempo 180 birgt eine größere Aggressivität in sich als Tempo 130.»

(Die Vizepräsidentin des Verkehrsgerichtstags, Birgit Heß, am 30. Januar auf die Frage, ob ein mögliches Tempolimit im Arbeitskreis zur «Aggressivität im Straßenverkehr» eine Rolle spielen könnte.)

«Ich schließe alles aus, was mit "Pastewka" zu tun hat. Jetzt und heute und hier sage ich: Das war's. Denn unser Ende ist so schön, dass wir danach keinen Anfang mehr brauchen.»

(Komiker Bastian Pastewka am 31. Januar in Köln zum Ende der Fernsehserie «Pastewka» nach 15 Jahren, zehn Staffeln und knapp 100 Folgen.)

«Das hätte ich gar nicht gedacht, denn normalerweise kann ich gar nicht still sitzen - in diesen vier Tagen ist alles so besinnlich geworden.»

(Der Komiker Otto Waalkes in einem am 25. März auf Facebook veröffentlichten Video über sein Leben in Quarantäne.)

«Also, die Signora aus Deutschland mit ihrem Sonnenöl will doch nicht mit Maske und Gummihandschuhen am Strand liegen.»

(Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in der italienischen Urlaubsstadt Rimini im dpa-Gespräch vom 14. April über mögliche Sicherheitsmaßnahmen in der Corona-Krise.)

«Ich denke gerade über die Einführung schalldichter Masken nach.»

(Der Vorsitzende Richter Thomas Steiner am 6. Mai am Oberlandesgericht München in einer sehr hitzigen Verhandlung über Schadenersatzansprüche gegen eine Heilpraktikerin.)

«Für immer, forever at home, forever alone, für immer im Haus. Für immer. Der Markt hat auf, ich bleib' zu Haus, lass mir Kartoffeln schicken. Ach, wie gemütlich es bei mir ist. Doch lässt sich keine blicken. Die Flasche Wein steht unterm Tisch, am Ofen hockt das Huhn. Gardine zu und Musik an, neun Uhr Augen zu.»

(Der Komiker Helge Schneider singt für Deutschland während der Eurovision-Song-Contest-Ersatzshow von ProSieben am 16. Mai seine Pandemie-Ballade «Forever at home».)

«Wer ist das? Ich kenne die Figuren nicht.»

(Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, im «Spiegel» vom 29. Mai über den Vergleich zwischen ihm und den Figuren Gandalf aus «Herr der Ringe» und Obi-Wan Kenobi aus «Star Wars», die als Mentoren den Helden zur Seite stehen.)

«Denken Sie nicht nur an Sonnencreme, Sonnenbrille & viel Wasser, sondern bitte auch auf ausreichend Abstand zu anderen.»

(Die Berliner Polizei in einem Tweet am 27. Juni zu den laufenden Versammlungen und Demonstrationen in der Stadt.)

«Ich habe selbst einen Hund, muss allerdings gestehen, der ist bei weitem nicht so gut erzogen wie die Hunde hier.»

(Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am 24. Juli beim Besuch der Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel.)

«Ich bin auf 280 Zeichen sehr oft sehr unerträglich, ich würde mich da auf keinen Fall als Referenz für Erträglichkeit einstufen.»

(Der Fernsehmoderator und Satiriker Jan Böhmermann in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» vom 5. September über die Kunst, mit 280 Zeichen auf Twitter gut umzugehen.)

«Wir haben in den letzten Wochen immer gesagt, dass Feiern um jeden Preis nicht unser Karneval sein kann.»

(Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, am 19. September zum wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkten Karneval der nächsten Saison.)

«Kriminelle Clans gehören auf Netflix. Nicht auf Berlins Straßen.»

(Spruch auf einem gemieteten Lamborghini mit aufgeklebten Einschusslöchern, mit dem die Berliner CDU am 22. Oktober in Neukölln ihren Aktionsplan zur Bekämpfung der Clankriminalität auf der Straße vorstellt.)

«Hier ist das Ärzte Deutsche Fernsehen mit den Tagesthemen.»

(Mit dieser Ansage eröffnet die Berliner Rockband Die Ärzte am 23. Oktober die ARD-«Tagesthemen». Die Band appelliert in der Nachrichtensendung an die Politik, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen.)

«Auch wenn mir als Norddeutscher das #Karneval-Gen fehlt - ich verstehe, dass viele Jecken heute traurig sind und gern gefeiert hätten. Danke, dass Ihr innehaltet!»

(Tweet von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am 11. November zum coronabedingten Verzicht auf Karnevalsfeiern am 11.11..)

«Aus Frust habe ich mir letzte Woche meinen Bart abgeschnitten. Der ist nur noch drei Zentimeter lang.»

(Willi Dahmen aus Celle bedauert am 12. November im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur seine coronabedingte Zwangspause als Weihnachtsmann-Darsteller.)

«Gute Reise, Udo. Mach den Engeln die Haare schön!»

(Tweet des Fernseh-Satirikers Oliver Kalkofe am 20. November zum Tod des Berliner Promi-Friseurs Udo Walz.)

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